Fotos der Studien-Präsentation
ÖBB-Anbindung zum Flughafen Wien erweist sich als Wirtschaftsfaktor

Der Bahnschluss an das Drehkreuz gewinnt weiter an Bedeutung. Eine Studie zeigt deutliche Effekte auf Wertschöpfung, Beschäftigung und Klimaschutz – und sieht weiteres Wachstumspotenzial.

Am Donnerstag luden die ÖBB und der Flughafen Wien zur Präsentation einer Studie, welche die Bedeutung der Bahnanbindung für Mobilität, Wirtschaft und Klimaschutz der Bahnanbindung an das Drehkreuz verdeutlichen soll. Erstellt wurde die Studie vom Beratungsunternehmen Arthur D. Little und den ÖBB. Dabei zeigt sich, dass mittlerweile rund 40 Prozent der Passagier:innen mit Bahnangeboten anreisen. Im Jahr 2025 nutzten 10,5 Millionen Menschen die ÖBB für die Fahrt zum Flughafen – ein Anstieg von rund 70 Prozent seit 2014.

Neben der steigenden Nachfrage verweist die Analyse auf volkswirtschaftliche Effekte. Demnach generiere die Anbindung jährlich rund 15,8 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung, schaffe Arbeitsplätze und reduziere den CO₂-Ausstoß um etwa 29.000 Tonnen pro Jahr.

Relevanz vernetzter Verkehrssysteme

Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, betonte die strategische Relevanz vernetzter Verkehrssysteme und erklärte, erfolgreiche Mobilität entstehe dann, wenn unterschiedliche Verkehrsträger zusammengedacht würden. Die Verbindung von Bahn- und Luftverkehr stärke internationale Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Wiens Vizebürgermeisterin Barbara Novak unterstrich die Bedeutung für Wien als Wirtschafts- und Tourismusmetropole. Laut Studie würden bereits 47 Prozent der Wiener:innen für die Anreise zum Flughafen Bahnangebote nutzen. Dies erweitere das Einzugsgebiet und stärke die Rolle Wiens als internationales Drehkreuz. Davon profitierten insbesondere Tourismus, Handel und Dienstleistungen. Novak verwies in diesem Zusammenhang auf die weiterhin hohe Nachfrage im Städtetourismus mit über 20 Millionen Nächtigungen im Jahr 2025.

Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, erklärte, die ÖBB-Anbindungen seien "weit mehr als ein Verkehrsangebot". Sie stellten einen zentralen Bestandteil eines funktionierenden Gesamtsystems dar und würden Regionen direkt mit internationalen Märkten verbinden.

Michael Zach, Senior Vice President der Flughafen Wien AG, hob hervor, der Flughafen Wien sei als internationale Verkehrsdrehscheibe auf vielfältige Weise gut erreichbar, wobei der Schienenverkehr einen wesentlichen Anteil habe.

Railjet wächst am stärksten

Besonders dynamisch entwickelte sich laut Studie der Railjet. Seit seiner Einführung stieg die Zahl der Fahrgäste demnach von rund 400.000 auf 3,4 Millionen pro Jahr, was einem durchschnittlichen Wachstum von 27 Prozent entspricht. Damit spiele er eine Schlüsselrolle bei der direkten Anbindung der Bundesländer. Zudem habe sich das Einzugsgebiet deutlich erweitert, etwa durch zusätzliche Passagier:innen aus Salzburg und Oberösterreich.

Optimistischer Ausblick

Für die kommenden Jahre wird weiteres Wachstum erwartet, unter anderem durch die Entwicklung der Südstrecke im Zuge der Koralmbahn sowie durch zusätzliche Busverbindungen zum Flughafen.

LEADERSNET war bei der Studienpräsentation. Fotos sehen Sie in unserer Galerie.

www.oebb.at

viennaairport.com

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