OMV-Chef bringt Verstaatlichung ins Spiel

Alfred Stern schlägt vor, die Gashandelstochter OGMT komplett in Staatsbesitz zu übertragen.

"Die OMV kann nicht ganz Österreich abdecken und hat keinen Versorgungsauftrag. Dafür braucht es eine nationale Gashandelsfirma, die alle Marktaktivitäten bündelt", argumentierte Stern im Kurier und ähnlich in der Presse. Unterdessen bereite sich der Konzern auch schon auf den Winter 2023/24 vor, so der Manager.

"Bereiten uns bereits auf nächsten Winter vor"

Die OMV-Gashandelstochter mit rund 200 Beschäftigten sei eine gute Basis für eine nationale Gashandelsfirma. Über die OGMT (OMV Gas Marketing & Trading) laufen auch die Langfristverträge für den Gasbezug aus Russland, die mit Gazprom Export erst vor wenigen Jahren bis 2040 verlängert worden sind.

"Wir bereiten uns bereits auf den nächsten Winter vor. Es bedarf vieler verschiedener Aktivitäten, um über den Winter zu kommen. Die große Unsicherheit sind aber die Transportkapazitäten nach Österreich, diese müssen sichergestellt werden", so Stern. Auktionen für die Pipeline-Kapazitäten für den Winter 2023/24 finden im Sommer 2023 statt. "Unsere Vorbereitungen für die nächsten Auktionen laufen schon", so der OMV-Chef.

"Absoluter Unfug"

Als "absoluten Unfug" bezeichnet laut Standard ein Insider, der namentlich nicht genannt werden will, eine Verstaatlichung der OMV-Gashandelstochter. Dass die OMV für die Versorgungssicherheit in ganz Österreich sorgt und Gas auch für Nicht-OMV-Kund:innen liefert, ließe sich einfacher und günstiger lösen: indem der Staat der OMV einen Versorgungsauftrag gibt und ihr daraus entstehende Mehrkosten ersetzt. 

www.omv.com

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