StreamView hat Konkurs beantragt
TV-Geräte-Großhändler legt 36-Millionen-Euro-Pleite hin

| Tobias Seifried 
| 14.04.2026

Als primärer Auslöser für den Konkursantrag wird vom Wiener Unternehmen ein Lieferstopp durch einen exklusiven Partner angeführt. Von der Insolvenz sind circa 800 Gläubiger:innen sowie 35 Dienstnehmer:innen betroffen.

Die StreamView GmbH mit Sitz in der Wiener Innenstadt hat die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Wie der KSV1870 mitteilte, steht das auf den Vertrieb von Smart-TVs spezialisierte Unternehmen vor einer massiven finanziellen Schieflage. Mit Passiva in der Höhe von rund 36,6 Millionen Euro handelt es sich um eine Insolvenz von beträchtlichem Ausmaß.

Exklusiv-Lieferstopp als Insolvenzursache

Als primärer Auslöser für den Gang zum Handelsgericht wird ein Lieferstopp durch einen exklusiven Partner angeführt. Dieser habe die Belieferung aufgrund aushaftender Forderungen eingestellt, was die Fortführung des operativen Geschäfts verunmöglichte. Von der Insolvenz sind circa 800 Gläubiger:innen sowie 35 Dienstnehmer:innen betroffen. Laut Angaben der Schuldnerin seien die Gehälter und Löhne bis einschließlich März 2026 beglichen worden.

Keine Sanierung in Aussicht

Im Gegensatz zu vielen anderen Insolvenzfällen der Branche ist keine Fortführung geplant. Alexander Greifeneder vom KSV1870 hielt dazu fest: "Laut eigenen Angaben strebt die Geschäftsführung aus heutiger Sicht keine Sanierung ihres Unternehmens an."

Ob eine kurzfristige Fortführung des Betriebs zur "Optimierung der Abwicklung" erfolgen könne, müsse erst durch den noch zu bestellenden Insolvenzverwalter geprüft werden. Ziel dieser Maßnahme wäre es, die Verwertung der Vermögenswerte im Sinne der Gläubiger:innen bestmöglich zu koordinieren. Eine endgültige Überprüfung der vorliegenden Zahlen durch den Kreditschutzverband steht aufgrund der Kurzfristigkeit des Antrags noch aus.

www.ksv.at

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