Rund 130 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Bildung und Medien folgten der Einladung zum Sommerfest der Industriellenvereinigung Burgenland (IV-Burgenland). Die Veranstaltung fand heuer in der Fußballakademie Burgenland in Mattersburg statt und verband anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft die Themen Spitzensport und Wirtschaft. Die Besucher:innen konnten das jeweilige WM-Spiel beim Public Viewing live verfolgen. Gleichzeitig feierte die IV-Burgenland ihr 45-jähriges Bestehen.
Industrie als Motor des Wohlstands
Angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen der vergangenen Jahre hob IV-Burgenland-Präsident Christian Strasser die Bedeutung der Industrie für den Wirtschaftsstandort Österreich hervor. Wirtschaftlicher Erfolg entstehe durch engagierte Menschen, leistungsfähige Unternehmen und wirtschaftsfreundliche politische Rahmenbedingungen. Es brauche gut ausgebildete und motivierte Menschen, die ihr Bestes geben wollen, und staatliche Akteure, die wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen gestalten. "Ganz konkret aber wird unser Wohlstand in Unternehmen geschaffen, die herstellen, handeln und exportieren, forschen und entwickeln und dabei immer besser werden wollen. Wohlstand ist kein Automatismus, er wird erarbeitet", sagte Strasser.
Mit Blick auf das Motto der Veranstaltung zog Strasser einen Vergleich zum Fußball: "Ohne Training kein Spiel, ohne passende Rahmenbedingungen kein wirtschaftlicher Erfolg. Und ohne wirtschaftlichen Erfolg auch kein Wohlstand in Österreich." Voraussetzung dafür sei ein Wirtschaftsverständnis nach dem Grundsatz "mehr privat, weniger Staat".
Einsatz für den Industriestandort
Auch IV-Präsident Georg Knill würdigte das Jubiläum der Landesorganisation und unterstrich die Bedeutung einer starken Interessenvertretung der Industrie. "45 Jahre Industriellenvereinigung Burgenland stehen für 45 Jahre Einsatz für einen starken Industriestandort und für unternehmerischen Zusammenhalt. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine gemeinsame Stimme der Industrie ist – im Burgenland wie auf Bundesebene. Es braucht bestmögliche Rahmenbedingungen, die Investitionen, Innovation und Beschäftigung fördern: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren und eine Politik, die Wachstum ermöglicht, statt Unternehmen zusätzlich zu belasten", so Knill.
Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft
Landesrat Leonhard Schneemann betonte die Bedeutung einer verlässlichen Standortpolitik sowie der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Investitionen in Infrastruktur, Fachkräfte und gezielte Förderungen seien wesentliche Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Burgenland. Eine verlässliche Standortpolitik, gezielte Investitionen und die enge Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft würden laut dem Landesrat Stabilität schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit in den Betriebe stärken. "Mit treffsicheren Förderungen, Investitionen in Infrastruktur und Fachkräfte sowie modernen Rahmenbedingungen setzen wir diesen erfolgreichen Weg konsequent fort. 45 Jahre Industriellenvereinigung Burgenland stehen für gelebte Zusammenarbeit und unternehmerischen Weitblick. Die Industrie ist ein unverzichtbarer Motor für Innovation, hochwertige Arbeitsplätze und Wohlstand. Diesen erfolgreichen Weg werden wir auch künftig gemeinsam mit unseren Unternehmen konsequent weitergehen – mit Teamgeist, Innovationskraft und dem gemeinsamen Ziel, den Wirtschaftsstandort Burgenland nachhaltig zu stärken", sagte Schneemann.
Impulse aus dem Profisport
Für den inhaltlichen Impuls des Abends sorgte Christian Jauk. Der CEO der Bank Burgenland, Präsident des SK Sturm Graz und Kooperationspartner der Fußballakademie Burgenland sprach zum Thema "Von Teamgeist, Motivation und Leidenschaft – Was Industrie und Profisport verbindet". Dabei zeigte er anhand von Beispielen Parallelen zwischen wirtschaftlichem und sportlichem Erfolg auf. Als Beispiele nannte er unter anderem die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung des SK Sturm Graz sowie die Bedeutung einer starken Teamkultur, sowohl im Unternehmen als auch im Sport.
Die Gästeliste
Im Anschluss bot das Sommerfest den Gästen Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Vor Ort waren unter anderem: Bernd Berghofer (Austria Pet Food GmbH), Christoph Blum (Trafomodern Transformatorengesellschaft m.b.H.), Roman Bock (Becom Electronics GmbH), Martin Geiger (Siemens Österreich AG, Niederlassung Burgenland), Christina Glocknitzer (Seal Maker Produktions- und Vertriebs GmbH), Jochen Joachims (Braun Lockenhaus GmbH), Andrea Maller-Weiß (Bank Burgenland AG), Ferdinand Kasperer (LEADERSNET), Emine Mermertas (Esterhazy Betriebe AG), Stephan Sharma (Burgenland Energie AG), Marco Talasz (Vossen GmbH & Co. KG), Josef und Matthias Unger (Unger Steel Group) sowie Bernd Zauner (Lenzing Fibers GmbH).
Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie sich hier machen.
www.burgenland.iv.at
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