Wien-Schwechat: Mit 500 Millionen zum "5-Sterne-Flughafen"

Airport wird zur Großbaustelle – bis 2023 sollen Umbauarbeiten abgeschlossen sein.


Der Flughafen Wien-Schwechat wird in den kommenden vier Jahren zur Großbaustelle. Für etwa 500 Millionen Euro werden der Terminal 2 und der Pier Ost generalsaniert sowie ein neues Gebäude, die Süderweiterung, gebaut. Am Donnerstag wurden im Rahmen einer Projektvorstellung von den Vorständen Julian Jäger und Günther Ofner gemeinsam mit NÖ Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig vor Vertretern der Presse erste Informationen geteilt sowie der symbolische Spatenstich vorgenommen.

Der Flughafen-Umbau ist bereits angelaufen. Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten erwarte die Passagiere eine hochmoderne Terminalumgebung mit zentraler Sicherheitskontrolle, großflächigen Einkaufs-, Gastronomie- und Loungebereichen sowie einer zusätzlichen Gepäckausgabestation. Die Arbeiten sollen bis 2023 abgeschlossen sein.

Zentrale Sicherheitskontrolle für Terminal 2

Gestartet wird mit der Erneuerung der gesamten Gebäudeinfrastruktur des Terminals 2. Dieser Terminal wurde im Jahr 1960 errichtet und ist damit das älteste Abfertigungsgebäude auf dem Flughafen in Schwechat. Wände, Fußböden und Beleuchtung werden ausgewechselt, die Dachkonstruktion wird umfassend saniert. Vom Terminal 2 werden Passagiere nach Fertigstellung über eine neue zentrale Sicherheitskontrolle in den Einkaufs- und Gastronomiebereich sowie zur Grenzkontrolle und den B-, C- sowie D-Gates gelangen. Für ankommende Fluggäste entsteht ein eigener Gepäckausgabebereich mit drei Bändern. Die Inbetriebnahme soll bis zum Jahresende 2020 erfolgen.

Ebenfalls komplett modernisiert wird der Pier Ost mit den D-Gates. So werden unter anderem die dezentralen Sicherheitskontrollen abgebaut. Der Start der Umbauarbeiten ist nach Flughafen-Angaben für Jahresbeginn 2021 vorgesehen. Der Passagierbetrieb wird dann vorübergehend auf andere Gate-Bereiche umgeleitet werden. 2023 soll der dann neu gestaltete Pier Ost wieder in Betrieb gehen.

Süderweiterung als Transferverbindung

Als "Herzstück" des Terminalentwicklungsprogramms gilt die geplante Süderweiterung: In einem eigenen Gebäude werden auf rund 70.000 Quadratmetern neue Aufenthalts- und Lounge-Bereiche, zusätzliche Busgates sowie Shopping- und Gastronomieflächen entstehen. Dabei soll nach Angaben vom Donnerstag „ein starker Schwerpunkt" auf österreichischer Kulinarik und lokalen Marken liegen. Um die entsprechenden Partner zu finden, würden Anfang 2020 die Ausschreibungsverfahren beginnen.

Die Süderweiterung soll auch eine bequeme Transferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates schaffen. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus dem Terminal 3 wird künftig in dem neuen Gebäude zu finden sein. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. „Im Laufe des Jahres 2023“ soll die Süderweiterung in Betrieb gehen.

Die Süderweiterung soll auch eine bequeme Transferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates schaffen. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus dem Terminal 3 wird künftig in dem neuen Gebäude zu finden sein. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. „Im Laufe des Jahres 2023" soll die Süderweiterung in Betrieb gehen.

Modernisierung soll Flughafen "fünf Sterne" einbringen

Der großangelegte Umbau soll den Flughafen Wien zum "Fünfsterneairport" machen, so Jäger. In den Shops der künftigen Süderweiterung sollen 2025 etwa 50 Millionen Euro erlöst werden. Ofner verwies auf "Sorgfalt bei der Planung" und ersuchte um Verständnis, dass die Passagiere die "Großbaustelle bis 2023" sehr wohl merken würden. Zum Thema Klimaschutz merkte er an, dass der Flughafen Wien die CO2-Emissionen (pro Passagier) seit 2012 um etwa 70 Prozent und den Stromverbrauch um 40 Prozent gesenkt habe. (red)

www.viennairport.com

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