"Rolling Stone" steht zum Verkauf

| 18.09.2017

Gründer Jann Wenner kann Herausforderungen nicht mehr "alleine stemmen".

Das legendäre US-Magazin Rolling Stone steht zum Verkauf. Jann Wenner hatte die Zeitschrift vor 50 Jahren gegründet und führt sie mittlerweile mit seinem Sohn Gus. Dieser sagte der New York Timesdass die Zukunft für einen familiengeführten Verlag düster aussähe: "Es gibt Herausforderungen, die wir nicht alleine stemmen können." Also müssten sie der Entwicklung voraus sein.

Bekannt wurde der Rolling Stone nicht nur als Magazin für Rockmusik und alternative Kultur, sondern auch als Hort und Startrampe für experimentelle Autoren wie Hunter S. Thompson. Nach einem Bericht im Jahr 2014, über eine angebliche Massenvergewaltigung auf einem Universitätsgelände, hatten sowohl das Renommee als auch die Finanzen des Magazins schwer gelitten.

Eine Untersuchung hatte nämlich ergeben, dass elementare journalistische Grundregeln bei der Recherche und der Veröffentlichung des Artikels missachtet worden seien. Die geschilderte Vergewaltigung gab es nicht. Der Rolling Stone und eine seiner Reporterinnen mussten die Geschichte später zurücknehmen, sich entschuldigen und drei Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) Entschädigung zahlen. (as)

www.rollingstone.com

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