Fotos vom Pressetermin in Linz
Erster Bauabschnitt vom Projekt "Sommerfeld" ist fertiggestellt

Das Großprojekt wird in Teilabschnitten gebaut und soll in den nächsten zehn bis 15 Jahren realisiert werden. In einem ersten Schritt wurden 44 Wohnungen gebaut und sind nun bezugsfertig. 

Mit dem Projekt "Sommerfeld" wird im Süden von Linz eines der größten Stadterweiterungsvorhaben der Stadt umgesetzt. Das Entwicklungsgebiet umfasst die sogenannten Sommergründe nördlich sowie das Areal der ehemaligen Hiller-Kaserne südlich des Ebelsberger Schlosswegs. Im Rahmen eines Pressetermins mit Christian Mitterhauser (Vorstand der WSF Privatstiftung), Bürgermeister Dietmar Prammer, Landtagsabgeordnete Margit Angerlehner (Klubobfrau des OÖVP-Landtagsklubs) sowie Landeskonservator Daniel Resch vom Bundesdenkmalamt wurde die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts offiziell gewürdigt und der aktuelle Stand des Gesamtprojekts präsentiert.

Insgesamt rund 3.000 Wohnungen

Auf einer Fläche von rund 32 Hektar sollen in den kommenden zehn bis 15 Jahren rund 3.000 Wohnungen für mehr als 6.000 Menschen entstehen. Damit zählt das Vorhaben zu den zentralen Bausteinen der Linzer Stadtentwicklung und soll einen wesentlichen Anteil des zusätzlichen Wohnbedarfs der kommenden Jahre abdecken.

Geplant ist ein durchmischtes Stadtviertel mit leistbarem Wohnraum, Arbeitsplätzen, Nahversorgung sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Seit 2016 wird das Projekt von der Stadt Linz gemeinsam mit der WSF Privatstiftung als Hauptentwicklerin sowie mehreren Wohnbauträgern umgesetzt.

"Mit dem Projekt Sommerfeld setzen wir eines der wichtigen Stadtentwicklungsprojekte in der Geschichte von Linz um. Auf rund 32 Hektar entsteht im Linzer Süden ein neuer, durchmischter Stadtteil mit rund 3.000 Wohnungen für mehr als 6.000 Menschen. Damit schaffen wir dringend benötigten Wohnraum und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des steigenden Wohnbedarfs in unserer Stadt. Besonders erfreulich ist, dass wir nun einen wichtigen Meilenstein erreicht haben: Der erste Bauabschnitt auf dem Areal der ehemaligen Hiller-Kaserne ist abgeschlossen. 44 geförderte Mietwohnungen sind bezugsfertig und die ersten Mieter:innen ziehen ein. Aus einer langjährigen Planung wird nun gelebte Realität. Das Sommerfeld steht für eine ganzheitliche Stadtentwicklung – mit leistbarem Wohnen, Arbeitsplätzen, Nahversorgung, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie großzügigen Grünräumen. Hier entsteht Schritt für Schritt ein zukunftsfitter Stadtteil mit hoher Lebensqualität – ein starkes Signal für die positive Weiterentwicklung von Linz", sagte der Bürgermeister Dietmar Prammer.

Erster Bauabschnitt abgeschlossen

Auf dem Gelände der ehemaligen Hiller-Kaserne ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt. 44 geförderte Mietwohnungen sind bezugsfertig und bereits vollständig vermietet. Die ersten Bewohner:innen ziehen im März 2026 ein. Ein weiteres Gebäude mit 42 Mietwohnungen soll im Herbst 2026 folgen, auch hier liegen bereits zahlreiche Voranmeldungen vor. Die Bestandsgebäude stehen unter Denkmalschutz und werden nicht neu errichtet, sondern nach aktuellen Standards revitalisiert. Nach Abschluss aller Bauetappen sollen in den insgesamt neun Gebäuden 422 geförderte Mietwohnungen zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung ist bis 2029 vorgesehen. 

Landtagsabgeordnete Margit Angerlehner hebt die wirtschaftliche Bedeutung hervor: "Aus alt wird neu. Die behutsame Revitalisierung der denkmalgeschützten ehemaligen Kasernen-Gebäude lässt einen modernen, lebendigen Stadtteil entstehen. Das schafft hochwertigen, leistbaren Wohnraum. Die getätigten Investitionen sind dabei ein wichtiger Impuls für die regionale Wirtschaft. Damit entwickeln wir unsere Landeshauptstadt weiter und stärken mit diesem Wohnbauprojekt auch unseren Wirtschaftsstandort. So schaffen wir einen Mehrwert für die Menschen in Oberösterreich."

Auch aus Sicht des Bundesdenkmalamtes wird die Entwicklung positiv bewertet. Daniel Resch, Landeskonservator für Oberösterreich, erklärt: "Vonseiten des Bundesdenkmalamtes sind wir froh, dass umfangreicher denkmalgeschützter Baubestand einer neuen Nutzung zugeführt werden konnte. Nachhaltige Lösungen für so umfangreiche Anlagen zu finden, ist stets ein komplexer und langwieriger Prozess. Dass nun bereits die ersten Mieter den historischen Bestand beleben werden, ist ein sehr positives Signal für die Zukunft und zahlreiche andere Projekte im denkmalgeschützten Kontext."

Infrastruktur für Wohnen und Arbeiten

Das Gesamtkonzept basiert auf einem Masterplan, der Wohnen, Arbeiten, soziale Infrastruktur und Grünflächen miteinander verbinden soll. Ein Teil der Flächen ist für Gewerbe, Büros, Handel und Dienstleistungen vorgesehen, wodurch Arbeitsplätze direkt im Stadtteil entstehen sollen. Erdgeschosszonen mit Geschäften, Cafés und Restaurants sollen zusätzlich zur urbanen Atmosphäre beitragen. "Mit dem Sommerfeld entsteht ein neuer, durchmischter und lebendiger Stadtteil von Linz. Die Planung des Gesamtprojekts basiert auf einem Masterplan, der eine urbane Mischung aus Wohnen, Arbeiten, sozialer Infrastruktur und großzügigen Grünflächen vorsieht. Diese ausgewogene Mischung soll für ein lebendiges Leben im Sommerfeld sorgen und Pendlerströme nachhaltig reduzieren", erklärt Georg Adam Starhemberg, Vorstandsvorsitzender der WSF Privatstiftung. 

Zur sozialen Infrastruktur zählen Krabbelstube, Kindergarten, Volksschule und Hort. Bereits im April 2025 wurde ein Gesundheitszentrum mit integriertem Primärversorgungszentrum eröffnet. Dort arbeiten fünf Allgemeinmediziner:innen, unterstützt von 20 Gesundheitsfachkräften sowie einer Apotheke.

Grünräume und Nachhaltigkeit

Mit dem Sommerpark entsteht eine zentrale Grün- und Erholungsfläche, die gemeinsam mit den Traunauen und der Anbindung an den Schlosspark ein zusammenhängendes Freiraumsystem bilden soll. Geplant sind unter anderem Spielplätze, ein Tischtennistisch und eine Lagerfeuerstelle.

Christian Mitterhauser, Vorstand der WSF Privatstiftung, unterstreicht die Bedeutung der Freiraumgestaltung: "Die Freiraumplanung war für uns von Beginn an ein integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts. Damit eine echte Parkatmosphäre entsteht, haben wir besonderes Augenmerk daraufgelegt, die groß gewachsenen Bäume des Altbestands so weit wie möglich zu schützen. Darüber hinaus haben wir Obstbäume gepflanzt, zur freien Entnahme für die Bewohner:innen vor Ort – auch das ist ein bewusst verankerter Teil unseres Konzepts."

Eine zweigeschossige Tiefgarage mit 299 Stellplätzen soll oberirdisch verkehrsberuhigte Bereiche mit Aufenthalts- und Spielflächen schaffen. Die Gebäude erfüllen laut der WSF Privatstiftung hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards und entsprechen den Kriterien der Klimaaktiv-Zertifizierung des Bundesministeriums für Klimaschutz und Umwelt. Auf den Dächern wurden Photovoltaikanlagen installiert, die als gemeinschaftliche Erzeugungsanlage betrieben werden. 

Mit dem abgeschlossenen ersten Bauabschnitt ist der Startschuss für die weitere Entwicklung des neuen Stadtteils gefallen. In den kommenden Jahren soll das Sommerfeld Schritt für Schritt weiterwachsen.

LEADERSNET war beim Pressetermin. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.sommerfeld.at

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