Fotos der Premiere
"Luisa Miller" kehrte nach 35 Jahren an die Wiener Staatsoper zurück

Musikalisch eine Sternstunde, szenisch eher ein Rätsel. Unter der Leitung von Michele Mariotti bewies die Kultureinrichtung bei der Aufführung Weltklasse-Niveau. Doch die eigenwillige Ästhetik der Neuproduktion spaltete das Premierenpublikum. 

Nach 35 Jahren Abwesenheit kehrte Giuseppe Verdis "Luisa Miller" am 7. Februar 2026 zurück an die Wiener Staatsoper. Die Aufführung war dabei geprägt von einem extremen Kontrast zwischen musikalischer Begeisterung und szenischer Ablehnung, denn während das Ensemble vom Publikum bejubelt wurde, erntete das Regieteam Buhrufe. 

Buhrufe für die Optik, Jubel für Verdi

Die Besetzung wurde als erstklassig gefeiert. Die US-amerikanische Sopranistin Nadine Sierra etwa triumphierte in der Titelrolle mit stimmlicher Brillanz. Freddie De Tommaso überzeugte mit tenoraler Strahlkraft ebenfalls als Rodolfo und George Petean sorgte als Miller für emotionale Ankerpunkte. Und auch Michael Mariotti am Pult des Staatsopernorchesters wurde für seine leidenschaftliche Interpretation gelobt. 

Kritik gab es dafür für die Inszenierung von Philipp Grigorian. Der Regisseur entschied sich gegen eine konservative Umsetzung und bot bei der Ästhetik eine Mischung aus schrillen Kostümen, skurrilen Elementen wie Straßenbahnhaltestellen am Bühnenrand sowie surrealen Ballett-Einlagen und stieß damit bei so manchen Teilen des Publikums auf Unverständnis. 

Ein kontrastreicher Abend

Somit war die Premiere von "Luisa Miller" ein Abend der Extreme. Während die visuelle Umsetzung durch Grigorian die Publikumsmeinung spaltete und Diskussionen entfachte, war die musikalische Qualität über jeden Zweifel erhaben. Damit siegte letztendlich die Musik über die Inszenierung, und das Stück zeigte sich trotz aller Kritik als Plädoyer für Verdis unterschätztes Meisterwerk. 

Einen Eindruck von der Premiere von "Luisa Miller" können Sie sich mittels Galerie verschaffen. 

www.wiener-staatsoper.at

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