Digitalisierung: Von der Industrie 4.0 zum Service 4.0

| 17.09.2017

Leitbetriebe Austria lud zum Fachgespräch mit den Netwerkpartnern Jungheinrich und Simacek Facility Management.

Die technische Umsetzung der unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" bekannten Digitalisierung der Wirtschaft ist längst in vollem Gang. Die nächste große Herausforderung sei es, mit den neuen technischen Möglichkeiten maximalen Kundennutzen zu schaffen. "Die Zukunft dreht sich nicht mehr rein um Industrie 4.0, sondern wie daraus Service 4.0 entsteht", erklärte Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria, im Rahmen eines gemeinsam mit den Netzwerkpartnern Jungheinrich und Simacek Facility Management veranstalteten Fachgesprächs.

"Das bedeutet auch, dass Industriebetriebe immer mehr zum Dienstleister werden und diese beiden Bereiche künftig nahtlos ineinander übergehen. Der Schwerpunkt der Innovation verlagert sich somit von der Optimierung und Vernetzung von Produktionsabläufen hin zur Entwicklung neuer, digital unterstützter Serviceleistungen. Gerade unter den österreichischen Leitbetrieben punkten zahlreiche Unternehmen mit vorbildlichen Gesamtlösungen, die industrielle Spitzenleistung mit innovativen Zusatzservices verbinden."

Service ergänzt Produkt

Andreas Ausweger, Geschäftsführer der Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H., unterstrich die Bedeutung eines umfassenden Serviceansatzes in der Industrie: "Die Trends der Industrie 4.0 – Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung – sind bei uns heute schon gelebte Realität. Mit unserem Angebot an manuellen bis vollautomatisierten Fahrzeugen, Regalen und Regalbediengeräten sind wir führend auf dem Markt. Unsere langjährige Maschinenbauerfahrung verbinden wir mit maßgeschneiderten Softwarelösungen und Zusatzservices aus einer Hand, die uns zur ersten Wahl in der Intralogistik machen."

Ursula Simacek, CEO der Simacek Facility Management Group, wies auf die mögliche Kostenersparnis durch Digitialisierung hin: "Als langjährige Spezialisten für Gebäudemanagement sehen wir immer wieder ein enormes Potenzial bei der Digitalisierung im Infrastrukturmanagement. Die Integration von innovativen 'smarten' Monitoring – Lösungen in ein bestehendes Service- und Wartungsmanagement, sind oft die Quintessenz der Effizienz. Man kann sich nicht oft genug Wartungsverträge und Infrastrukturprozesse sowie die damit verbundenen Kosten und Sicherheitsrisiken ansehen."

Innovation schafft Transparenz

Franz Braunsberger, Geschäftsführer Kühne + Nagel Österreich, betonte die Notwendigkeit, in aufmerksamem Dialog mit den Kunden rechtzeitig neue Servicebedürfnisse zu identifizieren. Das Marktumfeld der Kunden verändere sich und damit auch die Anforderungen, die sie an Kühne + Nagel gestellt werden: "Daher sind Innovation und Weiterentwicklung unserer Serviceleistungen ein ausschlaggebender Faktor für unseren Erfolg. Kühne + Nagel setzt dabei auf die Optimierung von Datenstrukturen und Prozessen, um für Kunden Transparenz und damit Sicherheit zu schaffen."

Für den Handel seien die Herausforderungen definitiv nicht geringer als für produzierende Unternehmen. "Wir leben heute mit absoluter Preistransparenz und de facto globaler Konkurrenz", so Hans-Peter Ranftl, Verkaufsleiter (CSO) des Elektrogroßhändlers Rexel, der mit seinen beiden Marken Regro und Schäcke in Österreich Marktführer ist. "Unser USP kann daher nicht der günstigste Preis sein. Stattdessen haben wir die Aufgaben unseres Außendienstes vom reinen Produktverkauf konsequent auf Fachberatung umgestellt. Wir nutzen die Automatisierung von Bestellvorgängen und Auftragsabwicklung, um die Lieferzeiten noch weiter zu verringern und die Prozesse beim Kunden zu vereinfachen."

Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Rintersbacher sah abschließend die konsequente Weiterentwicklung von Einzelleistungen zu umfassenden Gesamtlösungen als einen entscheidenden Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

www.leitbetriebe.at

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