Fotos der Preisverleihung
Junge Talente lösten bei der Business Case Challenge echte Unternehmensfragen

| Larissa Bilovits 
| 06.07.2026

Über Monate hinweg tüftelten Schüler:innen und Studierende an den realen Fragestellungen österreichischer Konzerne. Zum Abschluss wurden an der WU Wien die stärksten Teams ausgezeichnet.

Junge Menschen frühzeitig mit der Wirtschaft in Kontakt zu bringen und ihnen unternehmerisches Denken anhand echter Fragestellungen zu vermitteln, ist das erklärte Ziel der "Business Case Challenge", die alljährlich von der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien veranstaltet wird. Ihre diesjährige Ausgabe brachte 278 Teilnehmer:innen, 89 eingereichte Business Cases und mehr als 25 Universitäten und Schulen zusammen. Den Höhepunkt bildete vergangene Woche die Award Ceremony, bei der die besten Teams für ihre Lösungen zu Aufgabenstellungen von OMV, Erste Group und Wiener Städtischen ausgezeichnet wurden, die im Rahmen des "Business Case Day" entwickelt wurden (LEADERSNET berichtete).

Hochschulübergreifendes Format

Ins Leben gerufen wurde die Business Case Challenge im Jahr 2020 von Unternehmer Michael Tojner und WU-Professor Jonas Puck. Aus der Initiative der Wirtschaftsuniversität ist seither ein hochschulübergreifendes Format geworden, an dem Teams aus Österreich und zahlreichen internationalen Bildungseinrichtungen mitwirken. Über mehrere Monate hinweg erarbeiteten Schüler:innen und Studierende Lösungen für konkrete Fragestellungen österreichischer Unternehmen, begleitet von Workshops, Coachings und dem Business Case Day an der WU Wien. Gegenüber der ersten Ausgabe hat sich die Zahl der Einreichungen inzwischen mehr als verdreifacht.

"Als Michael Tojner und ich die Business Case Challenge 2020 gegründet haben, wollten wir Schüler:innen und Studierende früh mit realen unternehmerischen Fragestellungen in Kontakt bringen. Heute erreicht das Format Teilnehmer:innen aus Schulen, Universitäten und internationalen Bildungseinrichtungen weit über die WU hinaus. Besonders stolz macht mich, dass die Einreichungen kontinuierlich gewachsen sind und mittlerweile Teams aus unterschiedlichen Hochschulen, Studienrichtungen und Ausbildungswegen gemeinsam an den Herausforderungen österreichischer Unternehmen arbeiten", betonte Puck, Co-Initiator der Business Case Challenge, in seiner Eröffnungsrede.

13.500 Euro Preisgeld

Insgesamt schüttete die Business Case Challenge 2026 Geldpreise in Höhe von 13.500 Euro aus. Die erstplatzierten Studierenden-Teams je Unternehmenscase erhielten jeweils 1.500 Euro, die besten Schüler:innen-Teams jeweils 1.000 Euro, im OMV-Case kam ein mit 1.500 Euro dotierter Sonderpreis für das beste interdisziplinäre Studierenden-Team hinzu. Im OMV-Case gingen die ersten Plätze an ein Schüler:innen-Team der HAK/HAS Tulln sowie an ein interdisziplinäres Studierenden-Team der Montanuniversität Leoben, der TU Bergakademie Freiberg und der WU Wien. Im Erste-Group-Case setzten sich ein Schüler:innen-Team der HAK Tulln und ein Studierenden-Team der WU Wien durch, die Cases der Wiener Städtischen entschieden Teams der BHAK Wien 22 und der FH Campus 02 für sich.

Wissenschaft trifft Praxis

Getragen wird die Business Case Challenge von der eXplore! Initiative, die wissenschaftliche Theorie stärker mit wirtschaftlicher Praxis verzahnen möchte. Gefördert werden dabei Projekte in den Bereichen Entrepreneurship, Innovation und Wirtschaftsstandort, bewusst auch solche, die jungen Menschen unternehmerisches Denken praxisnah näherbringen.

"Die Business Case Challenge zeigt sehr konkret, wofür eXplore! steht: Forschung, Bildung und Wirtschaft näher zusammenzubringen und junge Menschen früh für unternehmerisches Denken zu begeistern. Dass sich das Format seit 2020 so stark entwickelt hat und mittlerweile Teams aus unterschiedlichen Schulen, Universitäten und Fachrichtungen erreicht, ist ein großer Erfolg", ergänzt Jim Lefebre, Geschäftsführer der Impeto Impact GmbH und Vertreter der eXplore! Initiative.

Eindrücke finden Sie in der Galerie.

www.wu.ac.at

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