CBRE-Studie
Wohnen bleibt 2026 wichtigste Anlageklasse für europäische Investoren

| Redaktion 
| 10.02.2026

Eine aktuelle Studie von CBRE zeigt steigendes Vertrauen, wachsende Transaktionserwartungen und eine besonders hohe Kaufbereitschaft auch am österreichischen Markt.

Wohnimmobilien stehen auch im Jahr 2026 an der Spitze der europäischen Immobilieninvestitionen. Das geht aus der "CBRE European Investor Intentions Survey 2026" hervor, für die der internationale Immobiliendienstleister CBRE europaweit 698 Investor:innen befragt hat. Damit belegt die Assetklasse Wohnen bereits zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz im Ranking.

Ausschlaggebend sind laut Studie vor allem die anhaltend starke strukturelle Nachfrage, ein begrenztes Angebot sowie stabile langfristige Fundamentaldaten. Parallel dazu verbessert sich die allgemeine Marktstimmung, und die Erwartungen an die Transaktionsaktivität ziehen an.

Steigendes Vertrauen und höhere Aktivitätserwartungen

Sowohl bei inländischen als auch bei grenzüberschreitenden Investments liegt Wohnen vor den Bereichen Logistik und Büro. Gründe dafür sind stabilisierende Preise sowie eine bessere Verfügbarkeit von Fremdkapital.

"Das verbesserte Investorenvertrauen in europäische Immobilien spiegelt stabilisierende Preise und eine breitere Verfügbarkeit von Fremdkapital wider. Wohn-Assets stehen weiterhin im Zentrum der Investorenstrategien, während sich Kapital zunehmend auf Märkte mit soliden Fundamentaldaten und langfristigem Wachstumspotenzial konzentriert", sagt Tasos Vezyridis, Executive Director und Head of Research UK & Irland sowie Kontinentaleuropa bei CBRE.

Nahezu neun von zehn Befragten gehen davon aus, dass ihre Ankaufstätigkeit im Jahr 2026 steigen oder zumindest stabil bleiben wird. Auch auf der Verkaufsseite erwarten 83 Prozent eine gleichbleibende oder zunehmende Aktivität. Sinkende Finanzierungskosten und attraktive Einstiegspreise werden dabei als wichtigste positive Marktfaktoren genannt.

Südeuropa rückt stärker in den Fokus

Besonders stark profitiert Südeuropa vom zunehmenden grenzüberschreitenden Investoreninteresse. Spanien wird von den Befragten als jenes Land mit den höchsten erwarteten Gesamtrenditen im Jahr 2026 eingeschätzt. Ausschlaggebend dafür sind laut CBRE robuste makroökonomische Rahmenbedingungen sowie die hohe Nachfrage nach Wohnraum in Städten wie Madrid und Barcelona. Das Vereinigte Königreich folgt auf Platz zwei, Polen auf Rang drei. Italien verbessert sich im Vergleich und erreicht Platz vier.

Städte mit hoher Marktliquidität gefragt

Auf Stadtebene bleibt London der attraktivste Standort für grenzüberschreitende Immobilieninvestitionen in Europa. Neben Madrid und Barcelona zählen auch Warschau und Mailand zu den fünf bevorzugten Städten. Laut Studie spiegelt dies die wachsende Nachfrage nach liquiden Märkten mit langfristiger Widerstandsfähigkeit und Wertsteigerungspotenzial wider.

Nachhaltigkeit als zentraler Werttreiber

Bei den Anlagestrategien dominieren weiterhin Value-add- und Core-plus-Ansätze. Diese werden durch stabilisierende Preise sowie Potenziale zur Ertragssteigerung unterstützt. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Thema Nachhaltigkeit. Eine große Mehrheit der Investor:innen sieht ESG-Initiativen als wesentlichen Faktor für die Wertschöpfung, insbesondere durch die Nachrüstung bestehender Gebäude. Nachhaltigkeitsmerkmale fließen zunehmend direkt in die Preisbildung und die Auswahl von Assets ein.

Positive Aussichten für den österreichischen Markt

Auch der österreichische Immobilienmarkt profitiert von der verbesserten Stimmung. In der Studie wurden 66 Marktteilnehmer:innen zu ihren Erwartungen für Österreich befragt. Mehr als die Hälfte der Investor:innen plant, im Jahr 2026 mehr Immobilien zu erwerben als im Vorjahr, während 35 Prozent ein gleichbleibendes Investitionsvolumen angeben. Lediglich zehn Prozent rechnen mit einem Rückgang.

"Die Ergebnisse der europaweiten Befragung spiegeln gut die anziehende Dynamik auf dem österreichischen Investmentmarkt wider", sagt Lukas Schwarz, Geschäftsführer bei CBRE Österreich. Bereits im Jahr 2025 wurden in Österreich Immobilieninvestments in Höhe von 4,1 Milliarden Euro registriert, was einem Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

www.cbre.at

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