911 erstmals als Hybrid
Porsche startet 2024 seine bisher größte Modelloffensive

| Tobias Seifried 
| 12.03.2024

Der Sportwagen- und SUV-Hersteller greift heuer mit vier neuen bzw. aufgewerteten Modellreihen an. Erstmals wird der 911 (teilweise) unter Strom gesetzt. Zudem wurden für die nächsten Jahre weitere reine Stromer und ein neues SUV-Flaggschiff angekündigt.

Die Porsche AG hat am Dienstag die Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 präsentiert und dabei auch die laut eigenen Angaben größte Modelloffensive ihrer Unternehmensgeschichte angekündigt. So wird es heuer Neuanläufe in vier Baureihen geben. "Wir haben ein starkes Geschäftsjahr hinter uns. 2024 starten wir eine beispiellose Produktoffensive. Wir bringen eine Vielzahl an emotionalen Sportwagen auf die Straße, die unsere Kund:innen weltweit begeistern werden. Das gibt uns Rückenwind für die kommenden Jahre", sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Blume.

Solide Zahlen

Der Konzernumsatz lag 2023 bei 40,5 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 7,7 Prozent entspreche. Das Operative Konzernergebnis sei um 7,6 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen. Trotz Störungen der globalen Lieferketten, starker Inflation sowie "außergewöhnlich hoher Investitionen" sei auch die operative Konzernumsatzrendite bei 18 Prozent stabil geblieben. "Gründe für unser starkes Ergebnis sind die große Nachfrage nach unseren attraktiven Produkten und unsere hohe Kostendisziplin", so Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT. Der Netto Cashflow Automobile betrug im Geschäftsjahr 2023 laut Porsche exakt vier Milliarden Euro, das Ergebnis je Stammaktie stieg auf 5,66 Euro, jenes je Vorzugsaktie auf 5,67 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividenden-Auszahlung von 2,1 Milliarden Euro vorschlagen.

Die Porsche Mannschaft könne stolz sein auf ihre Performance 2023, sagte Oliver Blume. Bei den Auslieferungen an Kund:innen verzeichnete Porsche 2023 mit 320.221 Fahrzeugen einen leichten Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2024 ist ein Jahr mit vier Modellanläufen

Damit sich der Erfolgslauf 2024 fortsetzt, will Porsche im "Jahr der Produktanläufe" gleich vier neue oder stark überarbeitete Modellreihen auf den Markt bringen.

  • Den Anfang macht die dritte Modellgeneration des Panamera. Die Luxuslimousine wird stärker, setzt auf ein grundlegend erneuertes Bedienkonzept und bietet Innovationen wie beispielsweise das neue Aktivfahrwerk namens "Active Ride" (LEADERSNET berichtete).

  • Wichtigste Neuheit dürfte der erstmals rein elektrische Macan werden, der in der zweiten Jahreshälfte in den Handel kommt (alle Infos zu dem Modell inkl. den Preisen können sie in unserem Bericht hier nachlesen). Das völlig neue E-SUV wird in Leipzig in einer Linie mit dem weiterhin - in einigen Ländern - angebotenen Verbrennermodell gefertigt. Die Kundennachfrage habe sich seit Öffnen des Orderbuchs sehr erfreulich entwickelt, so Porsche.

  • Im Frühjahr kommt der überarbeitete Taycan auf den Markt (LEADERSNET berichtete). Die "neue" Version des E-Sportwagens hat mehr Leistung, mehr Reichweite, beschleunigt schneller und lädt kürzer. Top-Modell ist der neue Taycan Turbo GT – mit 305 km/h Höchstgeschwindigkeit, bis zu 815 kW (1.108 PS) und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,2 Sekunden (LEADERSNET berichtete).

  • Für den Frühsommer 2024 ist die Produktaufwertung des "Kerns der Marke" geplant – dem 911. Allzu viele Details möchte Porsche vor der Weltpremiere noch nicht verraten. Bereits bestätigt wurde jedoch, dass der "11er" erstmals mit einem "performanten Hybridantrieb" an den Start gehen wird. Oliver Blume dazu: "Dabei setzen wir in der Serie erneut auf eine Technologie, die wir aus dem Motorsport ableiten. Auch sonst dürfen sich unsere Kund:innen auf weitere technologische Innovationen freuen."

Weitere Stromer und neues Flaggschiff im Anflug

Mit Blick auf den Wandel in der Gesellschaft sowie die langfristigen Trends bei der Kundennachfrage will Porsche seinen Hochlauf der Elektromobilität weiter vorantreiben: Für Mitte des Jahrzehnts ist der vollelektrische 718 geplant - dann fahren auch Cayman und Boxster nur noch rein elektrisch. Ihm soll der vollelektrische Cayenne folgen. Zudem plant der Hersteller laut eigenen Angaben, sein Produktportfolio nach oben zu erweitern – mit einem vollelektrischen SUV, das oberhalb des Cayenne positioniert ist. Der Newcomer basiert demnach auf der Plattform "SSP Sport" und soll in Leipzig gebaut werden.

Nachhaltigkeit im Fokus

Beim Thema Nachhaltigkeit will Porsche an seinen Zielen festhalten: So will das Unternehmen im Jahr 2030 mehr als 80 Prozent seiner Neufahrzeuge mit vollelektrischen Antrieben ausliefern – abhängig von der Nachfrage der Kund:innen und der Entwicklung der Elektromobilität in den einzelnen Weltregionen. Ergänzend setzt Porsche, wie berichtet, auf eFuels. Bei diesen regenerativen synthetischen Kraftstoffen denkt das Unternehmen vor allem an die Bestandsflotte. 

Zudem möchte der Hersteller in seinen Neufahrzeugen ökologischere Materialien (im Interieur) einsetzen. Der neue Macan wird Porsche zufolge in Leipzig bilanziell CO2-neutral produziert. Darüber hinaus wolle man den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen. Diese sollen den Strombedarf abdecken, den die elektrische Macan-Flotte modellbasiert voraussichtlich benötigt.

www.porsche.at

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