Start für Zweischichtbetrieb
BMW produziert in Steyr jetzt mehr als 4.000 E-Auto-Motoren pro Woche

Das weltweit größte Motorenwerk des Autobauers hat den nächsten Schritt bei der E-Antriebsproduktion erreicht. Mit dem Hochlauf soll die hohe Nachfrage nach den "Neue Klasse"-Modellen iX3 und i3 befriedigt werden.

Das BMW Group Werk Steyr hat den nächsten Schritt beim Ausbau seiner E-Motorenproduktion vollzogen. Seit 6. Juli werden die Elektroantriebe für die "Neue Klasse" im Zweischichtbetrieb gefertigt. Damit erhöht sich die Produktionskapazität auf mehr als 4.000 E-Auto-Motoren pro Woche. In den kommenden Monaten soll die Fertigung den Angaben des Unternehmens zufolge weiter ausgebaut werden.

Nach rund 8.500 produzierten E-Motoren im Jahr 2025 soll die Produktion heuer auf deutlich mehr als 100.000 Einheiten steigen. Damit gewinnt der oberösterreichische Standort innerhalb der Elektromobilitätsstrategie der BMW Group weiter an Bedeutung.

Hochlauf für die "Neue Klasse"

Die in Steyr produzierten Elektroantriebe kommen in den vollelektrischen Modellen der "Neuen Klasse" zum Einsatz. Den Auftakt machte der iX3, der bereits im Handel erhältlich ist und zuletzt beim weltweit größten Reichweiten-Praxistest die hohe Effizienz der E-Motoren aus Steyr unter Beweis gestellt hat (LEADERSNET berichtete). Neben dem E-SUV wird auch die im Herbst 2026 startende Limousine i3 mit E-Antrieben aus Steyr ausgestattet. Auch sie vertraut auf die neue Plattform mit 800-Volt-Technologie und Schnellladeleistungen von bis zu 400 kW. Aufgrund des flacheren Aufbaus und des geringeren Gewichts soll der i3 bei der WLTP-Reichweite (noch) besser abschneiden als der iX3. Laut BMW soll die E-Limousine im Idealfall mit einer Vollladung mehr als 900 km weit kommen.

BMW iX3 und i3 2026BMW iX3 und i3 vertrauen auf E-Motoren aus Steyr © BMW Group

Harald Gottsche, Leiter des BMW Group Werks Steyr, bezeichnet den Start der zweiten Schicht als wichtigen Meilenstein. "Wir setzen unseren Hochlauf konsequent fort und tragen mit unseren E-Antrieben maßgeblich dazu bei, dass die neuen vollelektrischen Modelle der Neuen Klasse bei unseren Kund:innen weltweit ankommen." Besonders freue ihn, dass dieser Erfolg auf dem Know-how und dem Einsatz der Belegschaft beruhe.

Ausbau der Fertigung schreitet voran

Parallel zum Zweischichtbetrieb auf der Montagelinie 5 läuft seit April auch die zweite Produktionslinie für E-Antriebe im Serienbetrieb. Darüber hinaus wurde bereits im ersten Halbjahr in der Rotor- und Statorfertigung auf den Zweischichtbetrieb umgestellt. Die beiden Kernkomponenten werden direkt in Steyr gefertigt und anschließend in der Endmontage verbaut.

Helmut Hochsteiner, Leiter der E-Antriebsproduktion im BMW Group Werk Steyr, betont, der Hochlauf einer neuen Antriebsgeneration sei nur durch das Zusammenspiel zahlreicher Unternehmensbereiche möglich. Der Start des Zweischichtbetriebs sei das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von Produktion, Logistik, Qualitätssicherung, Instandhaltung und Montage.

Standort gewinnt weiter an Bedeutung

Für den Industriestandort (Ober-)Österreich sind das jedenfalls erfreuliche Nachrichten. Denn mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten stärkt die BMW Group nach eigenen Angaben die Rolle des Werks Steyr innerhalb der Neuen Klasse. Die hohe Fertigungstiefe und das Produktions-Know-how am Standort bilden laut Unternehmen die Grundlage für den weiteren Hochlauf der E-Motorenproduktion.

www.bmwgroup-werke.com

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