Historische Persönlichkeiten als Zungenbrecher
So oft wird die richtige Aussprache von Mozart und Co. gegoogelt

| Larissa Bilovits 
| 05.02.2026

Eine neue Studie hat anhand globaler Google-Suchanfragen analysiert, welche historischen Persönlichkeiten international für die meisten Unsicherheiten bei der korrekten Aussprache sorgen. Im deutschsprachigen Ranking findet sich der österreichische Komponist auf Platz vier. 

Mozartkugeln ziehen Menschen aus aller Welt nach Salzburg. Doch ihr Namensgeber – Wolfgang Amadeus Mozart – scheint für viele ein echter Zungenbrecher zu sein. Darauf deutet jedenfalls eine aktuelle Studie von Nachhilfeunterricht hin, die anhand von Google-Suchanfragen analysiert hat, welche historischen Persönlichkeiten mit ihrer Aussprache regelmäßig für Schwierigkeiten sorgen. 

Deutschsprachige Persönlichkeiten als internationale Zungenbrecher

Konkret wurde das globale Suchvolumen zu Anfragen wie "Wie spricht man [Name] aus?" oder "[Name] Aussprache" analysiert. Unter den deutschsprachigen Namen landet Mozart auf Platz drei – demnach wird monatlich 890 Mal nach der korrekten Aussprache des Komponisten gesucht. Für Verwirrung dürfte bei Nicht-Muttersprachler:innen vermutlich vor allem der Mittelname "Amadeus" sorgen. Die korrekte Aussprache lautet übrigens [Vòlfgang Amadèus Mòzart].

Für noch größere Unsicherheiten sorgt jedoch die Aussprache von Marie Antoinette, die sich mit 2.810 monatlichen Suchanfragen den ersten Platz im deutschsprachigen Ranking sichert. Probleme dürften hier wohl die französische Aussprache [Marì Antwànette] der in Österreich geborenen Königin Frankreichs bereiten. Ebenfalls auf dem Stockerl – ex aequo mit jeweils 1.650 monatlichen Suchanfragen – landen der deutsche Physiker Albert Einstein [Àlbert Ain-shtàin] sowie der Komponist Ludwig van Beethoven [Lùdvig fan Bèetohfen]. Diese mögen für uns auf den ersten Blick zwar einfach wirken, doch ihre germanischen Aussprachen – bei Einstein das "Ein" und bei Ludwig van Beethoven die "W"- und "th"-Laute – bringen Nicht-Muttersprachler:innen rund um den Globus oft ins Stolpern. Abgerundet wird die Top 5 – nach Mozart – schließlich von Karl Marx [Kàrl Marks] mit 730 Suchanfragen. 

Antikes Griechenland dominiert globale Top 10

Im globalen Ranking zeigt sich wiederum, dass andere Sprachen noch größere Unsicherheiten bei Nicht-Muttersprachler:innen hervorrufen. So landet der griechische Philosoph Sokrates [Zòkrates] auf Platz ein – sage und schreibe 25.800 Mal im Monat wollen Menschen rund um den Globus wissen, wie man den antiken Denker richtig ausspricht. Und auch der Name auf Platz zwei stammt aus dem antiken Griechenland: Dabei handelt es sich um Aristoteles [Aristòtelees], der 17.500 monatliche Suchanfragen erreicht. Im Englischen wird er übrigens oftmals als "A-rìsto-tol" ausgesprochen, was für zusätzliche Verwirrung sorgen dürfte. Der letzte Stockerlplatz geht an den persischen König Xerxes [Ksèrkses], der als zentrale Figur in den griechisch-persischen Kriegen und bedeutendes Mitglied der Achämeniden-Dynastie fungierte und dessen Aussprache 14.800 Mal im Monat gesucht wird. 

Ebenfalls Schwierigkeiten bereiten dürften der griechische Mathematiker und Physiker Archimedes [Archi-mèdes] mit 14.080 Suchanfragen sowie der mongolische Khagan Dschingis Khan [Dschìngis Khaan] mit 12.400 Suchanfragen, die sich auf die Plätze vier und fünf einreihen. Ergänzt werden die globalen Top 10 durch den chinesischen Philosophen Konfuzius [Konfùtsi-oos] mit 11.680 Suchanfragen, den französischen Schriftsteller Montesquieu [Monteskiö] und den griechischen Historiker Thukydides [Tùküdidees] mit jeweils 9.280 Suchanfragen, die pakistanische Frauenrechtsaktivistin Malala Yousafzai [Malàla Jùsafzài] mit 8.800 Suchanfragen, den italienischen Maler und Bildhauer Michelangelo [Michèlangelo] mit 7.790 Suchanfragen sowie den niederländischen Künstler Vincent van Gogh [Finsènt Fàn Goch] mit 7.100 Suchanfragen.

www.nachhilfeunterricht.de

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV