Dass der Genuss von Schokolade Glücksgefühle hervorruft, ist bekannt – und profitabel. Nun könnte er auch bald "high" machen, wenn Mondelēz, der Mutterkonzern von Milka, aktuelle Überlegungen in die Tat umsetzt. Wie Mondelēz-CEO Dirk Van Put in einem Interview mit dem US-Sender CNBC erzählte, beschäftige sich das Unternehmen gerade mit der Thematik rund um mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) versetzte Lebensmittel und rüste sich auch dafür, diese einzusetzen. (CBD löst im Gegensatz zum psychoaktiven Marihuana-Bestandteil THC keinen Rausch – also kein "High"-Sein – aus, sondern hat positive gesundheitliche Wirkungen, Anm. d. Red.)
Eine Frage des Rechts
Trotz der intensiven Liebäugelei hat Mondelez bislang noch keine CBD-haltigen Lebensmittel auf den Markt gebracht. Grund hierfür seien die schwammigen rechtlichen Rahmenbedingungen, die es in den USA in Bezug auf Nahrungsmittel, die den gesundheitsfördenden Wirkstoff aus der weiblichen Hanfpflanze enthalten, gebe. "Wir wollen ganz klar im rechtlich erlaubten Bereich bleiben und uns an die Spielregeln halten", betonte der Mondelēz-Chef.
Das Produktsortiment von Mondelēz umfasst nicht nur beliebte Süßigkeiten wie Milka, Oreo oder Toblerone sondern auch salzige Snacks, Kaugummis oder den Frischkäse Philadelphia. Dass in den heimischen LEH-Regalen bald CBD-haltige Milkatafeln feilgeboten werden, ist wohl eher unwahrscheinlich, doch andere Produkte könnten durchaus irgendwann mit CBD versetzt werden – am ehesten mit der Einführung völlig neuer Produktlinien: "Wir zögern ein bisschen, CBD in unseren Familienmarken einzusetzen, aber es gibt andere Marken oder neue Marken, bei denen wir uns das durchaus vorstellen können", erklärte Van Put. (rb)
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