Mittels neuer Dokuserie
Taylor Swift verhilft kleinem französischem Weingut zu Rekordumsatz

Nur wenige Sekunden ist eine Flasche Sancerre des Weinguts Terres Blanches in der neuen Dokuserie des Superstars zu sehen. Unter den "Swifties" entwickelte sich der Wein in kürzester Zeit zum absoluten Verkaufsschlager. 

Im Dezember gab es für "Swifties", wie sich die Fans der Popikone Taylor Swift nennen, einiges zu sehen: Die Disney-Dokuserie "The End of an Era" bescherte den Anhänger:innen in sechs Folgen einen Einblick hinter die Kulissen des Phänomens der "The Eras Tour". Ein wohl bittersüßes Pflaster für die österreichischen Swifties, die im Sommer 2024 die Absage aller drei Wien-Konzerte infolge eines geplanten Terror-Anschlags hinnehmen mussten (LEADERSNET berichtete), erhielten sie doch endlich Antworten auf einige ihrer offenen Fragen, etwa wie die Sängerin sich damals diesbezüglich fühlte.

Swiftie-Ansturm auf kleines Weingut

Doch nicht nur die großen Momente der Serie sorgten für Aufmerksamkeit. Auch ein scheinbares Detail blieb vielen Fans nicht verborgen: So war etwa eine Flasche Sancerre des französischen Weinguts Terres Blanches wenige Sekunden im Bild. Dieser kurze Blick genügte, und schon wollten Swifties denselben Wein wie ihr Idol trinken – mit dem Ergebnis, dass der edle Tropfen, der rund 35 Euro pro Flasche kostet, in den USA nahezu sofort ausverkauft war.

"Es ist ziemlich verrückt. Das ist unbezahlbar", statuierte Winzer Laurent Saget von Terres Blanches gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Selbst wenn wir eine unserer Flaschen in einer Serie mit einem derart großen Publikum hätten platzieren wollen, hätten wir uns das niemals leisten können." Umso größer sei nun die Freude darüber, völlig unerwartet und kostenlos vom "Swift-Gütesiegel" zu profitieren – ein Glücksfall, den er selbst kaum fassen könne. Zwar kenne er die Musik der US-Sängerin nach eigenen Angaben gar nicht, dennoch ließ er es sich nicht nehmen, sie herzlich zu einem Besuch auf sein kleines Weingut im Dorf Bue im Loire-Tal einzuladen.

Das Phänomen der "Swiftonomics"

Dass Taylor Swift den Erfolg von Produkten unbeabsichtigt beflügelt, ist längst kein Einzelfall mehr – das Phänomen hat inzwischen sogar einen eigenen Namen: "Swiftonomics". Taucht etwa ein neues Bild des Superstars auf, ist die darauf von ihr getragene Kleidung oft binnen Minuten ausverkauft. Und auch zahlreiche Lokalitäten gerieten bereits durch Swift in den Fokus der Fans: So strömten Swifties jüngst etwa in ein Museum in Wiesbaden, da ein dort ausgestelltes Gemälde als Inspiration für das Video zu ihrer zuletzt veröffentlichten Single "The Fate of Ophelia" diente. Der Song "The Black Dog" wiederum sorgte für einen regelrechten Besucheransturm in einem gleichnamigen Londoner Pub. Und auch in Wien wirkt dieser Einfluss bis heute nach: Immer noch pilgern zahlreiche Swifties zum "Friendship Tree" in der Corneliusgasse, wo sie sich damals nach den Konzertabsagen – inspiriert vom Song "Cornelia Street" – zum Singen, Tanzen und gegenseitigen Trösten trafen. Davon profitieren auch heute noch die umliegenden Lokale.

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