ÖAG-Diskussion
Warum Unternehmen globale Risiken nicht länger unterschätzen sollten

| Larissa Bilovits 
| 22.04.2026

Anlässlich des "WEF 2026 Global Risks Report" brachte die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft jüngst rund 100 Gäste in ihren Clubräumen zusammen, um über globale Risiken, deren Auswirkungen und mögliche Handlungsstrategien zu diskutieren.

Vor dem Hintergrund des kürzlich veröffentlichten "World Economic Forum (WEF) 2026 Global Risks Report" lud die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft kürzlich zu einer Podiumsdiskussion in ihre Clubräume. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung von ÖAG-Präsident Philipp Bodzenta und ÖAG-Generalsekretär Rainer Newald, um über globale Risiken, deren Folgen und mögliche Strategien im Umgang damit zu diskutieren.

Hochkarätiges Podium reflektierte Studienergebnisse

Auf dem Podium zu Gast waren Kurt Möller (Vorstandsmitglied der Zürich Versicherungs-AG), Michael Edelsbrunner (Vorstand der AmCham Austria und Country Officer Austria der Citigroup plc), Alexander Shopov (Niederlassungsleiter von Steinmayr & Co Wien) sowie Rudolf Schwarz (Chief Restructuring Officer der Management Factory). Durch den Abend führte ÖAG-Vizepräsidentin Monika Rosen.

Wie Alexander Shopov (Niederlassungsleiter von Steinmayr & Co Wien) gleich zu Beginn betonte, biete der WEF Global Risks Report 2026, für den weltweit 1.300 Expert:innen befragt wurden, "eine klare Orientierung, welche geopolitischen, technologischen und gesellschaftlichen Risiken jetzt strategisch adressiert werden müssen, um Unternehmen widerstandsfähig und zukunftsfähig aufzustellen". Zudem ergänzte er: "Mit dieser Podiumsdiskussion hat Steinmayr & Co ein Format geschaffen, das es ermöglicht, die Erkenntnisse des Berichtes gemeinsam zu reflektieren und in konkrete, wirksame Maßnahmen zu überführen."

Unternehmen würden Risiken unterschätzen

Im Laufe des Gesprächs erklärte Rudolf Schwarz (Chief Restructuring Officer der Management Factory), die größte Herausforderung für Unternehmen sei derzeit, "dass sie aktuell mit einer Kombination aus gleichzeitig auftretenden, sich wechselseitig verstärkenden Risiken umgehen müssen" Ihm zufolge würden fehlendes Wirtschaftswachstum und geoökonomische Konfrontationen sowohl unsichere Nachfrage und steigende Kosten als auch wachsenden Wettbewerbsdruck bedeuten. "In diesem Umfeld geht es neben der Erhöhung der Effizienz auch um die vorausschauende Stärkung der Resilienz des Unternehmens. Frühzeitige Absicherung der Liquidität, Flexibilisierung von Kosten, Absicherung von Lieferketten und schnelle Anpassungsfähigkeit sind jetzt entscheidend", ist Schwarz überzeugt.

Vor dem Unterschätzen der Risiken warnte wiederum Kurt Möller (Vorstandsmitglied der Zürich Versicherungs-AG). Demnach sei kritische Infrastruktur zunehmend durch extreme Wetterereignisse, Cyberangriffe und geopolitische Konflikte bedroht. "Das ist gefährlich unterschätzt. Wir sind auf Systeme angewiesen, die unzureichend vorbereitet und unterfinanziert sind. Wenn Infrastruktur versagt, ist alles andere ebenfalls gefährdet. Wir müssen erkennen, wie eng diese Bedrohungen miteinander verbunden sind, und jetzt investieren, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken", appellierte Möller abschließend.

Den "WEF 2026 Global Risks Report" können Sie hier nachlesen.

www.oag.at

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