Fotos vom Jubiläumsevent
hi!tech feierte 30 Jahre im Zeichen des nachhaltigen Chip-Kreislaufs

| Larissa Bilovits 
| 30.06.2026

Das Innovationsmagazin von Siemens Österreich lud zum runden Geburtstag ins Café Leopold und rückte dabei die Frage in den Fokus, wie Mikroelektronik über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg klimafit werden kann.

Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums hat hi!tech, das Innovationsmagazin von Siemens Österreich, kürzlich ins Café Leopold im MuseumsQuartier geladen. Zahlreiche Wegbereiter:innen, Freund:innen und Journalist:innen kamen zusammen, um darüber zu diskutieren, wie sich Computerchips über ihre gesamte Lebensdauer nachhaltiger gestalten lassen, vom Einkauf der Rohstoffe über Produktion und Einsatz bis zur Wiederverwertung.

Neumann sieht den größten Hebel im Gesamtsystem

Eröffnet wurde der fachliche Teil von Patricia Neumann, CEO der Siemens AG Österreich, die in ihrer Keynote die Frage, wie Europa wettbewerbsfähig bleibt, mit dem Wandel zu mehr Nachhaltigkeit verband. "Nachhaltigkeit bei Chips entscheidet sich nicht in einer einzelnen Phase – der größte Hebel liegt im System aus Lieferkette, Fertigung, Nutzung und Rückführung", sagte sie.

Wie sich Skalierung und Dekarbonisierung verbinden lassen, veranschaulichte Neumann am Siemens-Elektronikwerk Amberg. Dort habe man die Treibhausgasemissionen seit 2015 nahezu halbieren können, während die Produktion um rund 70 Prozent zugelegt habe. Inzwischen würden jährlich etwa 17 Millionen gefertigte Industriekomponenten das Werk verlassen.

Panel lotet Wege zu einem zirkulären Chip-Lebenszyklus aus

Wie ein klimafitter Chip-Lebenszyklus in der Praxis aussehen kann, diskutierten im Anschluss Helmut Leopold (Head of Center for Digital Safety & Security, Austrian Institute of Technology), Manfred Ruhmer (Manager R&D Ecosystem, Infineon Österreich) und Herbert Taucher (Leiter Forschung und Vorentwicklung, Siemens-Technologiefeld Integrated Circuits and Electronics) im Rahmen einer von Astrid Kuffner moderierten Podiumsdiskussion. Behandelt wurden unter anderem Themen wie Design-for-Circularity, der effiziente Betrieb von Hard- und Software, mehr Transparenz in verzweigten Lieferketten sowie die Idee, ausgedienten Bauteilen industriell ein "Second Life" zu geben.

Als roter Faden zog sich der Schritt vom klassischen Recycling hin zu echter Kreislaufwirtschaft durch die Debatte. Einig war sich die Runde, dass nur ein enges Zusammenspiel von Industrie, Forschung und Politik Europas Eigenständigkeit bei den entscheidenden Technologien sichern kann.

Eindrücke vom Event sehen Sie in der Galerie.

www.hitech.at

www.siemens.com

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