Vom "Nice-to-have" zum wichtigen Kriterium
Mehr als die Hälfte der Österreicher würde fürs Haustier im Büro den Job wechseln

Ob Tiere im Büro willkommen sind, entscheidet immer häufiger über die Attraktivität eines Arbeitgebers. Eine aktuelle Studie zeigt, dass besonders die jüngere Generation bei der Jobwahl genau hinsieht.

Für viele Menschen ist das Haustier längst ein vollwertiges Familienmitglied, das man ungern den ganzen Tag allein zu Hause lässt. Gerade weil derzeit immer mehr Unternehmen wieder auf Präsenz im Büro setzen, wird die Frage, ob Hund und Co. mit in die Arbeit genommen werden dürfen, damit zu einem Faktor, der über Wohlbefinden und Jobzufriedenheit mitentscheidet. Laut einer aktuellen Mars-Studie (siehe Infobox) würde tatsächlich sogar mehr als die Hälfte der 1.000 in Österreich befragten Arbeitnehmer:innen (57 %) den Arbeitgeber wechseln, wenn sich das eigene Tier dadurch mit ins Büro nehmen ließe. In der Schweiz liegt dieser Wert mit 64 Prozent noch höher.

Tierfreundliche Büros hängen klassische Benefits ab

Dass Tiere am Arbeitsplatz allgemein gut ankommen, zeigt die Umfrage deutlich. So verbinden mehr als acht von zehn Beschäftigten (82 %) Haustiere im Büro mit einer entspannteren Atmosphäre. Entsprechend stark ist die Konkurrenz zu klassischen Benefits. Konkret gewichtet mehr als ein Drittel der Befragten (36 %) Regelungen, die Tiere im Büro erlauben, höher als persönliche Vergünstigungen wie Mitarbeiterrabatte, Firmenfahrräder, kostenlose Snacks oder After-Work-Events. Ein ähnlich großer Anteil (35 %) stellt tierfreundliche Arbeitsplätze sogar über Leistungen wie Sonder-Elternzeit oder eine private Krankenversicherung.

Vorangetrieben wird dieser Wandel vor allem von jüngeren Beschäftigten. Bei den 18- bis 24-Jährigen achten demnach bereits 45 Prozent bei der Jobsuche aktiv auf die Möglichkeit, Haustiere mitzubringen, und 49 Prozent ziehen solche Regelungen anderen persönlichen Vergünstigungen vor. Bei den über 55-Jährigen sind es vergleichsweise lediglich 35 Prozent. Für Unternehmen, die jüngere Talente halten wollen, wird das tierfreundliche Büro damit zunehmend zum entscheidenden Argument.

Haustierregeln als Signal an Jobsuchende

Auch wirtschaftlich sprechen die Zahlen für Investitionen in haustierfreundliche Büros. Laut Studie gehen 51 Prozent der Befragten davon aus, dass Firmen mit tierfreundlichen Arbeitsplätzen die Rückkehr ins Büro besser begleiten. Zudem werten 37 Prozent eine durchdachte Richtlinie für Tiere im Büro als Zeichen dafür, dass dem Unternehmen das Wohlbefinden seiner Belegschaft wichtig ist.

GRAFIK Haustiere am Arbeitsplatz sind Österreich wichtiger als Benefits© Mars Austria

Trotzdem werden entsprechende Haustierrichtlinien von vielen Arbeitgebern am Jobmarkt nach wie vor kaum kommuniziert. Dabei würden sich 72 Prozent der österreichischen Befragten mehr Transparenz darüber wünschen, ob Tiere mitgebracht werden dürfen oder nicht. 55 Prozent geben jedoch an, entsprechende Informationen in Stellenanzeigen nur schwer zu finden. Das dürfte auch daran liegen, dass mehr als ein Drittel (36 %) berichtet, das eigene Unternehmen habe zwar eine Haustierrichtlinie, erwähne diese in Stellenanzeigen aber nicht.

"Diese neuesten Daten bestätigen deutlich, dass haustierfreundliche Arbeitsplätze nicht nur das Wohlbefinden fördern und die Unternehmenskultur stärken, sondern auch immer wichtiger werden, um Talente zu gewinnen und zu halten", fasst Paolo Rigamonti, Regional President bei Mars Pet Nutrition Europe, abschließend zusammen. 

www.mars.com

Über die Studie

Die Studie wurde im Auftrag von Mars, Incorporated von Censuswide, durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 3.000 Arbeitnehmer:innen (Mindestalter 18 Jahre), davon je 1.000 in Österreich, Deutschland und der Schweiz, im Zeitraum von 31. März bis 15. April 2026.

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Über die Studie

Die Studie wurde im Auftrag von Mars, Incorporated von Censuswide, durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 3.000 Arbeitnehmer:innen (Mindestalter 18 Jahre), davon je 1.000 in Österreich, Deutschland und der Schweiz, im Zeitraum von 31. März bis 15. April 2026.

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