Ergebnisse des Payment Monitors
Mobiles Bezahlen erreicht in Österreich neuen Höchststand

| Redaktion 
| 01.02.2026

Laut aktueller Studie bleiben gleichzeitig Sicherheitsbedenken bei neuen Angeboten wie Echtzeitüberweisungen und digitaler Identifikation hoch. Betrugserfahrungen im Internet betreffen bereits viele Konsument:innen.

Digitale Zahlverfahren gewinnen im "Bargeldland" Österreich weiter an Bedeutung. Laut dem Visa Payment Monitor, einer Befragung unter rund 1.000 Personen (Siehe Infobox), hat inzwischen ein neuer Höchststand beim mobilen Bezahlen eingesetzt.

30 Prozent der Österreicher:innen haben bereits mit Smartphone oder Wearable im Geschäft bezahlt. Besonders stark verbreitet ist diese Zahlungsform bei den 18- bis 35-Jährigen. Hier nutzt jede:r Zweite (52 Prozent) mobile Geräte an der Kasse.

Mobiles Bezahlen wird zunehmend Alltag

"Die Österreicher:innen sind der Digitalisierung gegenüber offener, als man vielleicht annehmen möchte. Wir sehen das eindeutig beim mobilen Bezahlen, das immer häufiger genutzt wird", sagt Stefanie Ahammer, Country Managerin von Visa Österreich.

Auch die klassische Bargeldreserve verliert an Bedeutung. Immer weniger Menschen nehmen Bargeld nur vorsorglich mit, falls Kartenzahlungen oder mobile Zahlungen nicht funktionieren. Das deutet auf ein wachsendes Vertrauen in digitale Bezahlmöglichkeiten hin. "Das Smartphone ersetzt für viele Jüngere die klassische Geldbörse", so die Country Managerin.

Echtzeitüberweisungen stoßen noch auf Zurückhaltung

Ein differenziertes Bild zeigt sich bei neuen digitalen Angeboten wie Echtzeitüberweisungen. Diese werden aufgrund einer EU-Regulierung inzwischen flächendeckend angeboten, dennoch bestehen weiterhin Vorbehalte. Rund die Hälfte der Befragten (49 Prozent) äußert Bedenken, da Echtzeitüberweisungen nicht zurückgebucht werden können. 16 Prozent lehnen diese Zahlungsform derzeit vollständig ab. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) nutzt Echtzeitüberweisungen zumindest gelegentlich, vor allem um Rechnungen rasch zu begleichen oder Geld an Familie und Freund:innen zu senden.

Digitale Identifikation braucht mehr Vertrauen

Auch digitale Identitätslösungen wie die Online-Identifikation über ID Austria werden von vielen kritisch gesehen. 44 Prozent sorgen sich um die Sicherheit, falls das Smartphone verloren geht, und etwa vier von zehn Befragten äußern Datenschutzbedenken. Gleichzeitig erkennen viele Vorteile. Ein Drittel sieht es positiv, Ausweise und Dokumente zentral speichern zu können oder sich schneller authentifizieren zu können. Zudem können sich 44 Prozent vorstellen, künftig die geplante EU-weite digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) zu nutzen.

"Damit digitale Innovationen wie Echtzeitüberweisungen und die digitale Brieftasche ihr volles Potenzial entfalten können, müssen Sicherheit und Vertrauen für Konsument:innen spürbar sein", sagt Ahammer.

Sicherheit bleibt das wichtigste Kriterium

Beim digitalen Bezahlen spielt Sicherheit für die Mehrheit eine zentrale Rolle. 68 Prozent der Befragten nennen sie als entscheidenden Faktor. Die Erfahrungen zeigen, dass Betrug im Alltag weit verbreitet ist: 37 Prozent wurde bereits Bargeld gestohlen, 32 Prozent waren schon Opfer von Online-Betrug. Ein Viertel hat bei Fakeshops bestellt, 21 Prozent haben auf Phishing-Mails reagiert. Auch Zahlungsdatendiebstahl und Identitätsdiebstahl wurden genannt. Viele Menschen empfinden es als schwierig, betrügerische Webseiten oder Nachrichten zuverlässig zu erkennen.

"Angesichts zunehmender Betrugsversuche arbeiten wir bei Visa kontinuierlich daran, digitale Zahlungen noch sicherer zu machen, um Karteninhaberinnen und -inhaber zu schützen", sagt die Country Managerin von Visa Österreich abschließend.

www.visaeurope.at

Über die Studie

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa hat Visa vom 16. bis 29. September 2025 mit einer repräsentativen Onlineumfrage 1.051 Konsument:innen ab 18 Jahren in Österreich zu ihrer Einstellung zum digitalen Bezahlen und ihrem Nutzungsverhalten befragt. Die Umfrage wurde 2025 zum fünften Mal in Folge durchgeführt. 

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Über die Studie

In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa hat Visa vom 16. bis 29. September 2025 mit einer repräsentativen Onlineumfrage 1.051 Konsument:innen ab 18 Jahren in Österreich zu ihrer Einstellung zum digitalen Bezahlen und ihrem Nutzungsverhalten befragt. Die Umfrage wurde 2025 zum fünften Mal in Folge durchgeführt. 

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