Trotz Sachbezug-Aus
Warum Elektro-Firmenautos auch ab 2027 wirtschaftlicher sind

Interessenverbände kritisieren die geplanten Steuern für E-Dienstwagen massiv. Nun zeigt eine Analyse, dass reine Stromer ihren Kostenvorteil trotz Sachbezug-Aus behaupten können. Demnach ist künftig eine Ersparnis von bis zu 20.000 Euro möglich.

Die Ankündigung der österreichischen Bundesregierung, die vollständige Sachbezugsbefreiung für elektrisch angetriebene Dienstwagen ab dem Jahr 2027 abzuschaffen, sorgt derzeit für erhebliche Unruhe in der Wirtschaft und führte zu massiver Kritik von Interessenverbänden (LEADERSNET berichtete). Während künftig ein geldwerter Vorteil versteuert werden muss, unterstreicht eine aktuelle Analyse von vibe, dass Elektrofahrzeuge gegenüber Verbrennern weiterhin finanziell günstiger bleiben.

Laut den Daten des E-Auto-Abo-Anbieters werden die strukturellen Vorteile der Elektromobilität durch die Neuregelung zwar belastet, aber nicht aufgehoben.

Vertrauensverlust trotz ökonomischer Überlegenheit

vibe zufolge werde durch die geplante Änderung leichtfertig Vertrauen bei jenen Firmen und Flottenmanager:innen verspielt, die bereits frühzeitig auf die Verkehrswende gesetzt hätten. Martin Rada, Geschäftsführer von vibe moves you, kritisiert, dass die Abschaffung der Befreiung verlässliche Rahmenbedingungen schwäche und zusätzliche Unsicherheit schaffe. "Klar ist aber auch, dass E-Flotten trotz Sachbezug dank NoVA-Befreiung, Vorsteuerabzug, deutlich niedrigerer Energie- und Wartungskosten sowie geringerer Lohnnebenkosten pro Fahrzeug weiterhin erheblich günstiger sind als vergleichbare Verbrennerflotten", so Rada.

20.000 Euro Ersparnis möglich

Untersuchungen der Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) zeigen, dass ein Elektroauto der Mittelklasse über eine Haltedauer von vier Jahren etwa 15.000 bis 20.000 Euro günstiger kalkuliert werden könne als ein entsprechendes Modell mit Verbrennungsmotor. Ein konkretes Beispiel des Anbieters vergleicht einen BMW X1 Diesel mit dem elektrischen iX1: Trotz des künftigen Sachbezugs bleibe die elektrische Variante im Abo deutlich preiswerter.

Ein wesentlicher Faktor seien die Personalkosten. Ein Verbrenner verursache aufgrund eines Sachbezugs von 1,5 bis zwei Prozent jährlich rund 1.200 Euro höhere Lohnnebenkosten pro Mitarbeiter:in als ein Elektroauto, selbst wenn für Letzteres künftig ein Satz von 0,75 Prozent zur Anwendung komme. Für Arbeitnehmer:innen bleibe das Elektrofahrzeug monatlich um hunderte Euro attraktiver als ein vergleichbarer Verbrenner.

Strukturelle Vorteile bleiben bestehen

Obwohl die Pläne der Regierung als ärgerlich eingestuft werden, sieht Martin Rada den Trend zur Elektromobilität nicht gefährdet. Er führte aus, dass TCO-Werte, CO₂-Vorgaben sowie Nachhaltigkeitsziele weiterhin für vollelektrische Flotten sprächen. Er rechne lediglich mit einer kurzen Phase der Irritation, bevor die messbaren wirtschaftlichen Vorteile wieder in den Fokus der Nutzer:innen rücken würden.

Zudem biete das Modell des Auto-Abos zusätzliche Sicherheit, da es Risiken wie den Restwert oder technologische Entwicklungen vom Unternehmen wegnehme. Bis auf die Ladegebühren, also die Stromrechnung, seien in den monatlichen Raten sämtliche Kosten von der Wartung über die Versicherung bis hin zur Steuer enthalten, was die Budgetierung für Betriebe vereinfache.

www.vibemovesyou.com

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