Die Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) Wien stellt sich für die Zukunft auf. Das britische Investmenthaus Oakley Capital expandiert im österreichischen Hochschulsektor und übernimmt die Betriebsgesellschaft der SFU. Für die Umsetzung zeichnet eine internationale Expertengruppe unter der Leitung von Kevin Lynch verantwortlich, die auf die Modernisierung und das Wachstum privater Universitäten spezialisiert ist.
Ausbau des Studienangebots geplant
Die Pläne für die Zukunft stehen fest. Am Standort Wien soll das Studienangebot weiter ausgebaut werden. Zudem setzt die Universität auf Kooperationen mit anderen Hochschulen sowie auf gezielte Investitionen in Digitalisierung, Forschung und innovative Lehrformate. Diese Maßnahmen sollen die hohe akademische Qualität der SFU sichern und ihre Position im österreichischen Gesundheits- und Hochschulsystem stärken.
Der Rektor der SFU, Johannes Pollak, sieht in der neuen Eigentümerstruktur einen wichtigen Schritt zur langfristigen Absicherung der Universität: "Die neue Eigentümerstruktur eröffnet der SFU zusätzliche Möglichkeiten für Internationalisierung, Digitalisierung und Weiterentwicklung. Diese werden wir zielgerichtet in jenen Bereichen nutzen, wo sie die Qualität der Universität stärken und unserem Auftrag als Gesundheitsuniversität dienen. Für mich als Rektor und auch für die neuen Eigentümer steht außer Frage: Die SFU bleibt weiterhin eine eigenständige österreichische Universität mit einem klaren akademischen und gesellschaftlichen Auftrag. Im Mittelpunkt stehen auch in Zukunft unsere Studierenden, Lehrenden, Forschenden, Mitarbeitenden und Partner sowie unsere Verantwortung in Lehre, Forschung und Versorgung."
Vom Pionier zur größten Privatuniversität Österreichs
Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 2005 in Wien. Heute gilt die SFU mit mehr als 6.000 Studierenden als die größte Privatuniversität des Landes. Das akademische Angebot erstreckt sich über die Fakultäten für Medizin, Psychologie, Psychotherapiewissenschaft sowie Rechtswissenschaften und reicht über mehrere europäische Standorte hinweg. Getreu ihrem Leitmotiv "lehren.forschen.versorgen." verknüpft die Universität die akademische Ausbildung und wissenschaftliche Forschung direkt mit gesellschaftlicher Verantwortung. Sichtbar wird dies vor allem durch die eigenen Ambulanzen und klinischen Einrichtungen in den Bereichen Zahnmedizin und psychische Gesundheit.
Erbe der Gründungsmitglieder
Die Betriebsgesellschaft der SFU befand sich bislang im Besitz der Universitätsgründer:innen Alfred Pritz, Jutta Fiegl und Heinz Laubreuter. Vor mehr als zwei Jahrzehnten rief das Trio die Privatuniversität ins Leben, um der Psychotherapie ein breites wissenschaftliches und akademisches Fundament zu geben. Bereits im Jahr 2025 übergaben die Gründer:innen gemeinsam mit dem Universitätsrat die akademische Führung an ein neues Rektoratsteam unter dem Vorsitz von Johannes Pollak. Die aktuelle Neuordnung der Eigentümerstruktur markiere nun den strategischen Folgeschritt, um das Fortbestehen der SFU über die Gründergeneration hinaus langfristig zu garantieren.
Pritz, erklärt: "Die SFU wurde von uns als engagierte Einzelpersonen mit der Vision gegründet, Forschung und Lehre auf höchstem Niveau zu ermöglichen und der Psychotherapie eine akademische Homebase in Wien, der Heimatstadt Sigmund Freuds, zu geben. Aus dieser Vision ist eine Universität entstanden, die heute für den Medizinstandort Wien, für Österreich und für viele Partner im Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist. Mit den neuen Eigentümern kann diese Entwicklung institutionell fortgeschrieben werden. Besonders wichtig ist mir, dass die SFU ihren akademischen Auftrag, ihre Eigenständigkeit und ihre Verantwortung gegenüber Studierenden, Mitarbeitenden und Partnern weiterführt."
Für die SFU stehe Kontinuität, akademische Qualität und ihr gesellschaftlicher Auftrag weiterhin im Fokus. Lehre, Forschung und Versorgung bildeten auch in Zukunft die tragenden Säulen der Institution. Der tägliche Studien- und Universitätsbetrieb solle für Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende sowie für alle Partner ohne Änderungen weiterlaufen. Zudem bleibe die akademische Autonomie der Universität in vollem Umfang geschützt.
Internationale Expertise für den zukünftigen Wachstumskurs
Oakley Capital hat sich seit 2002 als eines der ersten international agierenden Investmenthäuser auf die Förderung von Bildungseinrichtungen und digitalen Lernplattformen spezialisiert. Das Engagement umfasst sowohl klassische Beteiligungen als auch gemeinnützige Projekte. Weltweit hält Oakley aktuell acht Beteiligungen im Bildungssektor, die von der Elementarbildung bis zum akademischen Bereich reichen. Für diese Arbeit wurde das Unternehmen bereits zweifach als "EducationInvestor of the Year" ausgezeichnet. In enger Partnerschaft mit Oakley bringt das Team von "Skilled Education" weitreichende Praxiserfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von Hochschulen ein. Dadurch wird die SFU vor allem bei der Internationalisierung sowie beim Ausbau digitaler Lern- und Forschungsumgebungen unterstützt.
Lynch hob die Bedeutung der Universität hervor. Die SFU sei eine anerkannte akademische Institution mit einer starken wissenschaftlichen Identität, einem klaren Profil als Gesundheitsuniversität und einer wichtigen Rolle in Wien und Österreich. Er betonte: "Wir freuen uns über das Vertrauen der Gründer und sehen unsere Aufgabe darin, die SFU gemeinsam mit Oakley Capital in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen." Dies solle in enger Zusammenarbeit mit dem Rektorat, den Fakultäten, den Mitarbeitenden und den bestehenden Partnern der Universität geschehen.
Lynch erklärte weiter, dass man die internationale Erfahrung der Gruppe gezielt dort einbringen werde, wo sie der akademischen Qualität, der Forschung, der Lehre und den Studierenden der SFU zugutekomme. "Die Eigenständigkeit der Universität und ihre akademische Verantwortung sind dabei zentrale Voraussetzungen für die erfolgreiche Weiterentwicklung", so Lynch. Rektor Pollak betonte ebenfalls, dass die SFU ihre inhaltlichen Stärken aktiv in die internationale Kooperation einbringe. Die Universität verfüge über international einzigartige Wissenschafts- und Forschungsangebote, ein hervorragendes Ausbildungs- und Partnernetzwerk sowie eine besondere Verantwortung im Bereich der psychischen Gesundheit. Diese Stärken wolle man weiter ausbauen. Pollak unterstrich: "Entscheidend ist, dass die SFU auch in Zukunft nach akademischen Qualitätskriterien geführt wird – mit klarem Blick auf Studierende, Forschung, Versorgung und gesellschaftliche Wirkung."
www.sfu.ac.at
www.oakleycapital.com
www.skillededucation.at
Kommentar veröffentlichen