Fotos der Veranstaltung
Wiener Ballsaison 2025/26 brach alle Rekorde

Die Wiener Tanzparkette glänzen heuer heller als je zuvor, denn erstmals wurden über 600.000 Besucher:innen gezählt – eine bisherige Bestmarke bei Gästen und Umsatz. 

Die Ballsaison 2025/26 hat die Versprechen gehalten und hat, wie bereits Ende des vergangenen Jahres durch eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien prognostiziert (LEADERSNET berichtete), einen neuen Rekord bei Gästen und Umsatz erzielen können. 

So wurden erstmals über 600.000 Besucher:innen auf den Bällen der Bundeshauptstadt begrüßt und auch die Umsätze sind weiter in die Höhe gegangen. "Die Erwartungen an die Ballsaison waren hoch und wurden erfüllt. Unsere bereits optimistischen Prognosen wurden sogar leicht übertroffen", zeigte sich Dominic Schmid, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, erfreut. 

Zuwachs aus dem Ausland 

Mit insgesamt 605.000 Gästen aus dem In- und Ausland tanzten heuer rund 35.000 Menschen mehr auf den Wiener Tanzparketten als noch im Vorjahr. Und auch die Umsätze konnten von 205 Millionen Euro im Jahr 2024/25 auf knapp 240 Millionen Euro gesteigert werden. 

Insbesondere die Zahl der ausländischen Besucher:innen auf den Wiener Bällen sei heuer erfreulich gewesen. So war knapp ein Drittel der Ballbesucher:innen nicht aus Österreich. "Ausländische Gäste kaufen natürlich auch die Balltickets, gehen Essen und nehmen Taxis, so wie die Wiener Ballbesucher:innen. Aber dazu kommen noch die Hotels, und das gleich für zwei bis drei Nächte. Das wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche Komponente der Ballsaison aus", so Schmid. 

Effekte ausländischer Besucher:innen

Welche Effekte die ausländischen Besucher:innen über die kommenden Jahre haben werden, soll eine neue Studie der Wirtschaftskammer Wien untersuchen. Dabei wird einerseits mit Ballveranstalter:innen zusammengearbeitet und zum anderen wurden auch direkt auf einzelnen Bällen der letzten Wochen bereits Erhebungen durchgeführt. "Die bisherigen Resultate sind ein erster Zwischenstand, es zeigt sich, dass rund 32 Prozent der Besucher:innen auf den großen Bällen aus dem Ausland kommen. Und bei der Länderbilanz der ausländischen Gäste führt Deutschland vor der Schweiz, den USA und Japan, dahinter folgen Großbritannien, Kroatien und Italien. Man sieht: Die Wiener Ballsaison ist rund um den Erdball bekannt, wir wissen auch von Ticketverkäufen bis nach Australien", erklärte der Obmann. 

Damit beweise die Wiener Ballsaison auch ihre internationale Strahlkraft – österreichweit bestehe aber noch Potenzial, wie Schmid meinte: "Aus den Bundesländern kommen weniger Gäste auf die Wiener Bälle."

Die richtige Mischung

Dass weit mehr Tickets für Wiener Bälle im Ausland abgesetzt werden können, weiß auch "Benimm-Papst" und Tanzschulbesitzer Thomas Schäfer-Elmayer: "Die Strahlkraft Wiens und der Bälle ist ungebrochen und sie wächst weiter. Denn das, was die Bälle so unverwechselbar macht, ist ja das Wienerische: die Stimmung, der Charme, das Sehen-und-Gesehen-Werden. Wobei mittlerweile ein gewisses internationales Flair auch dazugehört. Es kommt auf die richtige Mischung an und die ist bei jedem Ball eine andere." Weiter heißt es: "Das Wiener Flair war früher sogar beim Silvesterball in der Hofburg noch zu spüren, obwohl dort vermutlich 80 Prozent der Gäste aus dem Ausland stammten. Manch andere Bälle, wie etwa der Philharmonikerball, sind österreichischer geprägt, aber ich bin überzeugt, auch er verträgt die Gäste aus dem Ausland."

Auch wenn international noch mehr Tickets für die Bälle abgesetzt werden könnten, zeigen sich die Veranstalter:innen diesbezüglich eher zögerlich. "Ich habe selbst jedes Jahr viele Anfragen von Gruppen aus der ganzen Welt. Aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Tickets für die Bälle, gerade weil derzeit auch die Redoutensäle noch immer nicht zur Verfügung stehen – und damit die Kapazität der Hofburg stark eingeschränkt ist. Und deswegen geben wir da dann natürlich den Wiener:innen den Vorzug", so Schäfer-Elmayer. 

Einen Eindruck von der Veranstaltung mit Dominic Schmid und Thomas Schäfer-Elmayer können Sie sich mittels Galerie verschaffen. 

Zudem sehen Sie die Fotogalerien der heurigen Ballsaison. 

www.wko.at/wien

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