Leitzins bleibt bei 2,0 Prozent
Zinspause der EZB geht in die Verlängerung

| Redaktion 
| 05.02.2026

Die EZB setzt ihren geldpolitischen Kurs fort und hält an der bisherigen Ausrichtung fest. Angesichts einer sich stabilisierenden Inflation und verbesserten Konjunkturaussichten bleibt die Notenbank aber wachsam.

Am 5. Juni 2025 wurden zuletzt die Leitzinsen gesenkt: Der EZB-Rat beschloss, die drei Leitzinssätze der Europäischen Zentralbank (EZB) um jeweils 0,25 Prozent zu senken (LEADERSNET berichtete). Nach einer Serie von Leitzinssenkungen legte die EZB rund um Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, seitdem eine Pause ein (LEADERSNET berichtete u.a. hier). Am Donnerstag wurde bekannt, dass die EZB auch weiterhin die Leitzinsen nicht verändert. Dementsprechend belaufen sich der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,00 Prozent, 2,15 Prozent bzw. 2,40 Prozent.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Teuerung: In Österreich sank die Inflation im Jänner 2026 auf 2,0 Prozent, maßgeblich getragen von sinkenden Energiepreisen und dem Auslaufen von Basiseffekten aus früheren Preisbremsen (LEADERSNET berichtete).

EZB bleibt bei geldpolitischer Zurückhaltung

Der EZB-Rat begründet die Entscheidung, das Zinsniveau zu halten, mit einer stabilisierten Inflationserwartung auf mittlere Sicht und einer weiterhin robusten, aber durch globale Risiken gekennzeichneten wirtschaftlichen Lage. Die Notenbank betont, dass sie ihre geldpolitische Haltung weiterhin datenabhängig und sitzungsbezogen überprüft und sich nicht vorab auf einen bestimmten Zinspfad festlegt. Gleichzeitig signalisiert sie Bereitschaft, alle geldpolitischen Instrumente innerhalb ihres Mandats flexibel anzupassen, um das Ziel der Preisstabilität dauerhaft zu erreichen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigt sich, dass sich die Inflationsrate im Euroraum weiter dem langfristigen Zielwert der EZB von zwei Prozent annähert. Diese Entwicklung deutet auf eine allmähliche Entspannung beim Preisdruck hin, auch wenn einzelne Komponenten weiterhin volatil bleiben. Gleichzeitig sieht sich die Geldpolitik mit anhaltenden globalen Unsicherheiten konfrontiert. Geopolitische Spannungen sowie Risiken im internationalen Handel belasten das wirtschaftliche Umfeld und sprechen aus Sicht des EZB-Rats für eine vorsichtige und abwägende geldpolitische Ausrichtung. Vor diesem Hintergrund betont die Zentralbank erneut ihren datenabhängigen Ansatz: Künftige Entscheidungen sollen sich konsequent an der aktuellen Wirtschaftsentwicklung und der zugrunde liegenden Inflationsdynamik orientieren, ohne sich vorab auf einen festen Zinspfad festzulegen.

www.ecb.europa.eu

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