Stadt-Land-Gefälle bei Mobilität
Eigenes Auto bleibt im Alltag vieler Österreicher unverzichtbar

Fast zwei Drittel der Österreicher:innen sind laut einer aktuellen Umfrage auf ihren Pkw angewiesen. Besonders hoch (83 %) ist die Abhängigkeit in zwei Bundesländern. In Wien hingegen kommt nur rund ein Drittel ohne Alternativen aus.

Steigende Mobilitätskosten, Ausbauprogramme im öffentlichen Verkehr und klimapolitische Zielsetzungen prägen derzeit die verkehrspolitische Debatte. Ungeachtet dessen bleibt der Pkw für viele Haushalte ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags – insbesondere außerhalb urbaner Zentren.

Laut einer aktuellen Trendumfrage von Integral im Auftrag von AutoScout24 (siehe Infobox) ist mehr als ein Drittel der Befragten im Alltag vollständig auf das Auto angewiesen, weitere 30 Prozent stark. "In Summe sind damit rund 63 Prozent der Österreicher:innen nach wie vor auf das Auto angewiesen – sei es für den Arbeitsweg, Einkäufe oder andere alltägliche Erledigungen", erklärt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich. Trotz wachsender Alternativen bleibe das eigene Fahrzeug für viele ein zentraler Bestandteil persönlicher Mobilität.

Regionale Unterschiede deutlich sichtbar

Besonders ausgeprägt zeigt sich die Abhängigkeit der Umfrage zufolge in Niederösterreich und im Burgenland: Je 83 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig auf den Pkw angewiesen zu sein – Höchstwerte im Bundesländervergleich. Tirol und Vorarlberg folgen mit je 70 Prozent, Oberösterreich und Salzburg mit jeweils 68 Prozent. Steiermark und Kärnten liegen mit je 59 Prozent darunter.

Anders stellt sich die Situation in Wien dar. Dank eines engmaschigen Netzes aus U-Bahn, Straßenbahn und Bus benötigen lediglich 31 Prozent der Wiener:innen das Auto im Alltag zwingend.

Unterschiede nach Geschlecht und Alter

Im Geschlechtervergleich betonen Frauen häufiger die Notwendigkeit eines eigenen Pkw: Rund 70 Prozent geben an, im Alltag darauf angewiesen zu sein, gegenüber 56 Prozent der Männer. Als mögliche Ursachen gelten komplexere Alltagswege, etwa durch Betreuungspflichten oder mehrere Zwischenstopps.

Auch unter jungen Erwachsenen bleibt individuelle Mobilität bedeutsam. 67 Prozent der 18- bis 29-Jährigen erklären, im Alltag nur schwer auf ein Auto verzichten zu können. Insbesondere beim Einstieg in Ausbildung oder Berufsleben – vor allem außerhalb urbaner Zentren – spiele Flexibilität eine entscheidende Rolle, so die Interpretation der Studienautor:innen.

Pkw-Verbreitung im EU-Vergleich

Mit 569 Pkw pro 1.000 Einwohner:innen lag Österreich 2024 laut Eurostat knapp unter dem EU-Durchschnitt von 578 Fahrzeugen und damit im europäischen Mittelfeld. Deutlich höhere Motorisierungsraten verzeichnen etwa Liechtenstein mit 767 Pkw pro 1.000 Einwohner:innen, Italien mit 701 sowie Luxemburg mit 670. Vergleichbar zeigt sich die Situation mit Frankreich oder Griechenland, die jeweils auf 579 kommen. Deutlich darunter liegen unter anderem Dänemark, Schweden und Irland.

www.autoscout24.at

Über die Trendumfrage

Für die Trendstudie hat die Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 für AutoScout24 500 österreichische Autobesitzer:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Trendumfrage

Für die Trendstudie hat die Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2026 für AutoScout24 500 österreichische Autobesitzer:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

leadersnet.TV