Baukonzern erzielt Rekordergebnis
Strabag hat erstmals die 30 Milliarden Euro Marke geknackt

Der börsennotierte Baukonzern hat das Geschäftsjahr 2025 mit Rekordwerten bei Leistung und Auftragsbestand abgeschlossen. Wachstumstreiber in der Infrastruktur und eine zweistellige EBITDA-Marge prägen das Ergebnis.

Bei der Strabag ist es 2025 ziemlich rund gelaufen. Der börsennotierte Baukonzern konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit dem bislang besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte abschließen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in den Kernmärkten Deutschland und Österreich verzeichnete das Unternehmen ein deutliches Wachstum, das primär durch Projekte in den Bereichen Mobilität, Energie, Wasser sowie High-Tech-Industriebau getragen wurde, wie es am Dienstag in einer Aussendung heißt.

30 Milliarden Euro Marke geknackt

Die Strabag SE steigerte ihre Bauleistung im vergangenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 20,42 Milliarden Euro. Dabei konnten den Angaben zufolge Zuwächse in allen operativen Segmenten erzielt werden. Der konsolidierte Konzernumsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 18,71 Milliarden Euro. Besonders hervorzuheben sei demnach der Auftragsbestand, der zum Jahresende 2025 mit 31,37 Milliarden Euro erstmals die Grenze von 30 Milliarden Euro überschritt – ein Plus von sechs Milliarden Euro bzw. 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Laut Stefan Kratochwill, Vorstandsvorsitzender der Strabag SE, habe man im Jahr 2025 konsequent an der Umsetzung der "Strategie 2030" gearbeitet. Er betonte den erfolgreichen Markteintritt in Australien sowie den Ausbau der Wasserinfrastruktur und Lösungen für leistbares Wohnen. "Strategiekonformes Wachstum und weitere Fortschritte in der Profitabilität führten dazu, dass wir bei Leistung, Auftragsbestand und EBIT-Marge neue Höchstwerte erreicht haben", so der Strabag-Chef.

Signifikante Steigerung der Ertragskennzahlen

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 15 Prozent auf rund 1,88 Milliarden Euro, wodurch die EBITDA-Marge mit 10,1 Prozent erstmals ein zweistelliges Niveau erreichte. Das EBIT stieg um 17 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro an, was einer Marge von 6,7 Prozent entspricht. Als Gründe für diese Entwicklung nennt das Unternehmen positive Effekte bei internationalen Großprojekten sowie eine hohe Kapazitätsauslastung durch milde Witterungsbedingungen in Deutschland gegen Jahresende.

Beim Konzernergebnis, das um elf Prozent kletterte, verzeichnete man ebenfalls einen Rekordwert von 916,28 Millionen Euro. Dies resultierte in einem Ergebnis je Aktie von 7,94 Euro.

Stabile Finanzlage und Investitionstätigkeit

Die Bilanzsumme erhöhte sich um acht Prozent auf 15,85 Milliarden Euro. Dank des starken Ergebnisses stieg die Eigenkapitalquote auf 35,9 Prozent und liegt damit weiterhin über der Mindestquote des Konzerns von 25 Prozent. Die Netto-Cash-Position konnte durch gestiegene liquide Mittel auf 3,52 Milliarden Euro ausgebaut werden.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie wurden Investitionen in Höhe von 813,35 Millionen Euro getätigt. Diese flossen unter anderem in den Bereich Kreislaufwirtschaft, Building Solutions sowie in die strategische Bestandshaltung von Immobilien durch die Einheit Strabag Hold Estate.

Ausblick auf 2026

Für das kommende Geschäftsjahr prognostiziert der Vorstand eine weitere Steigerung der Bauleistung auf rund 22 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge wird in einer Bandbreite zwischen fünf Prozent und 5,5 Prozent erwartet. Risiken sieht das Unternehmen derzeit in preislichen Schwankungen bei Treibstoffen und Bitumen infolge des Iran-Krieges. Diesen wolle man durch Preisgleitklauseln und eine langfristig orientierte Beschaffungspolitik begegnen. Das Geschäftsmodell habe seine Widerstandsfähigkeit bereits in vergangenen Krisenzeiten unter Beweis gestellt.

www.strabag.com

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