Ernährungstrends
Veganuary: 600.000 machten heuer in Österreich mit

Die Veganuary-Kampagne verzeichnet heuer eine neue Rekordbilanz. Weltweit probierten rund 30 Millionen Menschen eine vegane Ernährung aus. In Österreich beteiligten sich laut repräsentativer Umfrage acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

 

Die internationale Organisation Veganuary stützt sich auf repräsentative Umfragen in zwölf Kernkampagnenländern sowie auf aktuelle Bevölkerungsschätzungen. Insgesamt wurden 13.529 Erwachsene zwischen 20. und 29. Jänner 2026 befragt. In den USA nahmen zusätzlich 2.000 Personen an einer Online-Umfrage teil. In Österreich fand der Veganuary 2026 zum dritten Mal offiziell statt. Die Umfrage unter 1.004 Erwachsenen ergab, dass sich acht Prozent der Bevölkerung im Jänner vegan ernährten. Hochgerechnet entspricht das knapp 600.000 Menschen. Für Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft Österreich, ist klar: "Der Veganuary ist längst im Mainstream angekommen."

Handel meldet starke Nachfrage nach pflanzlichen Produkten

Auch im Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich das wachsende Interesse. Spar Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann berichtet von einem erfolgreichen Kampagnenmonat: "Pflanzliche Ernährung ist längst kein Nischenthema mehr." Besonders gefragt waren Tofu-Varianten, vegane Süßwaren sowie Neuheiten wie veganer Leberkäse. Von Hofer heißt es, man biete Kund:innen auch über den Aktionsmonat hinaus ein qualitatives pflanzliches Sortiment zum leistbaren Preis. Als Highlight wird veganes Faschiertes genannt, ebenso erfreulich entwickelten sich vegane Aufstriche der Marke Zurück zum Ursprung.

Auch neue Produkte sorgten für Aufmerksamkeit. Ikea Österreich führte Falafelbullar ein, Dönermeister präsentierte einen pflanzlichen Kebab und Ritter Sport ergänzte das Sortiment um die Sorte Tropical Coconut. In Deutschland berichteten Handelsketten wie Rewe, Lidl und Edeka sogar von zeitweiser Tofu-Knappheit.

Keine Trendwende in Sicht

Laut Veganer Gesellschaft Österreich behalten viele Teilnehmende ihre pflanzlichen Essgewohnheiten langfristig bei. Der Anteil an Flexitarier:innen steige weiter an, ebenso die Absatzzahlen pflanzlicher Produkte im Einzelhandel." 

Für mediale Aufmerksamkeit sorgte in Wien zudem die Aktion "Wurst isst Wurst" des Würstelstand-Betreibers Mike Lanner. Zwei seiner drei Standorte stellten einen Monat lang vollständig auf ein pflanzliches Sortiment um. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde der Veganuary kurzerhand zum "Vebruary". Das vegane Angebot von Bosna bis Kimchi Dog bleibt vorerst bestehen.

Gegründet wurde Veganuary 2014 in Großbritannien. Heute ist die gemeinnützige Organisation mit offiziellen Kampagnen in zwanzig Ländern aktiv und versteht sich als Treiberin der globalen Ernährungswende. Die Zahlen 2026 zeigen: Pflanzliche Ernährung ist kein kurzfristiger Hype, sondern ein stabiler Bestandteil im Einkaufswagen vieler Konsument:innen.

www.vegan.at

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