Konkursverfahren
Hiobsbotschaft für Mitarbeiter: Mediashop-Sanierung ist gescheitert

| Tobias Seifried 
| 12.03.2026

Aus dem Sanierungsverfahren wurde ein Konkursverfahren. Nun muss der Insolvenzverwalter den Teleshopping-Pionier bestmöglich verkaufen. Für 162 Dienstnehmer:innen und 459 Gläubiger:innen brechen ungewisse Zeiten an.

Ende Februar hat die Mediashop GmbH beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt (LEADERSNET berichtete). Die Verbindlichkeiten wurden von den Kreditschützer:innen mit rund 45 Millionen Euro angegeben, die Zahl der Dienstnehmer:innen mit 162 und jene der Gläubiger:innen mit 459.

Bemühungen gescheitert

Am Donnerstag gab es jedoch eine Hiobsbotschaft. So teilte Kosch & Partner Rechtsanwälte mit, dass Mediashop den Sanierungsplanantrag zurückgezogen hat. Demnach habe sich der Teleshopping-Pionier zwar gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter bemüht, nach Eröffnung des Sanierungsverfahrens umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen, um einen Fortbetrieb zu erreichen. "Doch trotz positiver Signale der Stakeholder konnten die Beiträge nicht in ausreichender Höhe und Geschwindigkeit erzielt werden", heißt es in einer Aussendung.

Konkursverfahren

Die Mediashop GmbH hat daher den Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplanes zurückgezogen, weshalb das Verfahren nunmehr als Konkursverfahren fortgeführt wird. Weiters heißt es, dass der Insolvenzverwalter die Verwertungsschritte einleiten und das Unternehmen bzw. die Vermögenswerte bestmöglich verkaufen werde. Interessent:innen seien bereits aufgrund des eingeleiteten Investorenprozesses vorhanden.

Dennoch bleibt vorerst ungewiss, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. Für die zahlreichen Mitarbeiter:innen und die Gläubiger:innen dürften die kommenden Wochen keine leichten werden.

www.kosch-partner.at

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