Probiotikum aus österreichischer Forschung als Hoffnungsträger für Leberkranke

Zusammenarbeit zwischen Medizinischer Universität Graz und Institut Allergosan bringt Durchbruch.

Immer mehr Menschen leiden unter Erkrankungen der Leber, insbesondere unter der gefürchteten Leberzirrhose. Für viele Patienten beginnt mit dieser Diagnose ein Wettlauf mit der Zeit, denn ab einem gewissen Punkt sind Schädigungen der Leber nicht mehr reversibel. Doch durch eine engagierte Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität Graz und dem Kompetenzzentrum für Mikrobiomforschung am Institut Allergosan gelang nun der Durchbruch: Ein Probiotikum erweist sich als Hoffnungsträger für Leberkranke.

Mit dem von Allergosan entwickelten Probiotikum OMNi-BiOTiC® HETOX konnte ein Team der Medizinischen Universität Graz rund um Assoz. Prof. Dr. med Vanessa Stadlbauer-Köllner nun erstmals zeigen, dass winzig kleine Darmbakterien großen Einfluss auf die Leberfunktion nehmen können.

Keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

In eine Placebo-kontrollierte, doppelblinde Studie wurden 101 Patienten mit Leberzirrhose, die an der Universitätsklinik für Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie in Behandlung stehen, eingeschlossen. Die Patienten nahmen für sechs Monate entweder täglich das speziell für diesen Zweck entwickelte Probiotikum oder ein Placebo und wurden im Anschluss noch für weitere sechs Monate beobachtet. „In der placebokontrollierten Studie verbesserte sich die Leberfunktion derjenigen, die das Probiotikum einnahmen, wesentlich“, fasst Stadlbauer-Köllner zusammen.

Es wurden außerdem keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten dokumentiert, was für diese Hochrisiko-Patientengruppe besonders wichtig sei. Interessant ist auch, dass nur ein Patient in der Probiotika-Gruppe die Studie frühzeitig beendet hat – im Vergleich zu elf Drop-outs in der Placebo-Gruppe. „Das ist ein deutlicher Hinweis auf eine Besserung der Lebensqualität durch das Probiotikum. Die Patienten gaben auch an, dass sie sich vitaler fühlen und mehr Sozialkontakte haben“, so Vanessa Stadlbauer-Köllner. Anita Frauwallner, CEO und Forschungsleiterin des Institut Allergosan: „Die herausragenden Ergebnisse dieser Studie sind richtungsweisend für die moderne Medizin, in der die Mikrobiomforschung bereits eine maßgebliche Rolle spielt, und ein weiterer Meilenstein für unsere intensive Arbeit seit 25 Jahren.“

Enormes internationales Interesse

Bisher gab es keine therapeutische Interventionsmöglichkeit, um die Leberfunktion bei Patienten mit Leberzirrhose zu verbessern. Die Grazer Studie zeigt jedoch eindeutig, dass es mit dem Einsatz spezifisch entwickelter Probiotika wie OMNi-BiOTiC® HETOX erstmals gelingt, eine Verbesserung der Leberfunktion zu erreichen.

Das internationale Interesse ist enorm: Die Studiendaten wurden beim größten Kongress für Hepatologie, der renommierten „Liver Week“ der American Association for the Study of Liver Diseases (AASLD), präsentiert und unter 10.000 eingereichten Arbeiten als herausragendes „Poster of Distinction“ ausgezeichnet. (as)

www.allergosan.at

www.medunigraz.at

 

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