Zweite Klima Biennale
Wien dient bis Mai als Bühne für Kunst, Klima und Gesellschaft

Vom 9. April bis 10. Mai 2026 lädt die zweite Klima Biennale Wien dazu ein, ökologische Krisen und soziale Gerechtigkeit durch die Linse der Kunst neu zu betrachten. Besonders die Opening Days bieten dabei ein intensives Programm.

Vom 9. April bis zum 10. Mai 2026 findet die zweite Klima Biennale Wien statt (LEADERSNET berichtete). Das von der Stadt Wien initiierte und vom KunstHausWien ausgerichtete Festival versteht sich als interdisziplinäre Plattform an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie und Wissenschaft. Ziel der Veranstaltung ist es, durch künstlerische Positionen neue Perspektiven auf globale ökologische Herausforderungen sowie Fragen der sozialen Gerechtigkeit zu eröffnen und diese in einen öffentlichen Diskurs zu überführen.

"Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt und das soll in Zukunft so bleiben – dazu müssen wir alle beitragen. Die Klima Biennale Wien schafft öffentliche Räume für die Auseinandersetzung mit der Klimakrise und macht sichtbar, was auf dem Spiel steht", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Er ist sich sicher: "Kunst schärft den Blick für die Gegenwart und kann uns dabei helfen, eine positive Vision von der Zukunft zu entwickeln!"

Bühne für Kunst, Klima und Gesellschaft

Für einen Monat verwandelt sich Wien somit in ein lebendiges Zukunftslabor. Insbesondere die Opening Days, die vom 9. bis 14. April stattfinden, bieten dabei ein dichtes Programm aus Performances, Workshops, Chorauftritten, Tarot-Sessions und Gesprächen mit Künstler:innen sowie Kurator:innen, und laden dazu ein, Kunst, Klima und Zukunft kollektiv neu zu denken.

Für Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler ist es gerade in Zeiten globaler Umbrüche entscheidend, "den Fokus auf kreative wie konstruktive Lösungen und eine nachhaltige Zukunft zu richten". Sie betont: "Die Klima Biennale Wien bringt Menschen zusammen – zum Nachdenken, zum Austausch und zum gemeinsamen Gestalten. Kunst macht das Unsichtbare sichtbar, Zusammenhänge des Klimawandels sinnlich erfahrbar und schafft Räume für Emotion, Dialog und kollektives Vorstellungsvermögen. Ich lade alle Wiener:innen ein, mitzuwirken. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten wir gemeinsam das Wien von morgen."

Die Festivalleiterin der Klima Biennale Wien, Sithara Pathirana, fügt hinzu: "Wir leben in Zeiten, in denen klimapolitisches Versagen und die Eskalation globaler Krisen uns lähmen können – das Gefühl der Ohnmacht ist real. Doch Ohnmacht ist keine Wahrheit – sie ist eine Versuchung." Die Klima Biennale lädt ein, ihr zu verstehen, so Pathirana, "gemeinsam, im Dialog, im Tun. Als Einzelne und als Gesellschaft sind wir nicht hilflos, und genau das wollen wir spürbar machen. Unser Ziel ist es, durch Kunst und Kultur Räume für kollektive Stärke zu schaffen."

Soft Opening am Karlsplatz am 9. April 

Das Soft Opening am Karlsplatz am 9. April wird begleitet mit Walgesängen und Posaunenklängen. Künstlerische Installationen führen nach Kaorle am Karlsplatz 2026 (Margot Pilz), unter Palmen aus Hebebühnen (Pia Sirén) oder unter die verhüllte Säule der Karlskirche (Zheng Mahler). Die Arbeiten auf dem Karlsplatz sind Teil der Ausstellung im öffentlichen Raum "(No) Funny Games oder wie wir lernen, fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben", die bis 10. Mai an 18 Orten im Wiener Stadtraum zu sehen ist. 

Ab 10. April stehen in der Festivalzentrale KunstHausWien dann Vermittlungstouren und Workshops auf dem Programm. Den Auftakt markiert eine Führung mit Kuratorin Sophie Haslinger durch die internationale Gruppenausstellung Seeds. Diese setzt sich mit der vielschichtigen Bedeutung von Samen und Saatgut als Spiegel unseres Verständnisses zur Erde auseinander. Darauf aufbauend lädt der Workshop "Corn, Seeds and Stories" mit Lucia Pizzani Besucher:innen am 11. April dazu ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven einzubringen. Um elf Uhr findet ein Artist Brunch mit The Institute of Queer Ecology statt, bei dem es um Anpassungsfähigkeit, kämpferische Überlebensstrategien und Verlusterfahrungen geht.

Die Direktorin des KunstHausWien, Gerlinde Riedl, über das Festival: "In Zeiten, in denen der Klimawandel Gewissheiten erschüttert und Ökosysteme an ihre Grenzen bringt, braucht es neue Perspektiven. Die Klima Biennale Wien wirkt hier als Katalysator. Vom KunstHausWien aus trägt sie ihre Ideen in die ganze Stadt – wie die Samen in der Ausstellung Seeds. An mehr als 60 Orten in Wien – vom Museum bis zum Strand von Kaorle am Karlsplatz – entfaltet das Festival sein Programm und bereitet so den Boden für Veränderung und eine lebenswerte Zukunft."

Künstlerische Interventionen und starke Partnerschaften

Am 10. April beginnt das Veranstaltungsprogramm um 16:00 Uhr, mit einem Auftritt des Pop-Up Chors des NEST (Neue Staatsoper) am Wiener Karlsplatz. Am selben Abend folgt um 18:30 Uhr im Rosa-Mayreder-Park die Eröffnung der künstlerischen Arbeit "Maaaash!" von Folke Köbberling. Das Projekt wird von KÖR Wien im Rahmen der Klima Biennale Wien realisiert. 

Am darauffolgenden Tag, dem 11. April, findet im SOHO Ottakring der "Partners in Climate-Talk" unter dem Titel "Otros Futuros" statt. Im weiteren Verlauf des Tages wird die Donau offiziell zur Bürgerin der Stadt erklärt, woran sich die "Opening Weekend Party" in der Roten Bar des Volkstheaters anschließt, bei der unter anderem Anna Ullrich auftritt. Das Programm schließt am 12. April im Volkstheater mit der Lesung "Von Wien nach Rojava". Neben Muzayen Al-Youssef, Judith Goetz, Stefanie Sargnagel und Heidi Sequenz wird Düzen Tekkal als Gast an der Veranstaltung teilnehmen.

Beim Klimagipfel am 13. und 14. April widmet sich das interdisziplinäre Symposium dann Themen wie Zukunftskreisläufen, klimasozialer Stadtentwicklung sowie Bildung und Partizipation. Zu den Teilnehmer:innen gehören unter anderem Luisa Neubauer, Franz Essl, Emanuele Coccia, Sigrid Stagl und Nikolaj Schultz. Am 14. April diskutiert zudem der UNICEF-Jugendbeirat über die Rolle junger Menschen im Klimaschutz.

Weitere Programmpunkte im Festivalzeitraum

Nach einer kurzen Unterbrechung startet am 14. April die von Anne Faucheret koordinierte Reihe "Immediate Matters" in zehn unabhängigen Kunsträumen stadtweit. Zeitgleich setzt Bio Austria mit den nachhaltigen Kochkursen "Meet & Eat" am 14. und 22. April einen kulinarischen Schwerpunkt. In der darauffolgenden Woche, vom 23. bis 25. April, rückt zudem das Projekt "FutureLeaks" mit der Installation "The Big Casino" in der Wien Mitte The Mall Zukunftsfragen in den Mittelpunkt.

Das letzte April-Wochenende wird am 26. April durch eine Silent Disco der Bank Austria am Karlsplatz eingeleitet, bevor am 29. April über 80 Studierende der Wiener Kunstuniversitäten auf dem Badeschiff Wien ihre Reihe "Solutions & Strategies" eröffnen. Ergänzt wird das Programm durch laufende partizipative Formate wie Fahrradtouren und Workshops sowie durch Initiativen wie "Creatives for Vienna – Making Spaces" der Wirtschaftsagentur Wien, die zur aktiven Mitgestaltung des öffentlichen Raums einladen.

www.kunsthauswien.com

www.biennale.wien

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