Bei der Vollversammlung der Industriellenvereinigung Salzburg in der Panzerhalle Salzburg ist Andreas Wimmer zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der Geschäftsführer des Familienunternehmens Wimmer Hartstahl in Thalgau folgt auf Peter Unterkofler, der sein Amt nach zehn Jahren niederlegte. Die Wahl erfolgte außerplanmäßig für die laufende Funktionsperiode bis 2028. Die bisherigen Vizepräsident:innen wurden bestätigt.
Das neue Präsidium
Wimmer führt den Familienbetrieb in zweiter Generation und bringt langjährige Erfahrung innerhalb der Industriellenvereinigung mit. Er war Vorsitzender der Jungen Industrie sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.
Dem neuen Präsidium gehören neben Präsident Andreas Wimmer die Vizepräsident:innen Andreas Klauser (Palfinger AG), Marianne Kusejko (Sigmatek) und Peter Malata (W&H Dentalwerk) sowie das kooptierte Präsidiumsmitglied Adrian Geislinger (Geislinger GmbH) an.
Standortpolitik im Mittelpunkt
Neben der Neuwahl standen die Herausforderungen für den Industriestandort Salzburg im Fokus der Vollversammlung. Thematisiert wurden insbesondere der Arbeitskräftemangel, die Energieversorgung sowie geopolitische Unsicherheiten.
In seiner ersten Rede als Präsident bekannte sich Wimmer klar zur Rolle der Industriellenvereinigung. "Die IV ist in erster Linie ein Dienstleister für ihre Mitglieder – und genau dafür werde ich mich mit meinem Team und dem gesamten Präsidium mit voller Kraft einsetzen", so Wimmer. Er erklärte außerdem, er kenne die Herausforderungen produzierender Unternehmen aus eigener Erfahrung. Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seien entscheidend. Dazu zählten aus seiner Sicht eine gute Ausbildung, mehr Forschung, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine sichere und leistbare Energieversorgung.
Er freue sich darauf, gemeinsam an einem starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Salzburg zu arbeiten.
Würdigung für Peter Unterkofler
Im Rahmen der Grußworte würdigten Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edstadler und IV-Präsident Georg Knill den scheidenden Präsidenten Peter Unterkofler für dessen langjährige Arbeit.
"Peter Unterkofler hat die Industriellenvereinigung Salzburg zehn Jahre lang als Präsident geprägt", sagte Edstadler. Sie erklärte zudem, Unterkofler habe insbesondere in den Bereichen Energiesicherheit, Infrastruktur, Bildung und Entbürokratisierung wichtige Schwerpunkte gesetzt und die Interessen der Betriebe konsequent vertreten. Der Ausbau und die Absicherung des Wirtschaftsstandorts seien weiterhin ein gemeinsames Ziel des Landes und der Industriellenvereinigung. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Andreas Wimmer.
Knill fordert bessere Wettbewerbsbedingungen
IV-Präsident Georg Knill betonte, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts werde darüber entscheiden, ob Österreich auch künftig ein starkes Industrieland bleibe. "Jetzt braucht es entschlossenes Handeln", so Knill. Knill sprach sich für die konsequente Umsetzung der Industriestrategie, niedrigere Kosten für Arbeit und Energie, weniger Bürokratie sowie bessere Bedingungen für Investitionen in Innovation und Transformation aus. Unternehmen benötigten Planungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit, keine zusätzlichen Belastungen. Abschließend dankte er Peter Unterkofler für dessen Engagement und wünschte Andreas Wimmer viel Erfolg in seiner neuen Funktion.
Präsidium sieht Kontinuität und neue Impulse
Die Vizepräsident:innen gratulierten Andreas Wimmer ebenfalls zur Wahl und erklärten, er vereine unternehmerische Praxis, Gestaltungswillen und langjährige Erfahrung aus der Jungen Industrie. Gemeinsam werde man sich weiterhin für einen starken und wettbewerbsfähigen Industriestandort einsetzen. Wimmer könne dabei auf die Unterstützung des gesamten Präsidiums zählen.
Das Präsidium verwies außerdem auf den Spatenstich für das neue Haus der Industrie Salzburg. Dieses solle künftig als Ort der Begegnung, des Dialogs und der Innovation dienen und die Bedeutung der Industrie für das Bundesland unterstreichen.
Leistungsstipendien vergeben
Teil der Vollversammlung war auch die Verleihung von Leistungsstipendien an die besten Studierenden der Ingenieurwissenschaften. Überreicht wurden diese durch Vizerektorin Michaela Rückl von der Universität Salzburg (PLUS).
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsamer Abend im Zeichen von Networking und fachlichem Austausch.
LEADERSNET war bei der Vollversammlung. Einen Eindruck können Sie sich hier machen.
www.salzburg.iv.at
Kommentar veröffentlichen