Qualität als Wachstumstreiber
Österreichs Agrarexporte auf 13,6 Milliarden Euro gestiegen

| Redaktion 
| 19.01.2026

Heimische Ausfuhren dieses Sektors entwickeln sich zunehmend zu einem Modell hochwertiger Veredelung. Aktuelle Zahlen zeigen eine steigende internationale Nachfrage nach verarbeiteten Lebensmitteln aus Österreich. Vor allem Deutschland erweist sich dabei als zentraler Absatzmarkt.

Die vorläufigen Daten von Statistik Austria für Jänner bis September 2025 bestätigen den Trend zu höherwertigen Exporten. Der Wert der österreichischen Agrarexporte stieg im Beobachtungszeitraum auf 13,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging die exportierte Menge um 3,7 Prozent zurück. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Qualität und Veredelung gegenüber reinen Volumeneffekten. Die Agraraußenhandelsbilanz lag im Zeitraum bei minus 1,9 Milliarden Euro. Der Exportfokus liegt klar auf dem EU-Binnenmarkt. Nur noch knapp 20 Prozent der Agrarexporte gehen in Drittstaaten. Internationale Handelshemmnisse, Lieferkettenherausforderungen und die Gemeinsame Agrarpolitik stärken den intra-europäischen Austausch. Innerhalb der EU bleibt Deutschland mit rund 40 Prozent des Exportvolumens der mit Abstand wichtigste Handelspartner Österreichs.

Deutschland als Schlüsselmarkt

In den ersten neun Monaten 2025 exportierte Österreich Agrarwaren im Wert von rund fünf Milliarden Euro nach Deutschland. Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Importe auf 4,9 Milliarden Euro, womit sich eine positive Außenhandelsbilanz von 220 Millionen Euro ergibt. Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing, sieht darin eine klare Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. "Österreich positioniert sich im Export zunehmend als Land der Veredelung. Hochwertig verarbeitete Lebensmittel treffen international den Geschmack der Zeit und stärken die Wertschöpfung entlang der gesamten Kette", so Mutenthaler-Sipek.

Besonders gefragt sind veredelte Produkte wie Wurst, Schinken und Speck, deren Exportwert um 8,8 Prozent zulegte. Auch Käse verzeichnet nach einem Rückgang im Jahr 2024 wieder ein starkes Wachstum von 13 Prozent, getragen unter anderem von proteinreichen Produkten wie Skyr. Backwaren entwickeln sich ebenfalls dynamisch. Der Exportwert nach Deutschland stieg um mehr als 20 Prozent, vor allem bei Feinbackwaren und Snacks.

Herkunft und Qualität als Differenzierungsmerkmal

Neben Fleisch und Milch gewinnen auch schonend verarbeitete Obst- und Gemüseprodukte an Bedeutung. Fruchtsäfte, Konfitüren und eingelegte Produkte profitieren vom Convenience-Trend, der Wertzuwachs über mehrere Jahre ist deutlich. Bei Geflügelfleisch stiegen Exportmenge und -wert trotz hoher Inlandsnachfrage, während bei Rindfleisch geringere Mengen durch höhere Preise kompensiert wurden.

Für die AMA-Marketing steht dabei die Sichtbarkeit von Herkunft und Qualität im Mittelpunkt. "Unser Ziel ist es, die regionale Herkunft der Urprodukte und die kontrollierte Qualität konsequent sichtbar zu machen", betont Mutenthaler-Sipek. Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel seien zentrale Instrumente, um Vertrauen bei internationalen Konsument:innen zu schaffen.

Ein wichtiger Auftrittsraum dafür ist die Fachmesse Internationale Grüne Woche in Berlin, wo die AMA-Marketing seit 30 Jahren österreichische Qualitätsprodukte präsentiert. 2026 zeigen Betriebe der AMA Genuss Region auf rund 500 Quadratmetern regionale Spezialitäten und positionieren Österreich damit erneut als Herkunftsland hochwertiger, veredelter Lebensmittel.

Erst vergangene Woche präsentierte die AMA-Marketing ihre Pläne beim traditionellen AMA-Forum im Veranstaltungszentrum Ariana in Wien. KEYaccount/LEADERSNET berichtete hier

www.amainfo.at

www.gruenewoche.de

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