Fotos der EBI-Studien-Präsentation
Das sind Österreichs wertvollste Markenunternehmen 2026

Red Bull bleibt unangefochten die wertvollste Marke des Landes. Die größte Überraschung der aktuellen Markenwert-Studie liefert die Erste Group Bank, während die ÖBB erneut als Nachhaltigkeits-Champion ausgezeichnet wurden.

Zum 23. Mal hat das European Brand Institute (EBI) die wertvollsten Markenunternehmen Österreichs erhoben. Die zehn bestplatzierten Unternehmen kommen heuer gemeinsam auf einen Markenwert von mehr als 40,5 Milliarden Euro und steigerten diesen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent. Damit entwickelte sich der Markenwert laut EBI deutlich dynamischer als das prognostizierte Wirtschaftswachstum.

Österreichs wertvollste Markenunternehmen 2026

An der Spitze des Rankings steht weiterhin Red Bull. Mit einem Markenwert von 20,123 Milliarden Euro (+2,7 Prozent) bleibt das Unternehmen unangefochten Österreichs wertvollste Marke und ist zugleich das einzige heimische Unternehmen unter den globalen Top 100.

Den zweiten Platz verteidigt Novomatic mit einem Markenwert von 3,938 Milliarden Euro (+2,0 Prozent). Den größten Sprung unter den Top Ten schaffte die Erste Group Bank: Sie steigerte ihren Markenwert um 26,6 Prozent auf 2,875 Milliarden Euro und verbesserte sich damit von Rang fünf auf Platz drei.

Auf den weiteren Plätzen folgen die Spar Österreich Gruppe, die ÖBB, Swarovski, die Raiffeisen Bankengruppe, Verbund, die XXXLutz Gruppe und die OMV.

EBI Markenwert-Studie 2026

Laut Studienautor Gerhard Hrebicek seien starke Marken gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Wachstumstreiber seien insbesondere die digitale Transformation, der Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsleistung und Markenwert. Zugleich erneuerte er seine Forderung nach einer österreichweiten Markeninitiative zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts.

Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung

Neben dem klassischen Markenwert analysierte das EBI erneut auch die Nachhaltigkeitsleistung der Unternehmen. Die ÖBB wurden dabei bereits zum siebenten Mal in Folge als nachhaltigstes Markenunternehmen Österreichs ausgezeichnet. Dahinter folgen Novomatic und Verbund.

Auffällig ist die Entwicklung von Verbund: Obwohl der Markenwert des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent zurückging, verbesserte sich der Energiekonzern im Sustainable Brand Rating von Platz neun auf Rang drei und wurde neuer Branchenführer im Energiesektor. Das zeige, dass Markenwert und Nachhaltigkeitsperformance nicht immer parallel verlaufen, so das EBI.

EBI Markenwert-Studie 2026

Als Branchenführer wurden außerdem die ÖBB (Verkehr), APG (Versorgungsinfrastruktur), Erste Group Bank (Finanzen), das Rote Kreuz (Gesundheits- und Sozialinfrastruktur) sowie der ORF (Medien) ausgezeichnet.

KI stellt Markenrecht vor neue Herausforderungen

Neben Digitalisierung und Nachhaltigkeit gewinnt nach Einschätzung der Studienautor:innen auch Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung für Markenführung und Markenschutz. Gerald Ganzger, Managing Partner von LGP Lawyers, verwies auf neue Herausforderungen durch KI-generierte Markenfälschungen oder Deepfake-Endorsements und sprach sich für eine rasche Weiterentwicklung des Markenrechts aus.

Auch Deloitte-Partner Herbert Kovar betonte die steigende Bedeutung professioneller Markenführung in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und KI-getriebener Veränderungen von Geschäftsmodellen. Daniela Gruber, Co-Founder von Lindlpower Impact Personalmanagement, hob zudem die Rolle starker Marken im Wettbewerb um Fachkräfte hervor und plädierte dafür, Employer Branding stärker in öffentliche Förderprogramme einzubeziehen.

LEADERSNET war bei der Präsentation der Studie. Fotos sehen Sie in Kürze in unserer Galerie.

www.europeanbrandinstitute.com

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