Auf der OMR 2026
Digiknall begeisterte mit Masterclass zum "Social Media Medienhaus"

| Janet Teplik 
| 07.05.2026

Auf der OMR 2026 wurde deutlich, dass Marken trotz hoher Investitionen in vernetzte Plattformen zunehmend die Kontrolle über ihre Wirkung verlieren. Die Wiener Agentur präsentierte eine Lösung für nachhaltigen Business Impact, indem Unternehmen lernen müssen, wie Social-Media-Häuser zu agieren und eigene, einflussreiche Formate aufzubauen.

Inmitten großer Bühnen und prominenter Speaker:innen der OMR 2026 in Hamburg wurde ein strukturelles Problem greifbar: Während Unternehmen ihre Budgets für virtuelle Sichtbarkeit kontinuierlich steigern, sinkt paradoxerweise die Souveränität über die eigene Kommunikation in den vernetzten Kanälen. 

Das bedeutet, die zentrale Herausforderung hat sich verschoben. So geht es nicht mehr allein um das Erzeugen von Aufmerksamkeit, sondern um den Aufbau einer Präsenz, die messbare wirtschaftliche Relevanz behält. Auf der Hamburger Messe präsentierte daher das Team der Wiener Agentur Digitknall einen strategischen Lösungsansatz und verdeutlichte in ihren Beiträgen, wie Unternehmen durch den systematischen Aufbau organischer Reichweite ein unabhängiges Fundament schaffen können. Das Ziel sei es, den Wandel von der reinen Marketing-Abteilung hin zur Arbeitsweise eines modernen Medienhauses durchzuführen.

Community-Aufbau statt reiner Werbepräsenz

Die Masterclass von Jan-Gabriel Ritter und Maximilian Heske stieß dabei auf so große Resonanz. Im Kern ihrer Strategie steht die Abkehr vom klassischen Marketing in vernetzten Umgebungen. Stattdessen rückt das "Social Campaigning" in den Fokus – ein Ansatz, der auf wiederkehrende Formate setzt, um loyale Gemeinschaften, um relevante Themen zu bilden und so langfristige Werte zu schaffen.

Hinter diesem methodischen Ansatz stehen die Gründer von Digiknall, die unterschiedliche Expertisen bündeln. Stefan Wacker, der durch seine Stationen in Berlin und Brüssel Erfahrung mit internationalen Kampagnen sammelte, richtete die Agentur konsequent auf die organische Skalierung aus. Ergänzt wird die strategische Führung durch Jan-Gabriel Ritter. Der 25-Jährige wurde bereits mit dem Golden WebAd prämiert und als "Nachwuchstalent des Jahres" im Bereich Kreativität ausgezeichnet, was den Anspruch der Agentur unterstreicht, handwerkliche Exzellenz mit strategischer Weitsicht zu paaren.

Erlebbare Strategie

Wie sich diese Theorie in die Praxis übersetzen lässt, verdeutlichte ein Beispiel während des Vortrags von Stefan Wacker und Maximilian Heske. Um die Wirkung ihrer Strategie greifbar zu machen, verknüpften sie die Analyse von Reichweitenmechaniken mit einem direkten Erlebnis für die Zuhörer:innen. Parallel zur Präsentation wurden rund 100 frisch zubereitete "gestupfte Käsekrainer" des Wiener Traditionsunternehmens Radatz an das Publikum verteilt.

Hinter der Aktion steht ein Fallbeispiel, das den Wandel vom klassischen Handelsbetrieb zum eigenständigen Akteur in vernetzten Medien illustrieren soll. Vor der Zusammenarbeit mit der Agentur verfügte Radatz über kaum nennenswerte eigene Präsenz in diesen Kanälen. Der Wendepunkt war eine Kampagne zum "Welttag der Käsekrainer" (LEADERSNET berichtete), aus der eine fortlaufende Serie entstand. Diese Formate widmen sich heute der Produktqualität, der Herkunft und der Wiener Esskultur. Innerhalb weniger Monate generierte das Unternehmen über 35 Millionen organische Videoaufrufe – und das ohne den Einsatz klassischer Werbebudgets für die Ausspielung.

Souveränität durch Eigenregie

Die OMR 2026 verdeutlichte, dass nachhaltiges Unternehmenswachstum zunehmend in vernetzten Informationsräumen vorbereitet wird, lange bevor der eigentliche Kaufakt stattfindet. Der strategische, entscheidende Unterschied liegt künftig in der Souveränität über die eigene Kommunikation. Während viele Akteur:innen weiterhin um punktuelle Aufmerksamkeit konkurrieren, sichern sich Vorreiter:innen durch den Aufbau eigener Publikumsstämme eine dauerhafte Unabhängigkeit vom Anzeigenmarkt.

www.digiknall.at

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