„Wir möchten die Erfolgsstory des Weekend Magazins über das Medium Radio wiederholen"

LoungeFM GF Novak im Interview über den Ausbau des Senders auf nationaler Ebene, die Stärkung der Marke und Chill out als Lebensphilosophie.

LoungeFM erweitert neben seinem Musikrepertoire auch sein multimediales Angebot österreichweit, weitere digitale Spartenkanäle unter derselben Dachmarke sind in Planung. Nach dem Motto „Vom Relax-Sender zur Wohlfühlmarke“ findet in diesen Tagen eine Adaption des Programms statt leadersnet.at hat mit LoungeFM Geschäftsführer Florian Novak über den Einstieg des Weekend Magazins, den Ausbau in Linz und Graz, das vielfältige Portfolio des Senders und warum LoungeFM ein idealer Partner für Premiummarken ist, gesprochen.

leadersnet.at: LoungeFM feiert heuer seinen neunten Geburtstag. Wie ist die Erfolgsgeschichte losgegangen?

Novak: LoungeFM war damals weltweit das erste UMTS-Radio. Damals sind wir auf Wunsch von Mobilfunkanbieter One und deren Marketingchef Florian Pollack gestartet. Wir haben 2005 ohne Lizenz losgelegt und als Pionier das damals neue mobile Breitband-Internet genutzt. Damals war schon Programmdirektor Markus Langemann aus München dabei.

leadersnet.at: War er es auch, der Chill Out Musik als Programmschwerpunkt festgelegt hat?

Novak:  Da muss ich jetzt ein wenig weiter ausholen: Ich habe Radio Energy mitgegründet und habe mich 1998 als Student um Radiolizenzen in Wien beworben – und zwar mit der Idee eines kommerziellen Studentenradios. In Wahrheit hatte ich von Radio natürlich keine Ahnung. Die Behörde war damals gesetzlich dazu angehalten,  wenn es mehr Bewerber als Frequenzen gibt, diese zu bündeln. Ich bin dann dort mit Thun-Hohenstein, Lugner, diversen Menschen, die heute Gastronomiebetriebe haben und Martin Zimper gesessen und "habe Radio gelernt'. Während dieser Zeit habe ich mein Studium der Rechtswissenschaften beendet und gesehen, dass Energy wahnsinnig viel richtig gemacht hat. Es war eine Marke, die unterscheidbar ist, die ein einzigartiges Programm gemacht hat und auf ein Lebensgefühl setzt. Daraufhin habe ich die Idee entwickelt, einen eigenen Radiosender zu starten.

leadersnet.at: Ist der Chill Out-Gedanke aus Ihrer Lebensphilosophie entstanden?

Novak: Ich hatte von Anfang an die Grundidee ein Radio zu machen, das nicht nervt. Als Privatradio eingeführt wurde haben die meisten – erfolglos – versucht Ö3 zu imitieren. Die, die ihren eigenen Weg gehen, haben Erfolg. Zwischen der ersten Idee, die ich hatte und bis zum Start auf UKW sind sechs Jahre vergangen. Die UKW-Lizenz haben wir erst 2008 bekommen. Aber auf dem Weg dorthin, war One ein wichtiger Geburtshelfer. Seitdem hat sich die Idee, die ich immer schon vollmundig verkündet habe – nämlich Lounge FM ist ein Radio für ganz Österreich – so entwickelt, dass wir UKW-Zulassungen im ganzen Zentralraum, in fast ganz Oberösterreich, in Salzburg, in Klagenfurt, in Innsbruck, in Graz und in Wien haben. Unser Ziel eine Multiplattform zu sein, und mit einer starken Marke wie LoungeFM über die verschiedenen Kanäle wie UKW, Mobil oder Internet zu senden, haben wir damit erreicht. Multiplattform war eigentlich unser DNA-Code von Beginn an.

leadersnet.at: Im Dezember ist das Weekend Magazin bei Lounge FM eingestiegen. Was bedeutet das?

Novak: Eine der Folgen des Einstiegs ist es, dass wir unser Musikportfolio auf UKW erweitern. Dieser Einstieg impft uns auch den Mut ein, zu sagen, dass man Radio heute neu denken darf und dass Radio mehr sein kann. Wir merken auf dem Markt eine Sehnsucht nach einem Radio das nicht nervt, das aber auch mehr Titel spielen kann, die man kennt, aber so vielleicht noch nie gehört hat. Das Tagesprogramm wird sicherlich über UKW gefälliger, weil wir auch wissen, dass heute das Radio over IP in der Hosentasche mit dabei ist. Es wird in Zukunft viele LoungeFM-Kanäle geben. Das breite Portfolio auf UKW wird die Einladung sein, Lounge FM zu hören - es wird über Web, Smartphone und SmartTV weitere Kanäle zur Auswahl geben. Es gibt einen Lounge FM Austria-Kanal, es wird einen Klassikkanal geben und wir denken über einen Lounge FM Ibiza Partysound nach. Nach unserem Verständnis sind wir ein erwachsenes Radio mit einer Zielgruppe, die mit uns in den letzten zehn Jahren auch älter geworden ist. Wir wollen ein familienfreundliches Begleitmedium sein.

leadersnet.at: Was war die Motivation für Christian Lengauer mit dem Weekend Magazin bei Ihnen einzusteigen?

Novak: Er zeigt mit Weekend, dass man mit einem Gratismedium österreichweit Erfolg haben kann und wir möchten die Erfolgsstory von Weekend über das Medium Radio wiederholen. Wir wollen uns als österreichweites Radionetzwerk etablieren und merken, dass wir da in eine Lücke stoßen. Bisher ist Radio – mit der Ausnahme von Kronehit – extrem regional gedacht worden. Wir merken aber, dass ein urbanes, erwachsenes Radio, abseits von den üblichen Hits, einen Mehrwert schaffen wird und am Markt eine Berechtigung hat. Wenn wir einen guten Job machen, dann werden wir in den Landeshauptstädten ein Radio bieten, dass bei nationalen Kampagnen eine Berechtigung hat, mitgebucht zu werden. Die kaufkräftigen Entscheider kriege ich über LoungeFM. Ich denke, dass Christian Lengauer sein Medienhaus dahingehend verbreitert und sich nicht nur auf ein Standbein verlässt.

leadersnet.at: Wieviel Hörer hat LoungeFM?

Novak: Wir haben in der Woche österreichweit rund 100.000 Hörer. Das ist aber mit dem, was wir vorhaben, die untere Wasserstandsmarke. So richtig geht es erst jetzt los. Wir haben Salzburg erst in Betrieb genommen, Innsbruck und Graz kommen dazu und wir sind in Wien noch immer nicht gestützt abgefragt.

leadersnet.at:  Wie wollen Sie den neuen Weg der Marke nach außen kommunizieren?

Novak: LoungeFM hat eine große Grundbekanntheit. Radio hat den Vorteil, dass es sich selbst erklärt. Daneben arbeiten wir an einer sehr konkreten, breiten Kampagnenidee und da wird Weekend eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen. Kooperationen mit den Oberösterreichischen Nachrichten und dem Standard runden das Ganze ab. Unsere stündlichen Nachrichten kommen beispielsweise vom Standard. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Übertragungswege verbreitern - Web wird wichtiger. Es wird mehr Angebote unter der Dachmarke LoungeFM geben. Wir denken das Thema Lounge FM von Anfang an aus Markensicht und nicht als reines Radio. Wir schauen, dass das Portfolio vielfältiger wird. Wir werden als Netzwerk mehr empfangbar sein. Wir sind als Zweisitzer gestartet und sind jetzt ein Viersitzer, um Platz für die Familie zu machen.

Wir haben ähnlich wie Weekend zwei Stärken. Wir sind lokal verankert, d. h. es wird im jeweiligen Bundesland das lokale LoungeFM geben. Darüber hinaus bieten wir aber Werbekunden die Möglichkeit, national zu schalten. Wir sehen uns als Premiumradio und sind somit auch ein idealer Partner für Premiummarken. Wir bieten Marken ein wertiges Umfeld, in dem man sich präsentieren kann und hochemotional Menschen erreichen kann.

www.lounge.fm

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