Auch heuer treffen sich Technik-Freund:innen aus aller Welt in der Glücksspielmetropole Las Vegas, wenn zahlreiche internationale Unternehmen ihre neuesten Innovationen vorstellen. Von alltagstauglich über durchaus praktisch bis zu absolut skurril ist alles dabei.
Las Vegas ist eigentlich als Glücksspielmetropole bekannt. Doch einmal im Jahr, traditionell Anfang Jänner, verwandelt sich die Wüstenstadt in einen regelrechten Pilgerort für Technik-Freaks. Sie alle wollen dabei sein, wenn zahlreiche Unternehmen im Rahmen der Technikmesse CES ("Consumer Electronics Show") ihre neuesten Innovationen vorstellen. Welche – teils skurrilen – Produkte und Techniktrends auf der heurigen Messe, die noch bis zum 9. Jänner geht, am meisten hervorstechen, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.
Von XXL-TV bis sprachgesteuerter KI-Kühlschrank
Mit gleich zwei Neuheiten wartete Samsung auf der Messe auf. Besonders der neue Fernseher "R95H" zog dabei alle Blicke auf sich: Mit einer Bildschirmdiagonale von 130 Zoll ist er so groß, dass er eher an eine mobile Kinoleinwand als an ein klassisches Wohnzimmergerät erinnert. Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt der ungewöhnliche Rahmen, der das Display nicht nur trägt, sondern auch beweglich macht. Zudem soll der TV dank der neuen Micro-RGB-Beleuchtung besonders leuchtende Farben und eine hohe Helligkeit liefern, während eine KI-Steuerung Bild und Kontrast laufend optimiert. Ergänzt wird das Ganze durch ein integriertes Soundsystem und smarte Funktionen. Preis und Marktstart ließ Samsung noch offen.
Darüber hinaus begeisterte Samsung mit einer neuen Reihe smarter Küchengeräte, allen voran der Kühlschrank namens "Bespoke AI Refrigerator Family Hub", der sich per Sprachbefehl öffnen lässt – praktisch, wenn beim Kochen beide Hände beschäftigt sind. Alternativ reagieren die Geräte auch auf Berührungen an der Front. Dazu kommt eine integrierte KI – genauer gesamt Google Gemini –, die erkennen soll, welche Lebensmittel im Kühlschrank liegen, und gleich passende Rezeptideen vorschlägt.
Ebenfalls auf Google Gemini setzt TCL bei seiner neuen Generation von SQD-Mini-LED-Fernsehern, die besonders schlanke Designs und verbesserte Bildqualität samt präziserer Hintergrundbeleuchtung, stärkeren Kontrasten und intensiveren Farben mit KI-Integration kombinieren sollen. Letztere soll das Fernseherlebnis personalisieren – von der Bildoptimierung bis zur Steuerung per Sprache. Mit der neuen X11L-Serie wolle sich TCL vor allem an Film- und Sportfans richten.
Noch größere Geschütze fuhren Sony und Honda auf, die ihre Pläne für ihr neues gemeinsames Elektroauto konkretisiert haben. Während Nvidia und Mercedes ein gemeinsames Robotaxi vorstellten (LEADERSNET berichtete), gab das Joint Venture Sony Honda Mobility bekannt, dass der Afeela 1 noch heuer erstmals an Kund:innen in Kalifornien ausgeliefert werden soll, weitere Märkte sollen 2027 folgen. Gleichzeitig präsentierte man einen Prototypen eines zweiten Modells, das 2028 erscheinen soll und als Crossover mit coupéartigem Heck etwas mehr Alltagstauglichkeit verspricht. Der Afeela selbst setzt dabei weniger auf klassische Autotugenden als auf Hightech-Inszenierung: riesige Displays im Cockpit, KI-gestützte Assistenzsysteme und ein Design, das eher an ein rollendes Gadget als an ein traditionelles Auto erinnert – und damit perfekt auf die Tech-Messe passt.
Und auch Garmin und Meta haben sich zusammengetan, um mehr Hightech auf die Straße zu bringen. Auf der CES zeigten die beiden Konzerne eine Studie, in der Autofunktionen nicht mehr per Touchscreen, sondern per Armband gesteuert werden: Das sogenannte Neural Band von Meta erkennt Muskelimpulse am Handgelenk und übersetzt sie in Befehle für Garmins digitales Cockpit. Ein kleiner Fingerzuck reicht so, um Musik zu wechseln, Menüs zu durchblättern oder Einstellungen anzupassen, und zwar ganz ohne Display-Gewische. Noch ist das System Zukunftsmusik, doch die Demo zeigt, wie Bedienkonzepte im Auto künftig fast schon unsichtbar werden könnten.
Dass Technik und Innovation nicht nur auf "Spielzeuge" für Erwachsene begrenzt ist, demonstrierte Lego auf der Messe anhand des neuen "Smart Play"-Systems, das die ikonischen Bausteine plötzlich lebendig werden lässt. Mit kleinen Chips in ausgewählten Steinen und Minifiguren reagieren die Sets auf Bewegungen, Licht oder andere Bauteile und erzeugen dazu passende Sound- und Lichteffekte. Den Anfang machen Star-Wars-Modelle, bei denen X-Wings surren, Tie Fighter dröhnen und ganze Szenen interaktiv zum Leben erwachen. Damit schlägt Lego eine Brücke zwischen analogem Bauen und digitalem Erlebnis für eine neue Generation.
Weniger als Spielzeug, sondern eher als Unterstützung im Alltag gedacht, ist der Tombot. Der täuschend echt wirkende Vierbeiner soll Menschen Gesellschaft leisten, die kein echtes Haustier halten können – etwa Senior:innen, Demenzkranke oder Kinder mit Autismus – und reagiert auf seinen Namen, einfache Sprachbefehle sowie mit über hundert verschiedenen Lauten. Entstanden ist die Idee aus einer sehr persönlichen Erfahrung des Gründers, dessen Mutter ihren Hund aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste.
Der Computer, der in einer Tastatur steckt
Auch in der Kategorie Computer und Gaming gab es einige Neuheiten auf der Messe, allen voran HP mit einem ungewöhnlichen Konzept: einem vollwertigen PC, der komplett in einer Tastatur steckt. Der neue Eliteboard G1a vereint Prozessor, Speicher und Anschlüsse in einem kompakten Gehäuse, das auf den ersten Blick wie eine ganz normale Tastatur aussieht. Gedacht sei das Gerät vor allem für den Business-Alltag, wo es klassische Thin Clients ersetzen soll, lässt sich aber dank austauschbarem Arbeitsspeicher und SSD flexibel anpassen. Strom bekommt der Mini-PC ganz einfach über ein einziges USB-C-Kabel, was ihn zum digitalen All-in-one-Werkzeug für den Schreibtisch machen soll.
Ein weiterer Hingucker am Schreibtisch – und zwar buchstäblich – ist zudem das neue Thinkbook Plus Gen 7 Auto Twist von Lenovo, das seinem Namen alle Ehre macht: Sein Display dreht sich nicht nur, sondern folgt dem:der Nutzer:in sogar automatisch mit seinen Augen – oder besser gesagt mit der Kamera. Der Bildschirm richtet sich je nach Sitzposition selbst aus, klappt sich auf Wunsch motorisiert auf und lässt sich sogar per Sprachbefehl in verschiedene Modi versetzen.
Zahlreiche Wegbegleiter:innen – darunter hochrangige Politiker:innen – folgten der Einladung des ehemaligen Nationalratspräsidenten, um gemeinsam auf sieben intensive Lebensjahrzehnte anzustoßen.
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Die Möglichkeit, Einkäufe erst später oder in Raten zu bezahlen, verleitet laut einer aktuellen Umfrage zu einem erhöhten Konsum. Besonders anfällig für diese Zahlungsmethode seien dabei 18- bis 29-Jährige sowie Frauen und Personen mit angespannten finanziellen Verhältnissen.