Stabile Entwicklung dank breitem Geschäftsmodell
Rauch steigert Umsatz und investiert in österreichische Standorte

| Redaktion 
| 16.03.2026

Der Vorarlberger Fruchtsaftproduzent befindet sich weiterhin auf Expansionskurs. Trotz eines wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds erzielte das Familienunternehmen 2025 einen Umsatz von 1,81 Milliarden Euro und treibt gleichzeitig Investitionen in Österreich sowie internationale Produktionsprojekte voran.

Rauch Fruchtsäfte konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Umsatz auf 1,81 Milliarden Euro steigern. Das entspricht einem Plus von 2,1 Prozent. Parallel dazu wuchs die Belegschaft weltweit auf 3.247 Mitarbeitende. Damit bleibt das Unternehmen laut eigenen Angaben der größte private Lebensmittelhersteller Österreichs in österreichischem Besitz und zählt zugleich zu den international relevanten Akteuren der Getränkeindustrie.

Der Erfolg basiert laut Geschäftsführung auf einer bewusst breit angelegten Struktur. Rauch ist längst mehr als ein klassischer Fruchtsaftproduzent. Neben den eigenen Marken spielen Lohnfüllung für andere Unternehmen, allen voran Red Bull, sowie die eigene Fruchtverarbeitung eine wichtige Rolle im Geschäftsmodell. Geschäftsführer Daniel Wüstner erklärt: "Unsere Stärke liegt nicht in einem einzelnen Markt oder Produkt, sondern in der Kombination aus Vielfalt, Internationalität und eigener Wertschöpfung." Diese Struktur ermögliche es dem Unternehmen, auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten stabil zu bleiben und gleichzeitig weiter zu investieren.

Großprojekte in Vorarlberg stärken Produktionsbasis

Ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie ist der Ausbau der Produktionsstandorte in Vorarlberg. In Nüziders entsteht derzeit eine der modernsten Fruchtsaftfabriken Europas. Das Projekt umfasst hochautomatisierte Abfülllinien, ein intelligentes Hochregallager sowie eine vollständig integrierte Logistikstruktur. Im Endausbau sollen rund 150 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Auch am Stammsitz Rankweil baut Rauch seine Infrastruktur weiter aus. Neben einer neuen Glasflaschen-Abfüllung investiert das Unternehmen in den Geschäftsbereich Frucht- und Fruchtverarbeitung sowie in Labors, Verwaltung und technische Infrastruktur. Ziel ist es, sowohl die Produktionskompetenz als auch Forschung und Qualitätssicherung langfristig zu stärken. Wüstner betont die langfristige Perspektive des Familienunternehmens: "Als Familienunternehmen denken wir langfristig, nicht in Quartalen, sondern in Generationen."

Internationale Expansion und starke Marken

Parallel zu den Investitionen in Österreich treibt Rauch seine internationale Expansion voran. In den USA ist das Werk in Glendale im Bundesstaat Arizona bereits vollständig ausgebaut und zählt zu den größten Getränkefabriken Nordamerikas. In North Carolina entsteht derzeit ein zweiter Produktionsstandort. Auch in Deutschland wächst das Unternehmen weiter. Das Werk Baruth in Brandenburg wird schrittweise zu einem integrierten Produktionscampus erweitert.

Strategisch im Zentrum stehen weiterhin die eigenen Marken. Besonders die Premiumlinie Happy Day entwickelt sich international erfolgreich und umfasst mittlerweile mehr als 60 Sorten. Die Marke Bravo wurde zuletzt modernisiert und mit einem neuen Design versehen, vor allem für Märkte rund um die Adria und das Mittelmeer.

Herausfordernd bleiben hingegen die internationalen Rohstoffmärkte. Preisschwankungen bei Energie, Verpackungen und landwirtschaftlichen Rohwaren sowie klimatische Veränderungen wirken sich zunehmend auf die Versorgungslage aus. "Der Klimawandel ist bei unseren Rohwaren schon längst Realität", sagt Wüstner. Das Unternehmen arbeite daher intensiv daran, Lieferketten resilienter und nachhaltiger zu gestalten.

www.rauch.cc

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