Mehr Hitzeschutz
Stadt Wien erweitert den Online-Stadtplan um Abkühlungsorte

| Janet Teplik 
| 24.06.2026

Die Sommer in der Stadt werden heißer, doch Abkühlung ist jetzt nur noch einen Klick entfernt. Der aktualisierte Online-Stadtplan zeigt ab sofort alle coolen Zonen, schattigen Parks und Trinkbrunnen direkt auf dem Smartphone.

Die globalen Klimaveränderungen sind längst im urbanen Raum angekommen und bescheren den Bewohner:innen Jahr für Jahr intensivere, längere Hitzewellen. Besonders in den dicht verbauten Großstädten staut sich die Hitze in den Asphalt- und Betonwüsten, was die Lebensqualität und die Gesundheit der Einwohner:innen massiv belastet. Das Aufsuchen von Schatten, Kühlung und Erfrischung ist an extremen Sommertragen kein Luxus mehr, sondern eine gesundheitliche Notwendigkeit. Um dieser Herausforderung aktiv zu begegnen, hat die Stadt Wien nun reagiert und ihr digitales Serviceangebot ausgebaut.

Ein neues Hitzeschutz-Feature im Wiener Online-Stadtplaner macht ab sofort alle Zonen, schattige Parks und Abkühlungsorte der Stadt mit nur wenigen Klicks leicht auffindbar und barrierefrei zugänglich.

Abkühlung für Städter:innen 

Gerade während akuten Hitzewellen ist es entscheidend, dass Informationen schnell und verständlich verfügbar sind. "An heißen Tagen geht es darum, möglichst rasch die nächste Abkühlung zu finden. Mit der Wiener Hitzeschutzformel – Trinkwasser, Schatten durch Grünraum und kühle Räume – garantieren wir, dass es genügend Möglichkeiten zur Abkühlung gibt. Die Wiener Bäder und die Coolen Zonen, aber auch das Trinkbrunnen-Angebot oder Parks sind im Online-Stadtplan sofort auffindbar. Die nächste Abkühlung ist oft näher als gedacht", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker unterstreicht die Notwendigkeit von Abkühlungsorten: "Hitzetage belasten die Gesundheit. Als Stadt Wien müssen wir für die Menschen in Wien Strukturen schaffen, die Schutz bieten. Coole Zonen bieten an heißen Tagen einen frei zugänglichen Ort zur Abkühlung und Erholung. Mit mittlerweile 34 Standorten können wir viele Wiener:innen unmittelbar entlasten." 

Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling betont wiederum die Bedeutung des barrierefreien Zugangs zu Abkühlung: "Unsere 'Coolen Zonen' bieten vulnerablen Menschen rasche und unkomplizierte Hilfe gegen die Hitze. Ausgewählte Wiener Büchereien sind dafür der ideale Ort. Sie sind ab jetzt im Online-Stadtplan leicht auffindbar und laden im Sommer als klimatisierte Lesewohnzimmer zum Verweilen ein." In den 'Coolen Zonen' der Stadt Wien finden Bürger:innen konsumfreie Räume zum Ausruhen und Abkühlen. Während das Angebot der gesamten Bevölkerung offensteht, hilft es besonders hitzeempfindlichen Menschen. Aufgrund der hohen Temperaturen im Juni startete das Projekt heuer bereits am Monatsanfang und damit früher als im Vorjahr.

34 Standorte in 20 Bezirken

Insgesamt 34 Standorte in 20 Wiener Bezirken verwandeln sich in 'Coole Zonen'. Ob Büchereien, Amtshäuser, soziale Einrichtungen oder Häuser zum Leben des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser – das barrierefreie Netz ist eng geknüpft und im Alltag leicht erreichbar. Andreas Januskovecz, Bereichsleiter für Klimaangelegenheiten, hebt diesen Erfolg hervor: "Der heiße Juni zeigt, wie stark Hitzewellen belasten. Ein wirksamer Hitzeschutz gelingt nur, wenn Abteilungen aus Klima, Gesundheit, Soziales, Kultur und Bildung sowie die Bezirke Hand in Hand arbeiten. Durch die Nutzung bereits bestehender Räume schaffen wir eine rasche und spürbare Entlastung für die Wiener Bevölkerung."

Informationen über alle Kanäle

Die Stadt Wien setzt auf eine breit gefächerte Information für alle Wiener:innen. Damit das Angebot rasch ankommt, wird ein Mix aus verschiedenen Kanälen genutzt. Neben der offiziellen Website der "Coolen Zonen", dem Online-Stadtplan und der Stadt Wien App sorgen Plakate und Beachflags direkt an den Standorten für Sichtbarkeit. Ergänzend dazu informieren die Partnerorganisationen im direkten Kontakt.

www.wien.gv.at

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