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IAA Expertentalk präsentierte die Studie "Was Frauen wollen..."

| Redaktion 
| 24.03.2024

Die gesamte MarCom-Branche klagt über einen eklatanten Fachkräftemangel. Frauen spielen bei der Problemlösung eine entscheidende Rolle, vorausgesetzt man kennt ihre wahren "Needs" am Arbeitsplatz. Was diese sind, wurde nun erörtert.

In Zeiten des allgegenwärtigen Personalmangels entscheidet der Wettbewerb um die Top-Talente am Arbeitsmarkt über Erfolg oder Misserfolg. Unternehmen müssen sich anstrengen, um die besten Mitarbeiterinnen im Unternehmen halten zu können und neue "High Potentials" am Bewerberinnenmarkt zu finden bzw. von der Konkurrenz abzuwerben, so der Tenor am IAA Expertentalk. Die Befragungsergebnisse der unlängst vorgestellten Studie "Best Workplaces for Women 2024" (LEADERSNET berichtete) würden zeigen, dass es sich durchaus lohne, ein Umfeld zu schaffen, das auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen optimal abgestimmt ist.

Was Frauen wollen…

Ganz oben steht der Wunsch, dass das Top-Management eine vorbildhafte Rolle einnimmt und sich Führungskräfte für Vorschläge und Ideen interessieren und darauf eingehen. Frauen ist es besonders wichtig, dass diejenigen befördert werden, die es tatsächlich verdienen, sie wollen angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt und in Entscheidungsprozesse miteinbezogen zu werden. Flexibilität, ein guter Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben und eine vertrauensvolle, zukunftsorientierte Arbeitskultur sind weitere Punkte, die aus weiblicher Sicht erfüllt sein sollten.

… und was Unternehmen davon haben

Es ist schnell auf den Punkt gebracht: Unternehmen profitieren von der erhöhten Arbeitsleistung und Produktivität der Mitarbeiterinnen, die sich in umfassendem Sinne erkannt und gefördert fühlen. Zudem bewerben zufriedene Angestellte ihren Arbeitsplatz häufiger und aktiver. Sie sind positive Fürsprecherinnen und Markenbotschafterinnen und ziehen damit andere weibliche Spitzenkräfte an.

Stephanie Thaller, Head of Marketing von Great Place To Work: "Dass Frauen andere Bedürfnisse im Beruf haben, ist hinlänglich bekannt. Wer diese wichtige Zielgruppe im Employer Branding besonders ansprechen will, sollte auf Authentizität setzen."

Senior Manager & Culture Coach Christian Trübenbach ergänzt: "Es gibt empirisch nachweislich Unterschiede zwischen Frauen und Männern, ganz ohne Stereotypen. Frauen wünschen sich vor allem mehr Sichtbarkeit im Unternehmen und integre Führungskräfte. Der Arbeitgeber, der das schon antizipiert hat, ist klar im Vorteil."

IAA-Präsidentin Kristin Hanusch-Linser abschließend: "Die MarCom-Branche ist weiblich, aber eben noch immer nicht in den Führungsetagen. Umso wichtiger ist es, Role-Modeling ernst zu nehmen. Dass das geht, zeigt in diesem Jahr eine Marketingagentur, nämlich e-dialog, die zu Recht zum Best Workplace for Women gekürt wurde."

An der von Kristin Hanusch-Linser moderierten, angeregten Diskussion nahmen unter anderen teil: Peter Pirkner (OMV), Kathrin Feher (ORF-Enterprise), Hermann Sporrer (sheconomy), Andrea Fuhrmann (Savencia), Ralf Kober (Springer & Jacoby), Dagmar Grimus-Leitgeb (Elephants Jump), Daniela Fuks (Fuks Communications), Sylvia Recsey-Kaplan (Dr. Falk Pharma), Dagmar Lang (Kommunikationsberatung) und Jörg Spreitzer (Great Place To Work).

Fotos von der Veranstaltung gibt es hier.

www.iaa-austria.at

www.greatplacetowork.at

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