Teuerung sank auf 3,2 Prozent
Geringerer Preisdruck durch Treibstoffe bremst Inflation

| Redaktion 
| 30.06.2026

In Österreich sank die Teuerung im Juni laut Schnellschätzung von Statistik Austria auf 3,2 Prozent. Auch im Euroraum erreichte sie nach ersten Eurostat-Daten 2,8 Prozent.

Die Inflation in Österreich ist im Juni 2026 laut Schnellschätzung der Statistik Austria auf 3,2 Prozent zurückgegangen. Nach 2,2 Prozent im Februar (LEADERSNET berichtete), 3,2 Prozent im März (LEADERSNET berichtete), 3,4 Prozent im April (LEADERSNET berichtete) und 3,7 Prozent im Mai (LEADERSNET berichtete) sank die Teuerungsrate somit wieder. 

Energiepreise verlieren an Dynamik

Für den Rückgang der Inflation waren vor allem die Energiepreise verantwortlich. Nach Angaben der Statistik Austria wirkten insbesondere Treibstoffe und Heizöl im Juni deutlich weniger preistreibend als noch im Mai.

"Die um 0,5 Prozentpunkte niedrigere Teuerung geht vor allem darauf zurück, dass Treibstoffe, aber auch Heizöl, im Juni weit weniger preistreibend als im Vormonat wirkten", sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria.

Die Energiepreise stiegen damit um 5,4 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 9,8 Prozent zugelegt hatten.

Weniger Preisdruck bei Lebensmitteln

Auch bei Lebensmitteln, Tabak und Alkohol hat der Preisauftrieb nachgelassen. Diese Warengruppe verteuerte sich laut Schnellschätzung um 1,5 Prozent, nach 2,2 Prozent im Mai. Ebenso entwickelten sich die Preise für Industriegüter unterdurchschnittlich. Sie sind laut Schnellschätzung um 1,1 Prozent gestiegen, nachdem der Anstieg im Mai 1,3 Prozent betragen hat.

Dienstleistungen bleiben wichtigster Preistreiber

Den stärksten Einfluss auf die Inflation haben weiterhin die Dienstleistungen. Sie haben sich, wie bereits im Mai, um 4,4 Prozent verteuert und sind damit erneut der bedeutendste Preistreiber.

Auch im Euroraum sank die Inflation

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum wird im Juni 2026 einer Schnellschätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, zufolge voraussichtlich 2,8 Prozent betragen. Im Mai hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Bei den Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum wird für Energie im Juni die höchste jährliche Teuerungsrate erwartet. Sie dürfte 8,7 Prozent betragen, nach 10,8 Prozent im Mai. Es folgen Dienstleistungen mit 3,2 Prozent (Mai: 3,5 %), Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 1,6 Prozent (Mai: 1,9 %) sowie Industriegüter ohne Energie mit 0,9 Prozent, womit dieser Wert gegenüber Mai unverändert bleibt.

www.statistik.at

www.ec.europa.eu

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