Milliarden-Invest
Neue Finanzierungsplattform Cloover startet in Wien

Mit einer Kombination aus smarter Software und einem milliardenschweren Kapitalstock will das Start-up den österreichischen Solarmarkt revolutionieren. Die Plattform unterstützt lokale Installationsbetriebe bei der Digitalisierung ihrer Verkaufsprozesse und bietet Kund:innen maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle für PV-Anlagen und Wärmepumpen.

Cloover, ein Climate-FinTech-Unternehmen, das Installationsbetrieben eine Software- und Finanzierungsplattform zur Verfügung stellt, startet in Österreich und eröffnet demnächst ein Büro in Wien. Ziel des Start-ups sei es, kleineren und mittleren Installationsbetrieben zu helfen, Projekte rund um Photovoltaik (PV-Anlagen), Batteriespeicher, Wärmepumpen und Ladeinfrastrukturen effizienter abzuwickeln und Privathaushalten gleichzeitig ein passendes Finanzierungsmodell anzubieten. 

Viele Handwerksbetriebe würden noch immer mit hohem manuellem Aufwand und nur geringer Automatisierung durch Software arbeiten, das bremse dezentrale, erneuerbare Energielösungen in Einfamilienhäusern aus. Gleichzeitig würde der Umsteig auf Wärmepumpen und PV-Anlagen in Haushalten oft an der Finanzierung scheitern, da hohe Einmalinvestitionen und sich ständig ändernde Förderprogramme zu langen Entscheidungsprozessen führen würden, was Projekte verhindere oder verzögere, obwohl die Nachfrage und der Bedarf vorhanden sei. 

Durchgängiger Prozess

Cloover will eben hier ansetzen und die Herausforderungen von Handwerksbetrieben sowie Hausbesitzer:innen in einem durchgängigen Prozess bündeln. Demnach erstellen Installationsbetriebe standardisierte Angebote, dokumentieren Projektschritte digital und steuern die Abwicklung strukturiert. Parallel sollen Finanzierungslösungen für Endkund:innen zur Verfügung stehen, sodass Haushalte nicht getrennt bei Banken oder Förderstellen starten müssen, sondern früh einen Überblick über die leistbare Umsetzung erhalten. Das beschleunige Entscheidungen, sorge für Transparenz und reduziere Reibungsverluste zwischen Planung, Finanzierung und Installation. 

Handwerksbetriebe sollen auf diese Weise weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für die Ausführung bekommen, da die Plattform Angebot und Abwicklung vereinfache, die Projektübersicht verbessere und Prozesse auch bei wachsender Nachfrage handhabbar halte. Privathaushalte sollen zudem durch Zugang zu klimafreundlichen Wärmepumpen und erneuerbarer Energie profitieren. Das heißt, statt einer hohen Einmalzahlung sollen PV-Anlagen und Wärmepumpensysteme mit Cloover über monatliche Raten finanziert werden. Was wiederum weniger Startkosten und mehr Planbarkeit verspreche. 

Teil der Wachstumsstrategie

Dass Cloover nun auch in Österreich Fuß fassen will, gehört zur europäischen Wachstumsstrategie des Unternehmens und werde durch eine kürzlich abgeschlossene Finanzierung ermöglicht. So hat sich das Unternehmen eine Series-A-Finanzierung über 22 Millionen US-Dollar sowie eine Fremdkapitalfazilität in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar sichern können. Ergänzt werde dies durch eine 300-Millionen-Euro-Garantie des Europäischen Investitionsfonds (EIF). Insgesamt belaufen sich die Kapitalzusagen somit eine Summe von 1,222 Milliarden US-Dollar. 

In Österreich wird Sebastian Dorfer den Aufbau und die Leitung verantworten, teilte das Unternehmen mit. In den kommenden Wochen soll das Wiener Büro schließlich schrittweise ausgebaut werden, um Vertrieb, Partnerbetreuung und operative Umsetzung hierzulande zu stärken, heißt es. "Die Technik für Photovoltaik und Wärmepumpen ist etabliert – entscheidend ist, dass Betriebe Projekte noch effizienter umsetzen können und sie für Haushalte leistbarer werden", so Jodok Betschart, Mitgründer und CEO von Cloover. "Österreich ist ein Markt mit viel handwerklicher Kompetenz und einer großen Nachfrage nach dezentralen Energielösungen."

Weitere Pläne von Cloover

Darüber hinaus plant Cloover die Einführung von "Cloover Pay", einer Materialfinanzierungslösung für Installationsbetriebe sowie den weiteren Ausbau der Software- und Finanzierungsplattform. Ziel sei es, Betrieben mehr Spielraum bei Vorfinanzierung und Beschaffung zu geben sowie Haushalten eine möglichst planbare Umsetzung zu ermöglichen. 

www.cloover.co

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