Heftige Umsatzeinbrüche für Wiener Tourismus

Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Nächtigungen um 88 Prozent zurück.

Wo sich um diese Jahreszeit normalerweise scharenweise Touristen aus aller Herren Länder tummeln und der Tourismus brummt, muss Wien im Jahr 2020 heftige Ausfälle hinnehmen. Wie enorm die Einbußen im Juni ausgefallen sind, berichtete Wien Tourismus am Mittwoch: Coronabedingt haben die Tourismusbetriebe der Bundeshauptstadt "dramatische" Verluste eingefahren – so gingen die Nächtigungen im Vergleich zum Juni 2019 um glatte 88 Prozent auf 190.000 zurück.

Weniger Betten und quasi Totalausfälle bei internationalen Besuchern

Mit 47 Prozent stammte knapp die Hälfte dieses Aufkommens aus Österreich (89.000 Nächtigungen, minus 68 Prozent). Bescheidenes Aufkommen gab es auch aus der DACH-Region: Aus Deutschland zählt Wien im Juni 52.000 Nächtigungen (minus 84 Prozent), aus der Schweiz 6.000 (minus 85 Prozent). Sämtliche der anderen Länder aus den Wiens Vorjahres-Top-10 der nächtigungsstärksten Märkte (USA, Italien, Großbritannien, Spanien, China, Frankreich, Russland) brachten mit Rückgängen jenseits der 90-Prozent-Marke quasi einen Totalausfall.

Die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetten fiel im Juni mit 14,2 Prozent äußerst gering aus (Juni 2019: 65,9 Prozent), jene der Zimmer betrug rund 18 Prozent (6/2019: rund 85 Prozent). Insgesamt rund 39.000 Hotelbetten waren im Juni 2020 in Wien verfügbar, um rund 42 Prozent weniger als im Juni des Vorjahres.

Minus 65 Prozent im ersten Halbjahr

Der Nettonächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe sank im Mai (die Daten für Juni liegen noch nicht vor) um 95,2 Prozent auf 4,59 Millionen Euro. Auch eine Halbjahresbilanz liegt nun vor. Dass diese nicht ganz so dramatisch schlecht ausfiel, ist der positiven Nächtigungsentwicklung der Monate Jänner und Februar zu verdanken – vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie.

Das Minus beträgt bei 2,795 Millionen Nächtigungen rund 65 Prozent. Von Jänner bis Mai erwirtschafteten die Betriebe 133,11 Millionen Euro. Das bedeutet um 63 Prozent weniger Umsatz als im ersten Halbjahr 2019.

Die aktuellen Kennzahlen in vollem Umfang für sämtliche erhobenen Herkunftsmärkte finden Sie hier. (red)

www.wien.info

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