Blick in die Einkaufskörbe
Das sind die meistbestellten Speisen und Waren der Österreicher 2025

Aktuelle Bestellzahlen zeigen: Klassiker bleiben weiterhin gefragt, jedoch sind auch neue Kategorien auf dem Vormarsch.

Essenslieferdienste gehören 2026 unlängst zum alltäglichen Leben. Ihr Aufstieg vollzog sich in den vergangenen Jahren in mehreren Wellen, wobei wohl die entscheidende Transformation zur digitalen Massenplattform bereits in den 2010er-Jahren stattfand und durch die Covid-19-Pandemie ab 2020 massiv beschleunigt wurde. Während des sogenannten Corona-Booms von 2020 bis 2022 verdoppelten oder verdreifachten viele Dienste ihren Umsatz, da Restaurantbesuche unmöglich waren. Unternehmen wie etwa Delivery Hero nutzten schließlich diesen Aufwind und stiegen dieser Zeit sogar in den DAX auf. Nun, vier Jahre nach der Pandemie, befinden sich die Lieferdienste in einer Phase der Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung. 

Die Bedeutung der Lieferdienste hierzulande unterstrich unter anderem auch eine Studie von Foodora aus dem Jahr 2024, laut der 44,2 Prozent und somit fast die Hälfte aller Österreicher:innen mindestens einmal im Monat Speisen über einen Lieferservice bestellen (LEADERSNET berichtete). Generell nutzen, so aktuelle Zahlen von Statista mit Stand 2025/26, rund 4,38 Millionen Menschen regelmäßig die Option, sich Essen in die eigenen vier Wände liefern zu lassen. Welche Speisen, Lebensmittel oder andersartige Waren dabei in den Einkaufskörben landen, hat kürzlich der Essenslieferant Wolt untersucht. 

Gefragte Klassiker und frischer Wind am Bestellmarkt

Laut Wolt lagen Burger im Sommer zeitweise auf dem ersten Platz, mussten jedoch in der österreichischen Jahresgesamtwertung wieder der Pizza den Vortritt lassen. Allerdings konnten sich Burger zeitweise im Städtevergleich durchsetzen, wie in Linz und Graz. In Städten wie Wien, Klagenfurt, Villach und Salzburg hält man jedoch am italienischen Klassiker fest. Zudem handelt es sich bei Graz um die einzige Stadt Österreichs, in der es die vegane Küche unter die ersten sechs Plätze geschafft hat.

Neben dem Bestellen von Speisen gewinnen auch andere Kategorien deutlich an Bedeutung – vor allem Lebensmittel und Blumen. Bei Letzteren sind die Österreicher:innen klassisch unterwegs: Rosen kommen hier auf Platz eins, dicht gefolgt von Tulpen und den zunehmend beliebten Zimmerpflanzen. Mit Blick auf Lebensmittel zeigt sich, dass die Nachfrage ebenfalls steigt – wenn auch nicht immer im gesündesten Segment. Zu den beliebtesten zehn Produkten gehören neben Soft-Drinks, Süßigkeiten, Snacks, Kekse, Nüsse und Trockenfrüchte auch Bier, Cider und diverse Eisprodukte sowie TK-Gerichte.

© Wolt© Wolt

Seit dem vergangenen Jahr gehören zudem Waren der Drogerie-Märkte zum Lieferangebot von Wolt. Besonders häufig bestellt werden Küchenrolle, Geschirrspül-Reiniger, Toilettenpapier sowie Müllsäcke und Taschentuchboxen, so der Dienstleister. Zudem würden immer mehr Haustierbesitzer:innen den Bestellservice für sich entdecken und das Tierbedarf- und Futterangebot nutzen. Die größte Bestellung in diesem Bereich umfasst laut Wolt-Insights 2025 acht Packungen hochwertiger Hundemenüs um insgesamt fast 150 Euro. Ein weiteres Segment, das am Bestellmarkt Fahrt aufnimmt, ist der Bereich der Technik. Besonders gefragt seien dabei Handyladegeräte, Reiseadapter, Kopfhörer und sogar Gaming-Controller. Und auch Spielwaren rücken in den Fokus – etwa in Form von Bastel- und Kreativsets. Bei den Apotheken zählen wiederum Nasenspray, Lutschtabletten und Hustensäfte zu den meist bestellten Produkten. 

Kuriose Rekorde

Die größte Restaurantbestellung im gesamten Geschäftsjahr 2025 umfasste 111 Artikel und hatte einen Wert von 896 Euro. Bestellt wurde eine umfangreiche, orientalische Speisenvariation von 30 Pita-Broten, Käseröllchen und Tabouleh-Salat über Hummus-Variationen und Baba Ganoush bis zu Halloumi- und Lammgerichten. Allerdings wurde der Bestellwert nochmals übertroffen, denn der teuerste Einkauf kostete 1.935 Euro und beinhaltete Weine, Whisky, Gin und Champagner, ergänzt um mehrere Packungen Maoam-Süßigkeiten. Die günstigste Bestellung war hingegen ein kleiner Blumenstrauß zum Muttertag um genau einen Euro. 

Ein Blick auf die Lieferstrecken zeigt zudem: Österreicher:innen lassen sich nicht nur Waren über weite Strecken bringen. Die längste Lieferstrecke betrug demnach 14 Kilometer, während die kürzeste nur einen Meter ausmachte. Und als beliebtester Bestelltag kristallisierte sich der Freitag heraus, während der Dienstag zumeist der ruhigste Wochentag ist. 

www.wolt.com

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV