Teuerung steigt auf 3,7 Prozent
Dienstleistungen und Energie lassen Inflation nach oben schnellen

| Redaktion 
| 02.06.2026

In Österreich hat sich die Teuerung im Mai laut Schnellschätzung von Statistik Austria auf 3,7 Prozent erhöht. Auch im Euroraum erreichte sie nach ersten Eurostat-Daten 3,2 Prozent.

Die Teuerung in Österreich hat im Mai 2026 erneut an Dynamik gewonnen. Nach einer Schnellschätzung von Statistik Austria dürfte die Inflationsrate bei 3,7 Prozent liegen. "Dieser Anstieg der Inflationsrate im Vergleich zu April ist überwiegend auf den verstärkten Preisauftrieb bei Dienstleistungen zurückzuführen, die nach wie vor der größte Inflationstreiber sind", sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Nach 2,2 Prozent im Februar (LEADERSNET berichtete), 3,2 Prozent im März (LEADERSNET berichtete) und 3,4 Prozent im April (LEADERSNET berichtete) hat sich die Teuerung in Österreich im Mai damit spürbar beschleunigt. 

Dienstleistungen bleiben stärkster Preistreiber

Maßgeblich für den Anstieg der Inflation waren erneut die Dienstleistungen. In diesem Bereich erhöhten sich die Preise laut Statistik Austria um 4,4 Prozent und damit stärker als im April, als noch ein Plus von 4,1 Prozent verzeichnet worden war. Zu dieser Entwicklung trugen unter anderem deutlich höhere Preise für Flugtickets bei. Dienstleistungen bleiben damit weiterhin der wichtigste Faktor für die aktuelle Teuerung.

Industriegüter verteuern sich stärker

Die Preise für Industriegüter lagen im Mai um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau, nachdem der Anstieg im April 0,8 Prozent betragen hatte. Weniger stark fiel hingegen die Entwicklung bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak aus. Diese Warengruppe verteuerte sich um 2,4 Prozent und damit etwas schwächer als im April mit 2,6 Prozent.

Energiepreise sorgen für geringeren Inflationsdruck

Bei den Energieträgern zeigte sich ein gemischtes Bild. Während die Preise für Diesel und Heizöl gegenüber dem Vormonat zurückgingen, verteuerte sich Benzin moderat. Insgesamt fiel der von diesen Energieträgern ausgehende Inflationsdruck etwas geringer aus als noch im April.

Auch im Euroraum zieht die Inflation an

Nicht nur in Österreich, sondern auch im Euroraum hat sich die Teuerung verstärkt. Nach einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat stieg die Inflationsrate im Mai auf 3,2 Prozent. Das entspricht einem Plus von 0,2 Prozentpunkten gegenüber April.

Als wichtigster Treiber gelten weiterhin die Energiepreise, die im Jahresvergleich um 10,9 Prozent zulegten. Die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich um 3,5 Prozent, während Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 2,0 Prozent teurer wurden.

Innerhalb der Europäischen Union zeigen sich weiterhin erhebliche Unterschiede bei der Preisentwicklung. Die höchsten Inflationsraten wurden nach einer Schnellschätzung zuletzt in Bulgarien mit 6,3 Prozent, Litauen mit 5,1 Prozent und Griechenland mit 5,0 Prozent verzeichnet.

www.statistik.at

www.ec.europa.eu

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