Mit dem neuen Standort in Fürstenfeld baut Siemens Mobility seine Kapazitäten in Österreich aus. Auf dem ehemaligen voestalpine-Areal wurden Produktion, Service und Logistik für den Bereich Schienenmobilität an einem Standort zusammengeführt. Das Unternehmen investierte dafür 40 Millionen Euro. Derzeit arbeiten rund 150 Mitarbeiter:innen in Fürstenfeld.
Das Betriebsgelände umfasst rund 98.500 Quadratmeter, davon entfallen etwa 20.500 Quadratmeter auf die Gebäudeflächen. Gefertigt werden unter anderem neue Radsätze für Schienenfahrzeuge sowie Pantographen für Schienenfahrzeuge und E-Busse. Darüber hinaus werden Service- und Instandhaltungsleistungen für Fahrzeuge aus eigener Produktion sowie von Drittherstellern angeboten.
Ergänzung zum Standort Graz
Mit dem neuen Werk erweitert Siemens Mobility seine bestehende Präsenz in der Steiermark. Ergänzend zum Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke und Pantographen in Graz soll der Standort Fürstenfeld dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach Schienenfahrzeugen, Komponenten sowie Service- und Instandhaltungsleistungen abzudecken.
Geschäftsführerin Tanja Kienegger sieht darin eine wichtige Ergänzung der bestehenden Aktivitäten: "Mit unserem Engagement in Fürstenfeld unterstützen wir unser stark exportorientiertes Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke Graz, gleichzeitig werden wir mit großer Nähe zu unseren europäischen Kunden innovative Service- und Instandhaltungsleistungen anbieten."
Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurde die neue Radsatzpresse durch einen symbolischen Festakt offiziell in Betrieb genommen.
Politik begrüßt Investition
An der Eröffnung nahmen zahlreiche Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung teil, darunter Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke, Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom sowie Landesrätin Claudia Holzer.
Mario Kunasek bezeichnete die Eröffnung als "ein starkes Signal für die Steiermark". Die Investition in Höhe von 40 Millionen Euro sowie rund 150 gesicherte beziehungsweise neu geschaffene Arbeitsplätze würden die regionale Wertschöpfung stärken und die Position der Steiermark als Industrie- und Technologiestandort festigen. Das langfristige Bekenntnis von Siemens Mobility zum Standort eröffne neue Perspektiven für die Region.
Zugleich kündigte Kunasek an, das Land werde Unternehmen und Investor:innen weiterhin als verlässlicher Partner begleiten. Mit weniger Bürokratie, schnelleren Verfahren und praxisnahen Rahmenbedingungen solle die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts weiter gestärkt werden. Abschließend betonte er: "Man sieht, was gelingt, wenn Bund, Land, Gemeinde und Behörde effizient zusammenarbeiten."
Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom wertete die Investition als klares Bekenntnis zur Steiermark. Unternehmen würden dort investieren, wo sie Verlässlichkeit, Qualität und Kompetenz vorfänden. Die Ansiedlung stärke die Oststeiermark ebenso wie die Rolle des Bundeslandes als Industrie- und Innovationsstandort. Produkte und Dienstleistungen, die im Zukunftsland Steiermark entwickelt, produziert und serviciert würden, seien weltweit gefragt, erklärte Khom und gratulierte Siemens Mobility zur Eröffnung des neuen Standorts.
Bund sieht Stärkung des Bahnstandorts
Bundesminister Peter Hanke erklärte, der neue Fertigungs-, Service- und Logistik-Hub stärke sowohl den Bahn- als auch den Industriestandort Österreich. Die Investition schaffe Wertschöpfung, sichere qualifizierte Arbeitsplätze und erhöhe die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Bahnindustrie. "Hier entsteht erfolgreich moderne Mobilität made in Austria. Davon profitieren die Region, die heimische Wirtschaft und der klimafreundliche Ausbau des Verkehrs gleichermaßen", so der Bundesminister.
www.siemens.com
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