Für Kundenkontakt
SMS erlebt Comeback im Unternehmensalltag

| Larissa Bilovits 
| 07.01.2026

Was in Zeiten von WhatsApp und Co. lange als Auslaufmodell galt, gewinnt in einer weiterentwickelten Form plötzlich wieder an Relevanz. Besonders der Handel entdeckt den Kanal aktuell für sich und sieht darin frische Möglichkeiten für den direkten Kundenkontakt. 

In Zeiten von Messenger-Diensten wie WhatsApp und Co. haben klassische SMS zunehmend an Bedeutung verloren und galt lange als technisches Überbleibsel früherer Handyzeiten. Doch tatsächlich erlebt sie aktuell ein überraschendes Comeback in einer zeitgemäß weiterentwickelten Form: Die Rede ist von RCS ("Rich Communication Services"), das derzeit vor allem für Unternehmen an Relevanz gewinnt.

Vorteile für den Kundenkontakt

Konkret funktioniert die neue Technologie direkt über die auf Smartphones bereits vorinstallierte Nachrichten-App, über die auch herkömmliche SMS empfangen werden. Im Gegensatz zu SMS können mit RCS allerdings nicht nur Textnachrichten, sondern auch Bilder, Videos, interaktive Buttons oder Mini-Menüs ohne zusätzlich erforderliche App verschickt und geöffnet werden. 

Dies sei gerade für Unternehmen interessant, um mit Kund:innen zu kommunizieren, erläutert Leuart Isufi, Gründer des auf RCS spezialisierten Dienstleisters "RCSboost": "Das können Kampagnen mit visuellen Inhalten sein oder Statusmeldungen über Bestellungen. Aber auch Echtzeit-Support oder direkte Käufe im Chat sind möglich." Dies sei zwar beispielsweise auch über WhatsApp möglich, jedoch biete RCS einige Vorteile: "RCS ist häufig günstiger, Nachrichten können schneller und ohne die zusätzliche Freigabe durch Meta versendet werden", so Isufi und betont, dass es kein Entweder-oder sein müsse. "Viele Unternehmen nutzen beide Kanäle sehr erfolgreich."

Immer mehr Marken setzen auf RCS

In Deutschland etwa setzen bekannte Marken wie mömax, Metro, Urlaubspiraten, mydealz, Edeka oder Kaufland RCS bereits in der Kundenkommunikation ein. So versendet mömax seine Prospekte mittlerweile über diesen Kanal, während Edeka Deutschland völlig von WhatsApp auf RCS umgestiegen ist. Wenig verwunderlich, erreicht RCS in Deutschland doch laut Statista derzeit rund 89 Prozent der Smartphone-Nutzer:innen und zählt damit zu den reichweitenstärksten digitalen Kommunikationskanälen. In Österreich wiederum ist RCS aktuell nur auf Android-Geräten verfügbar – mit der Aktivierung auf iOS durch Magenta können hingegen zusätzlich über 700.000 iPhone-Nutzer automatisch freigeschaltet werden.

Laut dem Führungskräfte-Coach und ehemaligen Geschäftsführer von Penny und Nordsee, Ralf Teschmit, sei RCS besonders für den Handel relevant. Hier spiele die Suche nach neuen, direkten und datenschutzkonformen Wegen zur Kundenansprache eine zunehmend zentrale Rolle – und RCS stelle dafür eine unkomplizierte Lösung dar. "Kunden reagieren auf multimediale Inhalte. Und sie erwarten eine schnelle, vertrauensvolle und effektive Kommunikation, die auf ihre individuellen Bedürfnisse eingeht", so Teschmit.

www.rcsboost.com

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