Tradition zum Jahresauftakt
Julius-Raab-Weintaufe war heuer besonders hochkarätig besetzt

| Tobias Seifried 
| 08.01.2026

Gastgeber Wolfgang Ecker konnte bei der Tradition anlässlich des Starts des Wirtschaftsjahres unter anderem den Wirtschaftsminister und die geschäftsführende Vizepräsidentin der WKÖ begrüßen.

Der Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) hat mit der traditionellen Julius-Raab-Weintaufe das Wirtschaftsjahr 2026 eröffnet. Die Veranstaltung gilt seit Jahren als fixer Auftakt des neuen Arbeitsjahres und ist nach Julius Raab, Gründer des Wirtschaftsbundes und prägendem Architekten der Zweiten Republik, benannt. Sein Verständnis von Verantwortung, Leistung und wirtschaftlicher Eigenständigkeit bilde bis heute einen zentralen Referenzrahmen.

Jahresbeginn mit Zuversicht

WKNÖ-Präsident und WBNÖ-Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen für Betriebe: "Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie stark der Unternehmergeist in Niederösterreich ist." Unternehmer:innen würden Verantwortung übernehmen, investieren und ausbilden – über alle Branchen und Betriebsgrößen hinweg. Voraussetzung dafür seien Verlässlichkeit, Planungssicherheit und unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen.

Auch der Abgeordnete zum Nationalrat und WBNÖ-Direktor Harald Servus hob die Signalwirkung eines bewussten Starts ins neue Jahr hervor. Ein Jahresbeginn mit Zuversicht sei wichtig, zumal einzelne wirtschaftliche Kennzahlen – etwa bei Inflation oder internationalen Impulsen – erste positive Tendenzen zeigten. Zugleich machte er deutlich, dass 2026 "kein Selbstläufer" werde und es Budgetdisziplin, Reformbereitschaft sowie ein gemeinsames Verständnis für einen starken Wirtschaftsstandort brauche.

Der Julius-Raab-Wein 2026 ist ein Ried Bruck Riesling Smaragd aus dem Spitzer Graben vom Weingut Högl. Nach einem Festgottesdienst im Dom zu St. Pölten wurde der Wein von Thomas Renner, Abt des Stifts Altenburg, gesegnet.

Wirtschaftsminister als Weinpate

Die Patenschaft für den diesjährigen Wein übernahm Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Wolfgang Hattmannsdorfer. Die wirtschaftliche Lage bleibe trotz erster Anzeichen eines Aufschwungs herausfordernd, erklärte er. Ziel sei es, Leistung, Wettbewerb und Eigenverantwortung zu stärken und staatliche Eingriffe zu reduzieren. Die Bundesregierung arbeite an verbesserten Rahmenbedingungen, etwa durch die Reform des Strommarktes; als nächster Schritt stehe die Umsetzung der Industriestrategie an.

Zu den Ehrengästen zählten unter anderem VPNÖ-Klubobmann Kurt Hackl in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie die geschäftsführende Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Martha Schultz.

Verlässlichkeit als Um und Auf

Abschließend unterstrichen Ecker und Servus gemeinsam, Zuversicht entstehe dort, wo Verlässlichkeit gegeben sei. Wenn Politik, Verwaltung und Interessenvertretungen Verantwortung übernähmen und stabile Rahmenbedingungen schafften, würden Betriebe investieren, Arbeitsplätze sichern und Zukunftsperspektiven eröffnen. Den Abschluss bildeten die Vorstellung des Weins durch Winzer Georg Högl, die Verkostung einer Fassprobe sowie ein fachlicher Austausch.

www.wbnoe.at

www.weingut-hoegl.at

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