Warum das KaDeWe in Wien nicht KaDeWe heißen wird

Das Signa-Projekt bekommt einen anderen Namen. 

Das bis vor Kurzem als Möbelhaus Leiner bekannte Eckhaus an der Adresse Mariahilfer Straße 10-18 blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück. Berühmt wurde es Ende des 19. Jahrhunderts als eines der größten und prächtigsten Warenhäuser Europas und, gemeinsam mit Kaufhaus-Legenden wie Gerngross und Herzmansky, als einer der wichtigsten Mitbegründer der Einkaufskultur auf der Mariahilfer Straße.

Bis 2024 soll am berühmten Standort ein Wiener Kaufhaus nach Vorbild des Berliner "KaDeWe" entstehen. Lange wurde auch davon unter dem Namen "KaDeWe" gesprochen. Nun wurde allerdings bekannt, dass die Immobilie, die je zur Hälfte im Eigentum von Signa und der Central Group steht, nicht unter dem Namen KaDeWe Wien aufsperren wird. Sie soll voraussichtlich Ende 2021 einen eigenen Namen bekommen. "Der Name des Warenhauses wird nicht KaDeWe Wien sein, sondern soll auf jeden Fall einen österreichischen Bezug haben", so KaDeWe-Group-Leiter André Maeder.

Der KaDeWe-Chef will kein Luxus-Kaufhaus errichten, sondern eine breites Publikum anlocken.  Ein Shoppingcenter im üblichen Sinn wolle man nicht sein. Das Warenhaus in Wien werde ihm zufolge stark lokal ausgerichtet. "Ein wirklich demokratisches Haus für Wiener und Touristen", so Maeder weiter. Fix sei einem Bericht des ORF zufolge, dass ein Wiener Florist, ein Wiener Starfriseur und auch ein bekannter Juwelier an Bord sein sollen, aber auch internationale Marken wie beispielsweise Louis Vuitton mit eigenen Shops vertreten sein werden. Pop-up-Stores mit Newcomern werden das Angebot abrunden. Fast-Fashion-Marken – wie etwa H&M und Zara –  werde man im Warenhaus vergeblich suchen.

Dachpark und Gastro

Das Bestandsgebäude besteht aus drei Bauteilen unterschiedlicher Baujahre mit einer Gesamtnutzfläche von rund 58.000 Quadratmetern sowie einer Tiefgarage mit 327 Stellplätzen. Auf dem Dach stehen den Besuchern anspruchsvolle Gastronomie und ein öffentlich zugänglicher Dachpark mit Blick über die Stadt zur Verfügung. Diese Fläche von rund 1.000 Quadratmetern ist als konsumfreie Zone geplant und wird auch außerhalb der Geschäftszeiten zugänglich sein. Im Untergeschoß ist ein Art lokaler Food Market geplant.

Das Projekt sieht außerdem ein Hotel mit 150 bis 165 Zimmern vor. Der Deal mit dem Hotelbetreiber sei bereits unterzeichnet, den Namen wolle der KaDeWe-Chef aber erst später verraten. Es handle sich um eine internationale Kette, die noch nicht in Europa angesiedelt sei. 

An der KaDeWe-Group hält die Central Group aus Thailand 50,1 Prozent, 49,9 Prozent fallen auf Signa Retail. Die KaDeWe-Kaufhausimmobilien (KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg) gehören Signa Prime. (jw)

www.kadewe.de

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