"Unsere Softwarelösungen sind in mehr als 55 Ländern im Einsatz"

| Redaktion 
| 23.01.2023

International tätige Unternehmen sind mit vielen Zoll- und Exportkontrollvorschriften konfrontiert, die sie beim globalen Handel erfüllen müssen. In dieser Marktnische hat sich MIC als weltweiter Marktführer etabliert. Welche komplexen Aufgabenstellungen MIC für seine Kund:innen löst und welche Rolle die aktuellen Sanktionen gegen Russland dabei spielen, erklärt Rainer Roll, Mitglied der MIC-Geschäftsführung, im LEADERSNET-Interview.

LEADERSNET: Sehr geehrter Herr Roll, was macht MIC genau für seine Kund:innen?

Roll: Jedes Unternehmen, das international tätig ist, muss sich mit der weltweiten Zollabwicklung und der Erfüllung der damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen auseinandersetzen. Wir stellen zum reibungslosen und automatisierten Ablauf eine multinationale Zoll- und Exportkontroll-Softwarelösung in der Cloud zur Verfügung. Wichtiger Teil unserer Dienstleistung ist eine Art "Rundum-Sorglos-Paket", das die erforderliche Wartung, Support und Updates aller gesetzlichen Änderungen beinhaltet. Das bedeutet, dass geänderte Normen automatisiert eingespielt werden. Der:die Kunde:in muss sich hier um nichts kümmern.

LEADERSNET: Wie komplex darf man sich das vorstellen?

Roll: Ein Beispiel aus der Automobilindustrie: Ein Auto besteht aus rund 2.000 Einzelteilen, die aus zehn bis 15 Ländern stammen. Während des gesamten Prozesses, bis das Auto quasi fertig zum Verkauf bei den Händler:innen ausgeliefert werden kann, braucht es eine ausgeklügelte Software, die alle Zollvorschriften und Optimierungspotenziale wie Anwendung von Freihandelsabkommen sowie Einsatz spezieller Zollverfahren wie Zolllager berücksichtigt. Unsere Kund:innen sparen sich durch unsere Software viel Zeit und natürlich auch Geld. Zusätzlich haben uns die aktuellen Krisen aufgezeigt, wie verwundbar Lieferketten sein können und somit Risikominimierung wieder mehr in den Fokus gerückt. Das kann die Komplexität der Prozesse erhöhen – Stichwort Multi-Sourcing und Lagerhaltung – welche unter anderem mit unseren Softwarelösungen durch automatisierte Zoll- und Exportkontrollprozesse kompensiert wird.

LEADERSNET: Es gibt ja auch äußerst sensible Bereiche, wie etwa Sanktionslisten. Wie gehen Sie damit um?

Roll: Exportkontrollen sind nichts Außergewöhnliches. Betriebe müssen beim Export von Waren immer prüfen, ob der Handel mit bestimmten Ländern und Personen bzw. Unternehmen untersagt oder mit Auflagen belegt ist. Darüber hinaus ist auch die Verwendungsmöglichkeit abzuklären. So muss beispielsweise genau darauf geachtet werden, ob ein Fernglas unproblematisch ist oder als Zielfernrohr für ein Gewehr zum Einsatz kommen kann. Bei derartigen Themen spielen natürlich Sanktionen, wie wir sie aktuell im Kontext Ukraine-Krieg mit Russland haben, eine große Rolle. Hier haben wir in den vergangenen Monaten erlebt, dass sich bei den gesetzlichen Bestimmungen praktisch jeden Tag etwas ändern kann. Mit unserer Software unterstützen wir dabei, dass internationale Sanktionslisten eingehalten werden.

LEADERSNET: Wer zählt zu Ihrem Kund:innenkreis?

Roll: Wir sind sehr breit aufgestellt. Unsere Softwarelösungen sind in mehr als 55 Ländern auf sechs Kontinenten im Einsatz. Informationen zu den rechtlichen Exportkontroll- und Zollbestimmungen wie nationale Zolltarife und Sanktionslisten sind für mehr als 150 Länder in unserer Software hinterlegt. Zu unseren Kund:innen zählen große multinationale Konzerne wie Aston Martin, Burberry, Infineon, Siemens, Zalando und VW.

LEADERSNET: MIC wächst jährlich um rund 15 Prozent, Sie suchen aktuell rund 35 neue Mitarbeiter:innen. Wie schaffen Sie es – angesichts eines leergefegten IT-Fachkräfte-Arbeitsmarktes – genügend Arbeitskräfte zu finden, damit Sie dieses starke Wachstum auch entsprechend bedienen können?

Roll: Ja, die Suche nach Arbeitskräften ist in der IT-Branche bereits seit einiger Zeit eine große Herausforderung. Unsere Internationalität, was Kund:innen und auch Standorte anbelangt, macht uns als Arbeitgeber aber sicherlich attraktiv. Das sieht man auch bei unseren Mitarbeiter:innen, die aus 30 verschiedenen Nationen kommen. Darüber hinaus bieten wir ein sehr flexibles Arbeitsumfeld welches unter anderem auch Workation ermöglicht, einen krisensicheren Arbeitsplatz, eine Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten in unserer MIC-Akademie und leben eine wertschätzende "Du-Kultur". Wie Sie schon gesagt haben, suchen wir rund 35 neue Mitarbeiter:innen – alle Infos dazu gibt es auf unserer Website.

www.mic-cust.com

Fakten zum Unternehmen MIC

Das Linzer Software-Unternehmen MIC (Managing International Customs and Trade Compliance) ist der weltweit führende Anbieter für globale Zoll- und Exportkontroll­softwarelösungen. Mehr als 800 Kund:innen in 55 Ländern auf sechs Kontinenten vertrauen auf den Spezialisten aus Linz, um die Herausforderungen in der Zoll- und Exportkontrollabwicklung mit innovativen automatisierten IT-Lösungen weltweit zu meistern. Die wichtigsten Kundengruppen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Elektronik-, Textil-, Tabak-, Konsumgüter-, Chemie- und Pharmaindustrie sowie der eCommerce. Multinationale Konzerne vertrauen bei der internationalen Zollabwicklung auf MIC Softwarelösungen. Das Familienunternehmen mit Headquarter in Linz wurde 1988 gegründet.

MIC

Rund 500 Mitarbeiter:innen, ein Großteil in Linz beschäftigt, erwirtschafteten in 2022 einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro und erzielen seit vielen Jahren kontinuierlich ein organisches Wachstum von rund 15 Prozent jährlich. Neben Linz, Wien, Salzburg und Hagenberg ist MIC auch mit Standorten in Belgien, Deutschland, Schweiz, USA, Mexiko sowie Thailand vertreten. Gesucht werden aktuell mehr als 35 Mitarbeiter:innen.

www.mic-cust.com

Kommentar schreiben

* Pflichtfelder.

Fakten zum Unternehmen MIC

Das Linzer Software-Unternehmen MIC (Managing International Customs and Trade Compliance) ist der weltweit führende Anbieter für globale Zoll- und Exportkontroll­softwarelösungen. Mehr als 800 Kund:innen in 55 Ländern auf sechs Kontinenten vertrauen auf den Spezialisten aus Linz, um die Herausforderungen in der Zoll- und Exportkontrollabwicklung mit innovativen automatisierten IT-Lösungen weltweit zu meistern. Die wichtigsten Kundengruppen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Elektronik-, Textil-, Tabak-, Konsumgüter-, Chemie- und Pharmaindustrie sowie der eCommerce. Multinationale Konzerne vertrauen bei der internationalen Zollabwicklung auf MIC Softwarelösungen. Das Familienunternehmen mit Headquarter in Linz wurde 1988 gegründet.

MIC

Rund 500 Mitarbeiter:innen, ein Großteil in Linz beschäftigt, erwirtschafteten in 2022 einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro und erzielen seit vielen Jahren kontinuierlich ein organisches Wachstum von rund 15 Prozent jährlich. Neben Linz, Wien, Salzburg und Hagenberg ist MIC auch mit Standorten in Belgien, Deutschland, Schweiz, USA, Mexiko sowie Thailand vertreten. Gesucht werden aktuell mehr als 35 Mitarbeiter:innen.

www.mic-cust.com

leadersnet.TV