Lebensmittelkonzern im Wachstum
Vivatis steigert Umsatz deutlich auf 1,43 Milliarden Euro

Die österreichische Lebensmittelgruppe wächst trotz herausforderndem Umfeld weiter. Gleichzeitig warnt das Unternehmen vor steigenden Kosten und zunehmender Regulierung.

Die Vivatis Holding AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz um rund 83 Millionen Euro auf 1,43 Milliarden Euro gesteigert, was einem Plus von etwa sechs Prozent entspricht. Die Entwicklung basiert auf einem breit diversifizierten Portfolio sowie einer stabilen Nachfrage in mehreren Geschäftsbereichen. Parallel dazu investierte das Unternehmen mehr als 40 Millionen Euro in Technologie, Standorte und Weiterbildung. Mit einer Eigenkapitalquote von über 42 Prozent sieht sich die Gruppe weiterhin solide aufgestellt. "Die positive Entwicklung zeigt, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind", sagt Vorstandsvorsitzender Gerald Hackl. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt mehr als 4.100 Mitarbeiter:innen.

Steigende Kosten und regulatorischer Druck

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt für die Lebensmittelbranche angespannt. Vivatis verweist auf deutlich gestiegene Rohstoff- und Energiepreise. So verteuerte sich etwa Rindfleisch im Jahresvergleich um bis zu 60 Prozent. Zusätzlich sieht das Unternehmen wachsenden regulatorischen Druck. Neue Vorgaben, etwa rund um Verpackungen oder Preisgestaltung, würden die Kosten weiter erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Produzenten belasten. Auch die öffentliche Diskussion rund um Lebensmittelpreise wird kritisch gesehen. Aus Sicht des Unternehmens spiegelt sie die tatsächlichen Kostenstrukturen nur unzureichend wider.

Breite Entwicklung in den Geschäftsbereichen

Trotz der Rahmenbedingungen entwickelten sich mehrere Bereiche positiv. Die Catering-Tochter Gourmet verzeichnete Zuwächse in der Betriebsverpflegung und im Education-Segment. Auch internationale Aktivitäten, insbesondere in Deutschland, sollen weiter ausgebaut werden.

Im Bereich ultrafrischer Produkte profitierte Wojnar's von steigender Nachfrage, während Weinbergmaier im Tiefkühl- und Convenience-Segment wächst. Karnerta konnte seine Position in Gastronomie und Hotellerie trotz steigender Rohstoffkosten behaupten. Weitere Impulse kamen aus dem internationalen Geschäft, etwa bei Maresi in den CEE-Märkten.

Internationalisierung im Fokus

Strategisch setzt Vivatis verstärkt auch auf Wachstum außerhalb Österreichs. Der Auslandsanteil am Umsatz liegt derzeit bei rund 20 Prozent und soll langfristig auf etwa 30 Prozent steigen. Neben organischem Wachstum sind auch gezielte Beteiligungen und Expansionen geplant. Damit will das Unternehmen seine Marktposition im DACH-Raum und in Osteuropa weiter ausbauen.

www.vivatis.at

www.wojnar.at

www.weinbergmaier.at

www.karnerta.at

www.maresi.com

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